Erst Torjubel, dann Tränen: Emotionale Momente für FC-Paar

Taylor Ziemer wird gegen Bremen in der 83. Minute eingewechselt. (Foto: Sylvia Eichinger)
Taylor Ziemer wird gegen Bremen in der 83. Minute eingewechselt. (Foto: Sylvia Eichinger)

Anna-Lena Stolze und Taylor Ziemer haben am Samstag beim Highlight-Spiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen einen emotionalen Tag erlebt.

Nach dem Sieg des 1. FC Köln gegen Werder Bremen (3:0) brachen alle Dämme. Die Spielerinnen der Geißböcke lagen sich in den Armen, tanzen im Kreis. Und mittendrin: Anna-Lena Stolze und Taylor Ziemer. Das FC-Paar umarmte sich, Ziemer traten Tränen in die Augen. Die Mitspielerinnen nahmen sie in den Arm.

Es war die Folge eines hochemotionalen Spiels für beide Spielerinnen. Nicht wegen der 30.000 Zuschauer im RheinEnergieStadion, sondern wegen der Leidenszeit, die hinter beiden liegt. Stolze erzielte am Samstag gegen Bremen überhaupt ihr allererstes Bundesliga-Tor für die Geißböcke. Ziemer wurde erstmals in dieser Saison eingewechselt und feierte ihr Comeback nach fast einem Jahr.

Comeback für Ziemer, Tor für Stolze

Gemeinsam war das Paar im Sommer 2024 vom FC Twente zum FC gewechselt. Doch Stolze hatte sich bereits am 1. Spieltag einen Kreuzbandriss zugezogen und war daraufhin die gesamte restliche Saison ausgefallen. Ziemer wiederum verletzte sich anschließend im Sommer 2025 und fiel monatelang aus. Dann der Schicksalsschlag: Im März verunglückte Ziemers Vater und starb nach einem Unfall.

Der FC half Ziemer, nahm sie aus dem Training, gab ihr Zeit das Geschehene zu verarbeiten. Gegen Hoffenheim am vergangenen Montag stand die 27-Jährige dann erstmals überhaupt in dieser Saison wieder im Spieltags-Kader, und gegen Bremen am Samstag kam dann ihr Moment: In der 83. Minute brachte Trainerin Britta Carlson die Angreiferin für Pauline Bremer ins Spiel. Das lange ersehnte und so emotionale Comeback.

Stolze und Ziemer verlängern gemeinsam

Ein Comeback, das bereits in der 36. Minute noch eine besondere Note bekommen hatte: Denn da hatte Bremer von der Strafraumgrenze abgezogen, ihr Schuss wurde zwar pariert, fiel aber Stolze vor die Füße und die Angreiferin schoss trocken mit rechts ein. Ihr allererster Bundesliga-Treffer für den FC nach fast zwei Jahren für die Geißböcke. Stolze konnte ihr Glück kaum fassen, lief zur Bank, wo sie unter einer Traube an Spielerinnen verschwand.

Hinterher jubelten Stolze und Ziemer gemeinsam vor und mit den Fans über den Sieg, das Tor und auch darüber, dass beide noch länger in Köln bleiben werden. Beide haben gemeinsam beim FC bis 2028 verlängert. „Ich kann es nicht abwarten, wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen“, hatte Ziemer bei der Verlängerung erklärt – und hinzugefügt: „…und als Profifußballerin den Traum weiterzuleben, den mein Vater und ich immer geteilt haben.“

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