Kuriose Szene geht viral: Ausraster kostet Ex-FC-Mitarbeiter ersten Cheftrainer-Posten

Yuki Miyazawa, Ex-Coach bei RB Ardija
Vom Übersetzer beim 1. FC Köln zum Chefcoach in Japan: Yuki Miyazawa. Foto: imago/Aflosport

Beim 1. FC Köln fungierte Yuki Miyazawa einst als Übersetzer, danach begann sein Aufstieg zum Profi-Trainer. Doch ein kurioser Ausraster hat den Japaner jetzt seinen Job gekostet.

Im japanischen Fußball, da herrscht offenbar noch Ordnung und Disziplin. Spieler und Trainer müssen sich unter Kontrolle haben – Ausraster werden im Land der aufgehenden Sonne vielleicht härter bestraft als anderswo. Das bekam nun auch ein ehemaliger Mitarbeiter des 1. FC Köln zu spüren.

Aber der Reihe nach. Auf der Social-Media-Plattform X geht aktuell ein Clip viral, wurde nach einem halben Tag bereits mehr als zwei Millionen Mal aufgerufen. Er stammt aus dem Halbfinale der „J2/J3 Vision League“, einem Übergangsturnier im Frühling 2026, das die Zeit bis zum Sommer überbrücken sollte, weil sich die japanischen Ligen nun am europäischen Herbst-/Frühlingsmodell orientieren und ihre Meisterschaften nicht mehr im Kalenderjahr austragen.

Miyazawa stieß zum Team von Peter Stöger

Zu sehen ist, dass der Coach des japanischen Red-Bull-Ablegers RB Omiya Ardija vom Platz musste, weil er vor Wut gegen ein Hütchen getreten hatte. Was das jetzt mit dem 1. FC Köln zu tun hat? Nun, Thomas Kessler würde es Ihnen erzählen können, denn der Sportchef kennt diesen Trainer noch persönlich. Es handelt sich nämlich um Yuki Miyazawa, der seinen Weg im Fußball einst beim 1. FC Köln begann.


Als Student an die Sporthochschule nach Köln gekommen, holte ihn damals Sportdirektor Jörg Jakobs zum FC, damit er für den im Januar 2014 verpflichteten Kazuki Nagasawa übersetzen konnte. Im Sommer stieß dann noch Yuya Osako zum Team, auch hier half Miyazawa.

Aufstieg durch alle Red-Bull-Instanzen

Nach 18 Monaten beim FC begann sein erstaunlicher Weg durch die Red Bull-Instanzen. Von der Jugendabteilung über den Farmclub Lieferung arbeitete sich Miyazawa hoch und bekam als heute 40-Jähriger und A-Lizenz-Inhaber schließlich die Chance, den japanischen Zweitligisten RB Omiya Ardija als Chefcoach zu trainieren.

Doch am 23. Mai, beim 2:0-Sieg gegen den FC Gifu, wurden ihm ein kurzer Wutausbruch und das erwähnte Hütchen zum Verhängnis. Miyazawa sah die Rote Karte, flog nicht nur vom Platz, sondern wurde gleich ganz vor die Tür gesetzt. Es war sein letztes Spiel als Chefcoach – man hatte sich insgesamt mehr vorgestellt, schließlich soll auch in Japan ein RB-Club eine feste Größe in der ersten Liga werden.

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