Entscheidung oder Herzschlagfinale? Heute wird’s dreifach spannend

Marvin Schwäbe greift im Hinspiel einen hohen Ball ab. (Foto: Bucco)
Marvin Schwäbe greift im Hinspiel einen hohen Ball ab. (Foto: Bucco)

Die Fans des 1. FC Köln werden gegen Bayer Leverkusen mit einem halben Auge auch auf zwei weitere Bundesliga-Spiele schauen. Parallel zum Duell in Müngersdorf könnte sich der Abstiegskampf für die Geißböcke am Samstag vorentscheiden – oder noch einmal zu einem Herzschlagfinale werden.

René Wagner bleibt ganz bei sich und beim 1. FC Köln. Der Cheftrainer der Geißböcke schaut nur auf Bayer Leverkusen und will sich nicht damit beschäftigen, was am Samstag auch noch passieren könnte. Das zumindest sagte der 37-Jährige am Donnerstag. „Wir schauen nur auf uns und gucken, dass wir von Anfang an Energie auf den Platz bekommen.“

Dennoch ist es schwer vorstellbar, dass – abgesehen von Wagner – die FC-Verantwortlichen während der 90 Minuten gegen Leverkusen nicht ab und an mal nachschauen, wie die weiteren Spiele am Bundesliga-Samstag verlaufen werden. Denn bei aller Rivalität zwischen Köln und Bayer: Am Samstag geht es für die Geißböcke um weit mehr als nur um ein Derby oder Nachbarschaftsduell.

So nahe könnte die Rettung rücken

Wenn zur besten Zeit am Fußball-Samstag der Anstoß in Müngersdorf um 15.30 Uhr ertönt, wird es parallel auf zwei weiteren Plätzen spannend: Der FC St. Pauli tritt beim 1. FC Heidenheim an, der VfL Wolfsburg empfängt Borussia Mönchengladbach. Man möchte vielleicht nicht so weit gehen, als dass die FC-Fans am Samstag auch mit den Fohlen mitfiebern werden. Aber ein Sieg der Gladbacher würde dem FC enorm helfen.

Denn klar ist: Sollten Pauli (26 Punkte) und Wolfsburg (24 Punkte) verlieren, könnte der FC mit einem Sieg auf 34 Punkte stellen. Damit wäre Wolfsburg endgültig abgehängt, während die Kiez-Kicker acht Punkte zurück wären – bei nur noch drei verbliebenen Spielen. Selbst bei drei Siegen der Paulianer würde den Geißböcken in den letzten drei Partien dank der überragend besseren Tordifferenz ein Punkt zur endgültigen Rettung reichen.

Vorsicht ist geboten

Bei allen anderen Szenarien wird weiter gerechnet. Und genau deshalb wird es zumindest auf der Tribüne bei den FC-Bossen ein ständiges Prüfen der Ergebnisse auf den anderen Plätzen geben – quasi eine private Dreier-Konferenz. Pauli hat schon gegen den FC gezeigt, dass es sich nicht aufgibt. Wolfsburg meldete sich hingegen mit einem Sieg bei Union Berlin zurück. Vorsicht ist aus Kölner Sicht also geboten.

An den umgekehrten Falle einer FC-Pleite bei gleichzeitigen Siegen der Konkurrenz will zurecht am Geißbockheim niemand denken. Umso wichtiger aus FC-Sicht: der Glaube an die eigene Stärke und daran, Bayer knacken zu können. Um nach den 90 Minuten am Samstag im Bestfall feiern zu können – nachdem viele Fans und Verantwortliche vorher schon verfolgt haben werden, was auf den anderen Plätzen passiert.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
29 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete