Trainerwechsel sind oft immer auch eine Chance. Beim 1. FC Köln scheint Luca Waldschmidt diese zu nutzen. Coach René Wagner vergibt ein Sonderlob.
Luca Waldschmidt ist schon seit seinem Transfer vom VfL Wolfsburg zum 1. FC Köln eine Reizfigur bei den Fans der Geißböcke. Daran änderte sich auch unter Coach Lukas Kwasniok nicht viel, im Gegenteil: Nach einem Interview im Winter wurde der 29-Jährige sogar für den Rückrundenauftakt in Heidenheim aus dem Kader verbannt.
Doch der frisch vermählte Offensivspieler mit Vertrag bis 2027 will es unter Nachfolger René Wagner offensichtlich noch einmal wissen. Schon bei der ersten öffentlichen Einheit nach dem Trainerwechsel wurde das offensichtlich: Waldschmidt wirkte wie verwandelt, gut gelaunt, extrem engagiert, motiviert.
Sonderlob von Wagner für Luca Waldschmidt
Auch bei seinen Einwechslungen war der Ex-Freiburger ein belebendes Element, auch wenn er sich unter Wagner noch nicht in die Scorer-Liste eintragen konnte. Trotzdem gilt er für den Trainer als ein Beispiel für den Stimmungswandel im Kader durch den neuen Ton in der Kabine und sprach auf der Pressekonferenz ungefragt ein persönliches Lob für den Routinier aus.
Wagner: „Ich glaube, dass viele Spieler die offene Kommunikation gut finden. Das werde ich beibehalten, weil ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, bringt im Training Energie rein. Das erwarte ich auch. Jeder muss mitziehen in den nächsten fünf Spielen. Da geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um die Mannschaft und den Verein.“
Waldschmidt punktet mit Zahlen
Das scheint auch Waldschmidt endlich begriffen zu haben, und so könnte eine Verpflichtung, die lange als Fehlgriff galt, doch noch wertvoll werden. Denn trotz aller Kritik sprechen die Zahlen nicht gegen den Profi: Obwohl er unter Kwasniok und Wagner bei seinen zwanzig Einsätzen nur auf durchschnittlich rund 27 Minuten Einsatzzeit kam, steht er mit drei Toren und drei Vorlagen auf Platz fünf der internen Scorerliste des FC – hinter El Mala, Ache, Bülter, Kaminski und vor Johannesson, die allesamt mindestens sieben Spiele und noch mehr durchschnittliche Minuten absolviert haben.
Noch vor wenigen Wochen galt Waldschmidt als sicherer Transferkandidat für den Sommer, da sein Vertrag nach der kommenden Saison 2027 ausläuft. Die Läuterung aber könnte Sportchef Thomas Kessler ins Grübeln bringen – wenn sie denn von Dauer ist.







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