„Win-win-Situation“: Sorgt dieser Vorstoß endlich für den Geißbockheim-Durchbruch?

Der Platz von Blau-Weiß-Köln am Decksteiner Weiher.
Ein möglicher Satellitenplatz für den FC: Statt Asche könnte am Fort Deckstein ein Kunstrasenplatz entstehen. Foto: 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hofft auf Linderung seiner Platznot am Geißbockheim – und die Kölner SPD springt dem Club zur Seite. Die Partei hat einen Antrag für die nächste Ratssitzung vorbereitet und sucht nun nach einer politischen Mehrheit.

Wie geht es für den 1. FC Köln bei der Suche nach den dringend benötigten zusätzlichen Plätze rund um das Geißbockheim weiter? Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster in der vergangenen Woche in letzter Minute den Entscheidungstermin von der Tagesordnung nahm, kommt nun lokal Bewegung in die Sache.

Wie von der FC-Spitze erhofft, befasst sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 2. Juli, um 14.30 Uhr, mit einer Lösung, die dem Club drei sogenannte Satellitenplätze zur Verfügung stellt. Die SPD hat einen entsprechenden Antrag formuliert und ihn am Dienstagabend allen demokratischen Parteien zur Diskussion vorgelegt. Derzeit laufen zwischen den Fraktionsspitzen die Telefone heiß, um einen Kompromiss zu finden, der im Rat mehrheitsfähig ist.

SPD bringt Satelliten-Modell in den Stadtrat

„Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Unser Vorschlag: Verlässliche Optionen für den FC und auch für den Breitensport“, sagt Oliver Seeck, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sportpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten zur Situation am Geißbockheim. „Wir schlagen das Satellitenplatz-Modell vor.“

Hierbei sollen, wie in der vergangenen Woche von der FC-Spitze erläutert, in unmittelbarer Nähe des Geißbockheims Trainingsmöglichkeiten entstehen, die auch in der dunklen Jahreszeit den Mädchen- und Jungen-Teams eine ausreichende und sichere Infrastruktur bieten. „Wir wollen erstens die Umwandlung des Tennenplatz an der Eichenkreuzanlage in einen modernen Kunstrasenplatz und den Bau zeitgemäßer Umkleidekabinen. Dazu die Ertüchtigung des Trainingsplatzes zwei direkt am Geißbockheim. Drittens: Die Erneuerung der Kampfbahn auf einen zeitgemäßen Hybridrasen mit Flutlichtanlage“, so Seeck.

Türoff: „Auch der Kölner Breitensport profitiert“

Beim 1. FC Köln war der Vorstoß sehnsüchtig erwartet worden, will man doch möglicherweise bereits im kommenden Winter über zusätzliche Trainingsmöglichkeiten verfügen. „Wir begrüßen den Vorstoß der SPD ausdrücklich. Er ist ein pragmatischer Kompromiss und schafft eine echte Win-win-Situation: Wir nehmen als 1. FC Köln eigenes Geld in die Hand, um veraltete städtische Sportanlagen zu ertüchtigen. Für uns bietet dieses Konzept nach jahrelangen Hängepartien endlich eine Perspektive, um unsere drängende Platznot spürbar zu lindern“, erklärt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff.

Der Kölner Finanzchef betont, dass außerhalb der FC-Nutzungszeiten der Breitensport die Anlagen nutzen könnte: „Gleichzeitig würde davon auch der Kölner Breitensport profitieren. Wir hoffen sehr, dass sich die anderen Fraktionen im Stadtrat diesem Weg anschließen und wir dann endlich in die Umsetzung gehen können.“

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