Zwei FC-Duelle um die Rettung – Stürmer bei Schlusslicht nur noch Bankdrücker

Imad Rondic (l.) nach Preußen Münsters 0:0 in Kiel. (Foto: IMAGO / Karsten Freese)
Imad Rondic (l.) nach Preußen Münsters 0:0 in Kiel. (Foto: IMAGO / Karsten Freese)

Zwischen Meisterträumen, Abstiegsängsten und Aufstiegshoffnung: So lief das Osterwochenende für die verliehenen Profis des 1. FC Köln.

Per Leihe zur Meisterschaft: Für Jusuf Gazibegovic könnte sich die temporäre Rückkehr zu Sturm Graz in mehrfacher Hinsicht auszahlen. Der Rechtsverteidiger des 1. FC Köln sammelt in der Steiermark nicht nur die erhoffte Spielpraxis, er ist auch auf dem besten Wege, zum dritten Mal österreichischer Meister zu werden.

Am Sonntag feierte Gazibegovic sein Comeback nach einer muskulären Verletzung und gleichzeitig einen ganz wichtigen Sieg: Graz setzte sich im Top-Spiel bei Rapid Wien mit 2:0 durch und führt die Tabelle der österreichischen Bundesliga nun mit vier Punkten Vorsprung auf das aus Red Bull Salzburg, Rapid Wien und dem Linzer ASK bestehende Verfolger-Trio an. Gazibegovic hielt nach seiner Verletzung knapp eine Stunde durch.

Carstensen winkt nächster Meistertitel

Rasmus Carstensen winkt derweil die zweite Meisterschaft in Folge. Bereits in der vergangenen Saison, als der Rechtsverteidiger an den polnischen Erstligisten Lech Posen verliehen war, hatte er den Titel geholt. Nun ist Carstensen dabei, dieses Kunststück mit Aarhus GF zu wiederholen.

Am Ostermontag konnte Spitzenreiter Aarhus seinen Vorsprung auf Verfolger Midtjylland durch einen 2:1-Sieg bei Viborg FF auf sieben Zähler ausbauen. Wobei Carstensen, eigentlich Stammspieler, aus nicht kommunizierten Gründen nicht im Kader stand. Noch sieben Spieltage verbleiben in der Meisterrunde der dänischen Superliga.

Bakatukanda und Kujovic im Fernduell um den Klassenerhalt

Ebenfalls nicht im Kader seines Leihclubs stand am vergangenen Wochenende Elias Bakatukanda – durchaus überraschend. Schließlich hatte der Innenverteidiger zuletzt sein Debüt für die U23-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo gefeiert und dabei derart überzeugt, dass er nun als Kandidat für den WM-Kader gilt.

Nach seiner Rückkehr zu Blau-Weiß Linz entschied sich der dortige Trainer Michael Köllner jedoch dafür, auf Bakatukanda, der vor seinem Nationalmannschafts-Debüt monatelang aufgrund eines Außenbandrisses im Sprunggelenk ausgefallen war, zu verzichten und stattdessen auf jene Spieler zu setzen, die während der Länderspielpause am Trainingsbetrieb teilgenommen hatten. Der Plan ging nicht auf, Linz verlor mit 1:2 beim Grazer AK und hat als Tabellenletzter der österreichischen Bundesliga weiterhin vier Punkte Rückstand aufs rettende Ufer.

Für den Klassenerhalt müssten Bakatukanda und Linz den Wolfsberger AC einholen, für den seit diesem Winter bekanntlich Emin Kujovic aufläuft. Wolfsberg musste am Samstag eine 1:3-Niederlage bei der WSG Tirol einstecken. Kujovic spielte im defensiven Mittelfeld durch – es war sein vierter Startelf-Einsatz seit seinem Wechsel im Februar.

Auch Pauli und Rondic direkte Konkurrenten

In der 2. Bundesliga verlor derweil Julian Pauli das von Krawallen begleitete Samstagabend-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC mit den Gastgebern knapp. In Unterzahl siegten die Berliner durch einen späten Treffer mit 1:0. Pauli stand über 90 Minuten auf dem Rasen und rutschte mit Dynamo auf Platz 15 ab – punktgleich mit den Rängen 16 und 17.

Noch schlechter steht Imad Rondic mit Preußen Münster da. Nach einem 0:0 in Kiel sind die Preußen weiterhin das Schlusslicht der 2. Liga. Auch bei seinem zweiten Leihverein dieser Saison hat der Stürmer nur noch den Status eines Ergänzungsspielers inne. Auf neun Minuten gegen Magdeburg – mit Interimscoach Kieran Schulze-Marmeling – folgten beim Debüt des neuen Trainers Alois Schwartz nun drei Minuten in Kiel. Bei Rondic, der in Köln bis 2029 unter Vertrag steht, müssen die Verantwortlichen im Sommer wohl viel Kreativität beweisen.

Potocnik auf dem Weg in die 2. Liga

Jaka Cuber Potocnik und Rot-Weiss Essen könnten Münster in der 2. Liga ersetzen. Durch einen 1:0-Sieg im Drittliga-Derby gegen Duisburg – es war der fünfte Sieg in Serie – verteidigte RWE Platz zwei, der zum direkten Aufstieg berechtigt. Potocnik, der wohl für eine weitere Saison nach Essen verliehen werden soll, wurde nach 70 Minuten gemeinsam mit Marvin Obuz eingewechselt.

Parallel zu Essens Erfolg siegte am Ostersamstag auch die Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit Mansour Ouro-Tagba. Die Schwaben setzten sich mit 3:1 gegen Jahn Regensburg durch. Ouro-Tagba stand in der Startelf und spielte 68 Minuten lang, bevor er gemeinsam mit Justin Diehl vom Platz ging.

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