„Das war harzig“: Nach schwerer Saison künftig Führungsspieler?

Joël Schmied zeigte sich beeindruckt von Luis Diaz. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Joël Schmied zeigte sich beeindruckt von Luis Diaz. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Joel Schmied hat seine erste Bundesliga-Saison mit dem 1. FC Köln bestritten. Nach zwischenzeitlicher Leidenszeit will der Schweizer nun den nächsten Schritt gehen.

Als Joel Schmied im Sommer die Vorbereitung beim 1. FC Köln absolvierte, gehörte der Innenverteidiger schnell zu den Gewinnern. Nach seinem Wechsel im Winter 2025 hatte der Schweizer zunächst ein halbes Jahr gebraucht, um sich an den Fußball in Deutschland zu gewöhnen. In der Rückrunde der Zweitliga-Saison kam Schmied auf zwölf Einsätze, der große Durchbruch folgte dann aber erst einige Monate später.

In der Sommervorbereitung spielte sich der Abwehrspieler schließlich neben Timo Hübers fest und ging als Stammspieler in die Bundesliga-Saison. Der FC schien in Schmied einen langfristigen Baustein für die Defensive gefunden zu haben – bis Verletzungen den Aufschwung abrupt stoppten. „Ich bin ganz gut in die Saison gekommen, dann war die zweite Hälfte aber ein bisschen harzig wegen muskulärer Probleme“, blickte der 27-Jährige nun auf seine erste Spielzeit im Oberhaus zurück.

16 Bundesliga-Einsätze für Schmied

Im November wurde Schmied im Spiel gegen Eintracht Frankfurt erstmals schwerer ausgebremst. Das folgende Comeback im Frühjahr hielt schließlich nur kurz. Nach zwei weiteren Einsätzen verletzte sich der Schweizer erneut muskulär. Erst an den letzten drei Spieltagen stand Schmied wieder auf dem Platz, zuletzt zweimal von Beginn an. Insgesamt kam der Innenverteidiger auf 16 Bundesliga-Einsätze – deutlich weniger, als ohne die Rückschläge möglich gewesen wäre.

Umso größer scheint nun die Motivation für die kommende Saison. „Jetzt bin ich froh, dass ich wieder fit bin“, sagte Schmied. „Das gibt mir Energie, in der neuen Saison anzugreifen.“ Dabei möchte der Schweizer offenbar nicht nur sportlich den nächsten Schritt machen, sondern perspektivisch auch mehr Verantwortung übernehmen. Mit seiner ruhigen Art, seiner Bundesliga-Erfahrung aus der Premierensaison und der ungewissen Zukunft einiger Defensivspieler, könnte Schmied künftig noch wichtiger für die Mannschaft werden.

Das nimmt der Schweizer aus dem Bayern-Spiel mit

Dass er dafür genau beobachtet, wie sich absolute Topspieler verhalten, zeigte sich nach dem 1:5 beim FC Bayern München. Trotz der deutlichen Niederlage nahm Schmied aus der Partie einiges mit. „Wir können uns einiges abschauen. Da hat man den Ehrgeiz mitzuhalten“, erklärte der Verteidiger. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Arbeit gegen den Ball. „Nehmen wir Luis Díaz, der ist unglaublich aktiv, der kommt tief, macht viele Gegenbewegungen, kommt wieder tief, ist unberechenbar“, sagte Schmied. Solche Bewegungsmuster wolle er auch den eigenen Offensivspielern mitgeben, „weil das so schwer zu verteidigen ist“.

Aber auch das Verhalten der Bayern-Abwehr hinterließ Eindruck. „Wenn man sieht, wie Tah und Upamecano sich mit einer Ruhe am Ball verhalten, ist das beeindruckend. Das versuche ich dann mitzunehmen.“ Nach einer Saison mit vielen Rückschlägen will Schmied nun also wieder angreifen – und sich beim FC endgültig als feste Größe etablieren.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
35 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete