FC erkundigt sich nach langjährigem DFB-Star – und lässt Kaufoption wohl verstreichen

Die Dortmunder Niklas Süle und Salih Özcan sitzen in Köln auf der Ersatzbank.
Abschied und Karriereende: Niklas Süle (hier in Köln mit Ex-FC-Profi Salih Özcan) wird seine Laufbahn beenden. (Foto: imago/Perenyi)

Beim 1. FC Köln herrscht in der Defensive auf nahezu allen Positionen Handlungsbedarf: Während Kristoffer Lund wohl nicht verpflichtet wird, zerschlugen sich Überlegungen über eine Verpflichtung von BVB-Star Niklas Süle.

Als Niklas Süle am Freitagabend den Rasen des Signal-Iduna-Parks ein letztes Mal verließ, erhoben sich die Fans von Borussia Dortmund gerührt von ihren Sitzen. Der Ex-Nationalspieler hatte in der Woche zuvor verkündet, seine Karriere beenden zu wollen – bereits mit 30 Jahren. 

Süle war in der 88. Minute beim 3:2-Sieg über Eintracht Frankfurt eingewechselt worden und konnte mit den Kollegen die Vizemeisterschaft feiern. Nun ist Schluss für den Verteidiger, der für die TSG Hoffenheim, den FC Bayern und eben den BVB spielte. In München feierte er fünf Meisterschaften, gewann die Champions League und die Club-Weltmeisterschaft.

1. FC Köln dachte über Niklas Süle nach

Doch nach schweren Verletzungen und anderen Rückschlägen beschloss Süle, sich nicht mehr auf Vereinssuche zu begeben. Der Körper und die Psyche machten nicht mehr mit. Das beendete dann auch Gedankenspiele, die am Geißbockheim angestellt wurden. Offenbar hatten sich Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten zumindest lose bei den Beratern von Süle nach den Möglichkeiten für eine Verpflichtung erkundigt. So berichtet es zumindest die Bild.

Der Plan war offenbar, der durchaus jungen Defensive mit Jahmai Simpson-Pusey (20) und Rav van den Berg (21) einen erfahrenen Profi an die Seite zu stellen, was nach dem Abgang von Dominique Heintz durchaus Sinn macht. Vor allem aus der MLS soll es weitere Interessenten für Süle gegeben haben. Doch mit der Verkündung des Karriere-Aus machte der 49-fache Nationalspieler, der unter anderem auch unter Gewichtsschwankungen gelitten hatte, allen Überlegungen ein Ende.

Kristoffer Lund mit ungewisser Zukunft

Handlungsbedarf herrscht in der FC-Defensive nicht nur im Zentrum, auch für die Flügel werden Alternativen gesucht. Auf der linken Seite hat sich zwar Kristoffer Lund einen Stammplatz erkämpft, blieb aber längst nicht fehlerlos. Der 23-Jährige war im Sommer auf Leihbasis vom italienischen Zweitligisten Palermo gekommen. Nun scheint man beim FC die Kaufoption für den US-Amerikaner, die zwischen zwei und drei Millionen Euro liegen soll, verstreichen lassen zu wollen. Entweder, weil sich eine bessere Alternative auftut. Oder weil man bei den Italienern noch den Preis drücken will.

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