Der 1. FC Köln darf den Bau weiterer Trainingsplätze in unmittelbarer Nähe zum Geißbockheim umsetzen. Das hat der Kölner Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen.
Es ist ein wichtiger Erfolg für den 1. FC Köln. Am Donnerstag hat der Rat der Stadt Köln mit den Stimmen der SPD, CDU und Linken dem Umbau dreier Fußballplätze zugestimmt, die dem FC helfen werden, das Platzproblem am Geißbockheim in Teilen zu beheben. Die SPD hatte den Antrag eingereicht, drei Plätze dem FC zu ermöglichen.
Erstens soll der Ascheplatz an der Eichenkreuzanlage am Fort Deckstein in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Zudem sollen dort Kabinen errichtet werden. Alles auf Kosten des 1. FC Köln. Zweitens soll dem FC gestattet werden, seinen kleinen Naturrasenplatz 2 am Geißbockheim in einen Hybridrasen mit Flutlichtanlage umzuwandeln. Ebenfalls auf Kosten der Geißböcke. Drittens soll der Rasensportplatz „Kampfbahn“ am Haus am See in einen Hybridrasenplatz mit Flutlichtanlage umgewandelt werden. Auch das soll der FC zahlen.
Zwei neue Plätze plus Leistungszentrum
Am Donnerstag wurde beschlossen, dass alle drei Pläne umgesetzt werden sollen. Der FC bekommt also die Chance auf den Kunstrasenplatz am Fort Deckstein sowie die Umwandlung von Platz 2 am Geißbockheim in einen professionellen Hybridplatz. Letzterer wird zwar schon regelmäßiger vom FC genutzt, ist aber ein reiner Naturrasenplatz ohne professionellen Untergrund – und daher nicht ganzjährig und zu allen Uhrzeiten nutzbar. Das soll sich nun ändern. Und auch die lange umstrittene Kampfbahn soll in einen professionellen Fußballplatz umgewandelt werden.
Damit kann der FC endlich bauen – nicht nur die drei Plätze, sondern auch das Leistungszentrum, welches neben dem Franz-Kremer-Stadion auf dem bisherigen Kunstrasenplatz entstehen wird. Der Spatenstich für das Gebäude soll im Frühjahr 2027 erfolgen, wie Philipp Türoff unlängst bestätigt hatte, sofern die Platzfrage geklärt sei. Diese ist nun immerhin insoweit geklärt, dass die Geißböcke wissen: Wenn der Kunstrasenplatz neben dem Franz-Kremer-Stadion wegfällt, gibt es nun zwei neue Alternativen.
Ein Hintertürchen bleibt
Damit ist das generelle Platzproblem beim FC freilich nicht behoben. Um die Planungen des 1. FC Köln nicht noch weiter zu verzögern, hatte aber die SPD die Lösung in der Frage der Satellitenplätze vorangetrieben und kam damit durch. Ohne auf die noch immer hängige Gerichts-Entscheidung zu den Gleueler Wiesen warten zu müssen, kann es nun losgehen.
Allerdings wäre die Politik nicht die Politik, wenn es nicht auch da noch Hintertürchen geben würde. Denn dem Umbau der Kampfbahn soll noch eine umweltrechtliche Prüfung vorausgehend. Ob diese anschließend, wie bei den Gleueler Wiesen, wieder juristisch angefochten werden könnte, ist noch offen. Aber immerhin: Der FC hat endlich einen politischen Sieg errungen und kann mit seinen Plänen fortfahren.
So reagiert der 1. FC Köln
„Wir begrüßen den heutigen Beschluss des Kölner Stadtrats“, sagte Philipp Türoff am Abend. „Nach jahrelanger Blockade hat der Rat heute ein starkes Signal gesendet und ganz klar für den Sport in Köln gestimmt – und zwar ausdrücklich für den Spitzen- wie für den Breitensport gleichermaßen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesem lösungsorientierten Weg zugestimmt haben.“ Es zeichne „einen guten demokratischen Prozess aus, dass hier im Sinne der Sache auch mit wechselnden Mehrheiten hart, aber konstruktiv um die beste Perspektive gerungen wurde“.
Zum weiteren Vorgehen erklärte der FC-Geschäftsführer: „Nach diesem eindeutigen politischen Auftrag ist nun die Stadtverwaltung gefordert. Sobald die Genehmigungen vorliegen, starten wir umgehend mit der Umsetzung. Das war heute ein guter Tag, aber wirklich etwas zu feiern gibt es erst, wenn wir zur Tat schreiten können.“
Das macht Hoffnung für die politische und sportliche Zukunft der Stadt Köln.
Jörn Stobbe
Präsident Jörn Stobbe ergänzt: „Ich bedanke mich im Namen des 1. FC Köln bei den Antragstellern von SPD, CDU und FDP/KSG sowie großen Teilen der Linken, aber auch den übrigen demokratischen Parteien und den Beteiligten des Breitensports herzlich für die faire und konstruktive Diskussion in den letzten Monaten. Das macht Hoffnung für die politische und sportliche Zukunft der Stadt Köln.“








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