Nagelsmann erklärt: So hat El Mala auf sein WM-Aus reagiert – dieser Spieler fährt für ihn mit

Said El Mala mit Julian Nagelsmann. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Said El Mala mit Julian Nagelsmann. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Große Enttäuschung für Said El Mala und den 1. FC Köln. Der Angreifer wird nicht bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko dabei sein. So erklärt Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Entscheidung.

Die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme von Said El Mala haben sich nicht erfüllt. Der Offensivspieler des 1. FC Köln gehört nicht zum deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte am Donnerstag auf der Pressekonferenz ausführlich, weshalb der Kölner Shootingstar am Ende nicht berücksichtigt wurde – und wie der Youngster selbst auf die Nachricht reagierte.

„Said hat sehr gut reagiert“, berichtete Nagelsmann dabei. „Er hat eine tolle Rückrunde gespielt und gut gescored.“ Der 38-Jährige hatte dabei in den vergangenen Monaten öffentlich von dem FC-Profi gefordert, in Köln Stammspieler zu werden und auch defensiv stärker gegen den Ball zu arbeiten. Anforderungen, die El Mala mit 20 Startelf-Einsätzen und 18 Scorerpunkten eigentlich mehr als erfüllt hat.

Maxi Beier und Leroy Sané statt Said El Mala

Der Bundestrainer stellte dabei ausdrücklich klar, dass die Nicht-Nominierung keine Kritik an El Malas Leistungen sei. Vielmehr gehe es um die Frage, welche Spielertypen am besten zur grundsätzlichen Idee der Nationalmannschaft passen. Dabei verwies Nagelsmann unter anderem auf die Rolle, die El Mala beim FC einnimmt: „Er passt zu der Spielidee von Köln sehr gut. Wir müssen dann überprüfen, ob er in unsere Spielidee, bei unserer Angriffshöhe, auch passt.“ Besonders die Spielweise der Geißböcke habe dabei eine Rolle gespielt. „Wenn man die Heatmap aus Köln sieht, ist die schon sehr nah am eigenen Tor, er hat da viel Konterraum.“

Für genau diese Rolle entschied sich der Bundestrainer letztlich für einen Spieler von Borussia Dortmund. „Wir haben für die Konter Maxi Beier dabei, der eine tolle Saison gespielt hat – mit einem extremen Fleiß und einer unfassbaren Mentalität in jeder Spielsekunde“, erklärte Nagelsmann. Auch Leroy Sané, bei Galatasaray mit nur einem Tor und einer Vorlage in diesem Kalenderjahr, hat den Vorzug vor El Mala erhalten. Die Entscheidung sei letztlich im Gesamtgefüge des Kaders gefallen. „Dann musst du abwägen“, sagte der Bundestrainer. „Du musst auf eine Gesamt-Thematik achten und überlegen, welche Spieler zusammenpassen und wie oft sie schon zusammengespielt haben.“

Nagelsmann sicher: „Saids Zeit wird kommen“

Besonders bitter: Noch am Dienstag hatte unter anderem der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, El Mala werde mit zur Weltmeisterschaft fahren. Am Donnerstag fehlte der Name des FC-Profis dann allerdings im endgültigen Kader. Trotz der Enttäuschung sieht Nagelsmann die Zukunft des Kölner Angreifers weiter positiv. „Saids Zeit wird kommen und er hätte es sich verdient“, betonte der Bundestrainer. Gerade deshalb seien solche Gespräche oft schwierig. Immerhin hob Nagelsmann ausdrücklich hervor, wie professionell El Mala und die übrigen nicht nominierten Spieler mit der Entscheidung umgingen: „Es hat kein Spieler unfair oder frech reagiert. Alle waren sehr höflich, sehr aufmunternd und Glück wünschend.“

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