Marvin Schwäbe hat zum Abschluss der Saison mit dem 1. FC Köln fünf Gegentore beim FC Bayern München kassiert. Der Kapitän legt dabei nach einer durchwachsenen Saison einmal mehr den Finger in die Wunde und unterstreicht seine eigenen Ambitionen. Liegt seine Zukunft auch über 2027 hinaus beim FC?
Auch nach dem sicheren Klassenerhalt wollte sich Marvin Schwäbe nicht mit der Saison zufriedengeben. Bereits nach dem letzten Heimspiel gegen Heidenheim hatte der Kapitän betont, dass die gezeigten Leistungen „so nicht reichen“ würden, um dauerhaft in der Bundesliga zu bestehen. Nach dem 1:5 beim FC Bayern München zum Saisonabschluss legte der Torhüter nun noch einmal nach. 32 Punkte seien „nicht der Maßstab“, auch wenn das Minimalziel Klassenerhalt erreicht worden sei.
Gleichzeitig machte Schwäbe deutlich, dass seine eigenen Ansprüche über den reinen Ligaverbleib hinausgehen. „Jeder ist ambitioniert, ich bin auch ehrgeizig. Jeder will so hoch und gut spielen, wie es geht. Und das will ich am liebsten mit dem FC“, erklärte der 31-Jährige. Im Idealfall jedoch mit deutlich mehr Stabilität und Erfolg: „Mit zehn Punkten mehr kann man vor Saisonende vielleicht auch mal träumen, in Schlagweite zu den internationalen Rängen mitspielen zu dürfen – so, wie wir es schonmal geleistet haben.“ 2022 war Schwäbe mit dem FC und Steffen Baumgart als Tabellensiebter in die Conference League eingezogen.
Viele Verletzungen bringen Stabilität ins Wanken
Gerade der Saisonstart habe dabei gezeigt, welches Potenzial grundsätzlich in der Mannschaft steckt. Nach elf Punkten aus den ersten sieben Spielen und Rang sechs in der Tabelle sei durchaus Hoffnung aufgekommen, dass der FC eine ruhigere Saison spielen könnte. „Nach den ersten fünf Spielen hätte man denken können, dass es vielleicht dahin gehen kann“, sagte Schwäbe rückblickend.
Als einen entscheidenden Faktor für den späteren Einbruch nennt der Kapitän die vielen personellen Probleme – insbesondere in der Defensive. „Wir hatten eine gute Truppe zusammen, einige Verletzungen im Winter haben uns aber gerade defensiv aus der Bahn geworfen. Wenn man jede Woche zwei, drei Positionen ändern muss, geht die Stabilität auch verloren.“
Schwäbe spricht über seine Zukunft
Die Aussagen des Keepers lassen dabei auch Rückschlüsse auf seine eigene Zukunft zu. Schwäbe besitzt in Köln noch einen Vertrag bis 2027, machte dabei aber auch deutlich, dass er sich grundsätzlich vorstellen kann, noch länger beim FC zu bleiben. „Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in Köln, bin froh hier zu sein und kann mir das auch noch länger vorstellen“, sagte der Kapitän. Stand jetzt geht der Schlussmann jedoch mit einem auslaufenden Vertrag in die neue Saison, Gespräche über eine mögliche Zukunft werde man „abwarten“. Dabei schickte Schwäbe jedoch ein Signal an Sportchef Thomas Kessler: „Ich mache die Tür aber dafür auf.“
Eine Aussage, die intern durchaus aufmerksam registriert werden dürfte. Denn Schwäbe gehört nicht nur sportlich weiterhin zu den wichtigsten Spielern des FC, sondern auch innerhalb der Kabine. Das unterstrich auch Trainer René Wagner nach dem Saisonfinale. „Er ist ein super Typ, ich kenne ihn schon ganz lange“, sagte Wagner, der mit Steffen Baumgart im selben Jahr wie Schwäbe zum FC gewechselt war. „Er ist für die Kabine ganz wichtig und mit seinen Leistungen natürlich auch“, ergänzte der 37-Jährige. Damit ist klar: Will der FC in den kommenden Jahren den nächsten Schritt gehen, dürfte Marvin Schwäbe dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen – vorausgesetzt, die sportliche Entwicklung stimmt auch aus Sicht des Kapitäns.








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