Schwäbes Mahnung: „Das müssen wir ganz klar noch mal ansprechen“

Marvin Schwäbe mahnte das Zustandekommen der Gegentore an. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Marvin Schwäbe mahnte das Zustandekommen der Gegentore an. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln hat gegen Eintracht Frankfurt Moral bewiesen und einen zwei-Tore-Rückstand noch in ein Unentschieden verwandelt. Insbesondere mit den beiden Gegentreffern war der Kölner Kapitän jedoch alles andere als einverstanden.

Hat der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt einen Punkt gerettet oder zwei liegen gelassen? Nach den 90 Minuten hatte der Abstiegskandidat im Vergleich zum diesjährigen Champions-League-Teilnehmer die klareren Torchancen, rettete sich nach einem 0:2-Rückstand aber hintenraus gerade noch zu einem 2:2-Unentschieden.

Dabei brachten sich die Kölner Mitte der zweiten Halbzeit selbst um den Lohn ihrer eigentlich guten Defensiv-Arbeit. Denn trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung im Abwehrverbund, waren es einmal mehr einfache Gegentore, die den FC kurzfristig aus dem Rhythmus brachten.

Nötige Konsequenz im Strafraum fehlt

Beim 0:1 konnte der eingewechselte Chaibi halbrechts nahezu ungehindert Tempo aufnehmen, setzte sich mit Cenk Özkacar und Kristoffer Lund gleich gegen zwei Kölner viel zu einfach durch und bediente Jonathan Burkardt, der aus kurzer Distanz vollendete. In der Mitte hatten Sebastian Sebulonsen und Rav van den Berg den Frankfurter Mittelstürmer nicht entscheidend genug stören können. 

Und auch beim zweiten Gegentor fehlte die nötige Konsequenz: Nach einer Flanke von Burkhardt blieb der ebenfalls eingewechselte Ayoube Amaimouni-Echghouyab im Strafraum zu ungestört, gleich mehrere Kölner griffen nicht entschlossen ein, ehe Arnaud Kalimuendo den Ball sehenswert im Winkel versenkte.

Das müssen wir auf jeden Fall noch mal analysieren.

Marvin Schwäbe

Für Marvin Schwäbe, der bei beiden Gegentoren machtlos war, ein klarer Fingerzeig. „Die zwei Gegentore in der zweiten Hälfte kriegen wir zu einfach, das müssen wir auf jeden Fall noch mal analysieren. Die Box-Verteidigung müssen wir ganz klar noch mal ansprechen“, sagte der FC-Kapitän nach der Partie deutlich. 

FC hätte mit Führung in die Pause gehen können

Dabei überwog zunächst noch das Positive. Vor allem im ersten Durchgang hatte der FC ein klares Chancenplus und hätte durchaus mit einer Führung in die Kabine gehen können – wenngleich die Eintracht optisch mehr vom Spiel hatte. „Es sah insgesamt sehr gut aus, aber wir müssen uns dann auch belohnen, gerade in der ersten Halbzeit“, sagte Schwäbe.

Am Ende bleibt ein Punkt – und die Erkenntnis, dass Aufwand und Ertrag beim FC auch im ersten Spiel unter dem neuen Trainer René Wagner noch nicht im richtigen Verhältnis stehen. Die Leistung stimmt in vielen Phasen, doch in den entscheidenden Momenten fehlt die Konsequenz. Oder, wie Schwäbe es formuliert: Es gibt Dinge, „die wir ganz klar noch mal ansprechen“ müssen. 

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