Die Frauen des 1. FC Köln haben ihr Highlight-Spiel 2026 im RheinEnergieStadion gegen Werder Bremen verdient mit 3:0 (2:0) gewonnen. Heldin des Tages war die lange verletzte Anna-Lena Stolze.
Aus dem RheinEnergieStadion berichtet Marc L. Merten
Zum vierten Mal ist der 1. FC Köln mit den Bundesliga-Frauen im RheinEnergieStadion aufgetreten. Nach der Premiere 2023 vor 38.365 Fans gegen Eintracht Frankfurt (0:2) war 2024 Werder Bremen schon einmal zu Gast (FC gewann 2:1 vor 30.123 Zuschauern). Nach dem FC Bayern 2025 vor 35.711 Fans (0:3) sollte es nun wieder einen Sieg geben – und die Mannschaft von Britta Carlson erfüllte ihren Auftrag vor diesmal 30.411 Fans.
Tore und Highlights
20. Minute: Die FC-Frauen wollten unbedingt den Sieg im Highlight-Spiel und machten es von Beginn an gut. Die Belohnung folgte in der 20. Minute, als Larissa Mühlhaus eigentlich nur zu ihrer Torhüterin zurückspielen wollte. Doch Lydia Andrade griff den verunglückten Rückpass auf, umkurvte El Sherif und schoss aus spitzem Winkel zum 1:0 für den FC ein.
36. Minute: Emotional wurde es eine Viertelstunde später. Die Geißböcke legten nach – und es war Anna-Lena Stolze, die einen Konter verwertete. Zunächst bekam Pauline Bremer die Schusschance. Die Stürmerin zwang El Sherif zu einer Abwehr nach vorne. Stolze schaltete schneller als ihre Gegenspielerin, lief dem Ball entgegen und jagte die Kugel mit dem ersten Kontakt aus zwölf Metern ins Tor. Es war ihr erster Liga-Treffer für die Geißböcke überhaupt, nachdem sie in ihrer ersten Saison 2024/25 schwer verletzt ausgefallen war. Das 2:0 für den FC – der Pausenstand.
55. Minute: Die Geißböcke wollten nach der Pause sofort die Entscheidung herbeiführen – und das gelang. Nach einem abgewehrten Angriff blieb Pauline Bremer wach, erlief den Ball auf der linken Seite und flankte sofort. Im Zentrum war Sandra Jessen glockenfrei und ließ die Hereingabe über den Scheitel rutschen. Der Kopfball schlug zum 3:0 im langen Eck ein.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Degen, Hegering, Agrez – Imping (76. Leimenstoll), Vogt, Bohnen (83. Achcinska), Jessen – Stolze (59. Donhauser) – Bremer (83. Ziemer), Andrade (59. Wiankowska)
Zur Aufstellung: Carlson entschied sich für nominell vier Innenverteidigerinnen in der Startelf und damit für eine Dreierkette plus Bohnen auf der Sechs neben Vogt. Defensiv gab diese Formation Sicherheit, zudem fungierte Jessen auf links als taktikvariable Schienenspielerin, die im Spielaufbau nach vorne schob und so Platz für Agrez auf links machte. So schloss der FC hinten die Lücken und blieb vorne immer gefährlich.
Fazit
Der 1. FC Köln hat Wiedergutmachung betrieben. Nach dem 2:6 am vergangenen Montag in Hoffenheim und vor allem nach nur einem Sieg aus acht Spielen gelang in Müngersdorf endlich wieder ein Sieg. Und dieser war völlig verdient. In den Zweikämpfen griffig, die Nerven im Griff, vorne konzentriert und über 90 Minuten lang besser erfüllten sich die Geißböcke den Traum vom Dreier vor großer Kulisse. Drei Spieltage vor Schluss zeigte die Carlson-Elf endlich wieder ein anderes Gesicht und will nun die Saison ungeschlagen beenden.







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