Erzrivale schon mit sechs Neuzugängen: Worauf wartet der FC?

Thomas Kessler und Tim Steidten. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler und Tim Steidten. (Foto: Bucco)

Die Fans des 1. FC Köln wünschen sich die ersten externen Neuzugänge. Doch auf dem Transfermarkt herrscht beim FC noch Stillstand, während Borussia Mönchengladbach in die Vollen geht.

Der 1. FC Köln hält sich bislang auf dem Transfermarkt zurück. Zumindest haben die Geißböcke noch keine Neuzugänge präsentiert, wenn man von den gezogenen Kaufoptionen absieht. Derweil gibt Erzrivale Borussia Mönchengladbach auf dem Transfermarkt Gas. Woran hapert es beim FC?

Jakub Kaminski und Tom Krauß bleiben beim FC, so viel ist bekannt. Auch mit Jahmai Simpson-Pusey hat man nun eine Einigung gefunden, auch der Innenverteidiger unterschreibt langfristig. Das sind drei wichtige Planstellen, die Sportchef Thomas Kessler geschlossen hat. Zumindest, solange Kaminski tatsächlich bleibt und nicht per Ausstiegsklausel doch noch geht.

Hinweis bei Abubacarr Sedi Kinteh

Auch auf der Abgabenseite tut sich einiges. Denis Huseinbasic wird am Mittwoch offiziell den FC verlassen, er ist der achte Abgang nach dieser Saison. Der Kader wird verschlankt, es wird Platz geschaffen für Neuzugänge. Doch wer wird das sein? Wann kommen die Neuen? Haben die Geißböcke ohne einen Verkauf von Kaminski oder Said El Mala überhaupt das nötige Geld?

Der Transfer-Journalist Rudy Galetti berichtete am Dienstag, die Geißböcke hätten bei Tromsö IL hinterlegt, erst bei Abubacarr Sedi Kinteh all-in gehen zu können, sobald El Mala verkauft sei. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht. Doch der GEISSBLOG berichtete jüngst bereits, dass der FC im Fall ausbleibender Großverkäufe von El Mala oder Kaminski vornehmlich auf Leihgeschäfte gehen werde, während man bei Millioneneinnahmen auch selbst größere Transfers werde tätigen können.

FC sucht in höheren Transfermarkt-Regalen

Nach GEISSBLOG-Informationen hängt die bisherige Zurückhaltung auf dem Transfermarkt beim FC aber auch an etwas anderem: Die Geißböcke suchen nach echter Qualität – und stöbern bislang in Transfermarkt-Regalen, in denen der FC große Konkurrenz von Clubs hat, die mehr Geld zur Verfügung und sportlich noch bessere Perspektiven bieten können. Der FC traut sich offenbar an Spieler heran, an die man vor ein, zwei Jahren noch nicht hätte denken können. Oder aber an Spieler wie Fraser Hornby, die dann von finanzstärkeren Vereinen wie dem VfL Wolfsburg – trotz Zweitliga-Abstieg – abgeworben werden.

Daher gibt man sich dieser Tage am Geißbockheim auch noch gelassen, obwohl die Konkurrenz wie Borussia Mönchengladbach schon diverse Deals eingetütet hat. Durch den Verkauf von Rocco Reitz an RB Leipzig für 20 Mio. Euro konnten die Fohlen schon früh auf dem Markt aktiv werden und Spieler wie Isak Lidberg, David Herold, Yukhym Konoplya oder Enzo Leopold verpflichten.

FC nimmt Absagen in Kauf

Zur Wahrheit gehört aber auch: Drei dieser vier BMG-Neuzugänge kommen aus der 2. Bundesliga, und genau diesen Weg will man beim FC in diesem Sommer offenbar nicht vermehrt gehen. Kessler und Co. probieren es bislang in höheren Regalen. Nach GEISSBLOG-Informationen hat sich der FC daher offenbar schon mehrere Absagen eingehandelt. Doch die nehmen die FC-Bosse scheinbar gerne in Kauf – in der Hoffnung, dass mit etwas Geduld die ersten Zusagen schon bald eintreffen. Und mit diesen Transfers dann die Kader-Qualität deutlich gesteigert werden kann.

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