Wagner mit Signal an Talente: „Das ist eine klare Wertschätzung“

René Wagner im Training. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
René Wagner im Training. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

René Wagner schickt mehrere Talente von den Profis in die U21. Dann sitzt er den Großteil der 90 Minuten gegen Fortuna Düsseldorf II auf der Tribüne. Seinen Trainerkollegen freut das.

Es war keine einfache Woche für Fynn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann. Das Talente-Trio des 1. FC Köln wurde von Cheftrainer René Wagner in die U21 abgegeben. Die drei Jungprofis sollten in der Regionalliga gegen Fortuna Düsseldorf zum Einsatz kommen und würden daher das Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt verpassen.

So standen Schenten, Niang und Neumann auch in der Startelf der FC-U21. Evangelos Sbonias setzte auf die drei Youngster – und auch Wagner wollte etwas sehen. So saß der gerade beförderte Cheftrainer der Bundesliga-Geißböcke am Samstag auch auf der Tribüne im Franz-Kremer-Stadion, um sich die Leistung der zweite Mannschaft anzuschauen.

Wagner kam kurz nach Anpfiff

Um 13 Uhr hatte Wagner noch selbst auf dem Trainingsplatz gestanden und seine Spieler knapp eine Stunde auf Frankfurt vorbereitet. Dann absolvierte der 37-Jährigen einen Autogramme-Marathon mit den vielen Fans, die an Ostern zum Geißbockheim gekommen waren. Doch anschließend ging Wagner schnurstracks nach nebenan, um nur wenige Minuten nach Anpfiff auf der Tribüne Platz zu nehmen.

Mitte der zweiten Halbzeit war dann allerdings Schluss für Wagner, denn seine Mannschaft versammelte sich am Bus zur Abfahrt nach Frankfurt. Immerhin: Seine Anwesenheit war ein Zeichen an die Talente, dass sie sehr wohl weiter im Blick der Profis sind. Trotz Trainerwechsel. Trotz Abstiegskampf. „Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass er auf der Tribüne sitzen würde“, berichtete Sbonias später. „Das ist eine klare Wertschätzung. Da können sich die Jungs zeigen.“

Talente-Trio bleibt im Profi-Training

Für Sbonias selbst hat sich im Umgang mit den Profis nichts verändert. „Ich hatte mit René schon vorher einen guten Austausch“, sagte Sbonias weiter. Man werde weiterhin Woche für Woche beraten, welche Spieler wo trainieren und spielen. Das gelte insbesondere für Schenten, Niang und Neumann, aber auch für andere Talente wie Jonathan Friemel oder Yannick Mausehund, die sich in der vergangenen Woche auch wieder hatten zeigen dürfen.

Immerhin: Schenten, Niang und Neumann wissen, dass sie „weiter bei der Lizenzmannschaft bleiben“, bestätigte Sbonias. „Wir schauen dann Woche für Woche, wie sie zu Spielzeit kommen, denn das ist das wichtigste. Die Jungs wollen ja Fußball spielen. Da ist keiner betrübt. Die haben auch Lust auf die U21. Das passt.“ Auch, weil Wagner am Samstag signalisierte, dass er sie weiter auf dem Schirm behält.

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