Neuer Verein in der 2. Liga? Kwasniok von Aufstiegsaspirant umworben

Lukas Kwasniok kommt am 22. März um kurz vor 11 Uhr am Geißbockheim an. (Foto: GEISSBLOG)
Lukas Kwasniok kommt am 22. März um kurz vor 11 Uhr am Geißbockheim an. (Foto: GEISSBLOG)

Findet Lukas Kwasniok einen neuen Verein in seiner Wahlheimat? Nach seinem Aus beim 1. FC Köln befindet sich der 44-Jährige offenbar in Gesprächen mit dem Karlsruher SC.

Seit dem 22. März ist Lukas Kwasniok nicht mehr Trainer des 1. FC Köln. Nach nur zwei Siegen in fünf Monaten hatten sich die Geißböcke von Kwasniok getrennt. Seitdem ist der 44-Jährige abgetaucht, nur ein Foto von einem Restaurant-Besuch (GEISSBLOG berichtete) wurde bekannt. Darüber hinaus herrscht Ruhe um den Ex-FC-Trainer.

Nun nehmen die Gerüchte um Kwasniok Fahrt auf. Nach einer ersten Spur, die im Abstiegsfall zum VfL Wolfsburg führen könnte, hat nun offenbar der Karlsruher SC Kontakt zu Kwasniok aufgenommen. Das berichtet der kicker. Der KSC strebt seit mehreren Jahren zurück in die Bundesliga, scheiterte aber zuletzt immer wieder. In der nächsten Saison soll es gelingen. Mit Kwasniok? Dies brächte gleich drei Besonderheiten mit sich.

Alternative zu Tobias Strobl

Zunächst ist schon klar, dass der KSC zur neuen Saison einen neuen Trainer sucht. Die Badener fahnden nach einem Nachfolger für Christian Eichner. Der Zweitligist hatte kürzlich die Trennung von Eichner nach mehr als sechs Jahren im Amt bestätigt. Der ehemalige Verteidiger des 1. FC Köln verlässt Karlsruhe, eine Ära endet. Die Verantwortlichen sind unter Druck. Die Fans wehren sich gegen die Personalentscheidung.

Die Geschäftsführer Mario Eggimann und Michael Becker müssen also handeln und versuchen es mit einem Coup. Zunächst hieß es, Topkandidat sei Tobias Strobl vom SC Verl (nicht der ehemalige FC-Spieler Tobias Strobl). Doch der Drittligist soll eine beträchtliche Ablöse fordern, was der KSC nicht bereit sein soll zu zahlen. Nun also Kwasniok, der allerdings auch noch beim FC unter Vertrag steht und zumindest theoretisch Ablöse kosten würde.

Verhandlungen auf Gran Canaria?

Persönlich kämen bei den Vertragsgesprächen zwei andere Besonderheiten hinzu. Kwasniok arbeitete zwischen 2014 und 2018 vier Jahre lang für den KSC im Nachwuchs, trainierte die U17 und die U19. Zudem wohnt der gebürtige Pole seit der Jugend mit der Familie in der Nähe von Karlsruhe, ist dort inzwischen zuhause und bezeichnete die Region in der Vergangenheit immer wieder als seine Wahlheimat.

Für Kwasniok wäre es also eine doppelte Rückkehr. Seine Familie wohnt noch immer dort, in emotionalen Momenten rutscht Kwasniok gerne mal in den badischen Dialekt. Wie berichtet, soll der KSC bereits zu ersten Gesprächen mit Kwasniok nach Gran Canaria geflogen sein, wo der Ex-FC-Trainer gerade im Urlaub weilen soll.

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