Zur Weltmeisterschaft wird Said El Mala in diesem Sommer nicht fahren. Dennoch wird sich in den kommenden Wochen zumindest beim 1. FC Köln viel um die Geschicke des Angreifers drehen. Nun sind beim Club auch die ersten offiziellen Angebote eingetroffen.
„Es gibt keine Entscheidung, es gibt keine Tendenz“, sagte Thomas Kessler am Dienstag zur sportlichen Zukunft von Said El Mala. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Bundesliga-Shootingstar der abgelaufenen Saison auch in der kommenden Spielzeit für den 1. FC Köln aufläuft, dürfte auch der Sport-Geschäftsführer als eher gering einschätzen. „Der Trainer würde sich wünschen, dass er bleibt, weil er ein guter Spieler ist. Ich würde mir ebenfalls wünschen, dass er bleibt. Aber am Ende geht es nicht darum, sich etwas zu wünschen, sondern darum, die beste Entscheidung für den Club zu treffen.“
Und diese dürfte lauten: Den 19-Jährigen in diesem Sommer für eine Rekord-Summe zu verkaufen, um das eingenommene Geld in die Verstärkung des Kaders zu investieren. Zwar verwies Kessler darauf, dass El Mala „noch einen langen Vertrag“ bis 2030 habe – dieser beinhaltet zudem keine Ausstiegsklausel. „Trotzdem kennen wir alle das Geschäft“, ergänzte der Sportchef.
Kessler: „Das hat sich geändert“
Noch Anfang April hatte Kessler betont, dass ihm kein Angebot für El Mala vorliege, mit dem er sich ernsthaft auseinandersetzen müsse. „Das hat sich geändert“, bestätigte der ehemalige Torhüter nun auf eine entsprechende Nachfrage. „Inzwischen sind wir in einer Region angekommen, in der ich gesprächsbereit wäre.“ Namen von konkreten Clubs, die bereit wären, die kolportierten 50 Millionen Euro für den Spieler auf den Tisch zu legen, nannte Kessler jedoch nicht.
Zuletzt soll jedoch der FC Brentford in den Poker um den pfeilschnellen Flügelstürmer eingestiegen sein. Mit dem internationalen Geschäft können die „Bees“ jedoch nicht locken: Als Tabellenneunter verpasste der Premier-League-Club hauchzart die Conference League hinter Brighton & Hove Albion – die selbst seit Monaten das Kölner Juwel jagen.
Nicht nur Engländer zeigen Interesse
Dass El Mala jedoch am Ende auf die Insel wechselt, scheint dabei alles andere als in Stein gemeißelt. „Man muss das nicht auf ein Land reduzieren“, sagte Kessler. „Wenn man sich Said auf Datengrundlage anschaut, gibt es vermutlich nur wenige Clubs in Europa, die nicht über ihn stolpern. Ob sie dann in der Lage sind, die Preise zu bezahlen, die sich der 1. FC Köln vorstellen, ist eine andere Frage.“ Vereine aus England dürften das in jedem Fall sein – die Frage ist nur, welcher Club am Ende das Rennen macht. Oder ob es doch die ganz große Überraschung gibt, und El Mala doch noch ein weiteres Jahr beim FC bleibt. „Ich könnte sehr gut damit leben, wenn er nächste Saison hier spielen würde“, schloss Kessler das Thema ab.








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