Beim 1. FC Köln leert sich das Lazarett. Das dürfte nicht jeden freuen: Denis Huseinbasic bangt nach dem Aus gegen St. Pauli erneut um einen Platz im Kader.
Am Donnerstag war er nach Isak Johannesson der zweite Profi, der kurz nach neun Uhr am Geißbockheim vorfuhr. Ob dies nun Zufall war oder ein Ausdruck gesteigerter Motivation nach seinem Kader-Aus vor dem Spiel gegen St. Pauli, bleibt letztlich Interpretationssache.
Sicher ist, dass der FC-Profi nicht erfreut gewesen sein dürfte, als ihm mitgeteilt wurde, dass er nicht mitfahren darf. „Es sind fast alle Spieler fit. Letzte Woche waren abgesehen von Luca Kilian und Timo Hübers alle dabei. Dann ist der Kader auch breit genug, um die Entscheidung treffen zu dürfen“, sagt Wagner, der nun zum ersten Mal als Chefcoach in der Bundesliga Spielern solch harte Neuigkeiten überbringen muss. „Ich versuche, das zu erklären. Gleichzeitig wäre es schlimm, wenn sich der Spieler nach dem Gespräch freuen würde, dass er nicht dabei ist.“
Darum hatte Chavez die Nase vor Huseinbasic
Für viele Trainer ist dies der schwerste Moment der Woche. Aber wie reagierte der Mittelfeldspieler? „Er war nicht glücklich, aber wir haben darüber gesprochen – heute auch noch mal. Wir haben uns für Felipe Chavez entschieden, weil er offensiv vielleicht mehr Akzente setzen kann. Jetzt schauen wir, wie wir uns für das Wochenende entscheiden“, sagt der FC-Coach.
Für Huseinbasic ist es eine schwierige Situation. Seit seiner Auswechslung zur Pause beim Rückrundenauftakt in Heidenheim durfte er, abgesehen vom fehlgeschlagenen Experiment gegen Eintracht Frankfurt, nur ganze sechs Minuten in der Rückserie spielen. Ansonsten war er entweder verletzt oder krank oder nicht im Kader.
Im Sommer 2027 läuft der Vertrag des bosnischen Nationalspielers aus. Weil auch nach dem Trainerwechsel kein Aufwärtstrend erkennbar ist, spricht derzeit einiges für einen Abschied im Sommer. Die Konkurrenz auf seiner Position ist groß, zudem sucht Sportchef Thomas Kessler nach weiteren Verstärkungen im zentralen Mittelfeld.
Bedeutet für Huseinbasic: Er muss dringend beweisen, dass er der Mannschaft weiter eine Hilfe sein kann. Dafür müsste er spielen. Doch derzeit besteht nicht wirklich Aussicht auf eine Gelegenheit. Ein Platz im Kader gegen Bayer Leverkusen wäre bereits ein Schritt nach vorn. Morgen nachmittag wird Denis Huseinbasic wissen, ob er den macht – oder ob er der erste ist, der vom Geißbockheim wieder nach Hause fährt.






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