Der 1. FC Köln hat am Donnerstagabend wie erwartet die Verpflichtung von Luka Lochoshvili bekannt gegeben. Der Innenverteidiger wechselt vom 1. FC Nürnberg ans Geißbockheim. So erklärt Sportchef Thomas Kessler den Transfer.
Bis elf Tage vor dem Trainingsauftakt war Geduld gefragt, nun aber ist der erste echte Transfer des Sommers in trockenen Tüchern. Nach den festen Verpflichtungen der zuvor ausgeliehenen Jakub Kaminski, Jahmai Simpson-Pusey und Tom Krauß ist es Nürnbergs Luka Lochoshvili, der den Kader des 1. FC Köln als externer Neuzugang verstärken soll.
Der georgische Nationalspieler absolvierte am Donnerstag seinen Medizincheck in der MediaPark-Klinik, unterschrieb anschließend am Geißbockheim einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2029. Vier bis fünf Millionen Euro lässt sich der FC den 28-Jährigen kosten. Für einen Zweitliga-Verteidiger in seinem Alter durchaus eine stolze Summe, die bei nicht wenigen Fans für Stirnrunzeln sorgt.
Kessler: „Wertvolle Erfahrungen gesammelt“
Thomas Kessler erklärt, warum er bei Lochoshvili dennoch zuschlägt: „Wir freuen uns sehr, dass wir Luka von unserem Weg beim 1. FC Köln überzeugen konnten. Er hat in den vergangenen Jahren auf unterschiedlichen Stationen wertvolle Erfahrungen gesammelt und bringt genau das Profil mit, das wir für diese Position gesucht haben.“
Und zwar: „Mit seiner Persönlichkeit, seiner Zweikampfstärke und seiner körperlichen Präsenz – insbesondere in der Luft – wird er unserer Defensive zusätzliche Stabilität verleihen. Als Linksfuß komplettiert er unsere Besetzung in der Innenverteidigung und gibt unserem Kader auf dieser Position noch mehr Qualität. Wir sind überzeugt, dass Luka sportlich und menschlich hervorragend zu uns passt. Umso mehr freuen wir uns darauf, ihn künftig im FC-Trikot zu sehen.“
Wer Lochoshvili nicht mit allzu viel Skepsis begegnet, kann durchaus einige Parallelen zum früheren Kölner Leistungsträger Jeff Chabot erkennen. Mit seinen 1,92 Metern erinnert der FC-Zugang an die Türsteher-Statur des heutigen Stuttgart-Stars. Beide sind Linksfüße, zweikampfstark, vom Typ her Mentalitätsmonster und haben Tempo. Mit Lochoshvilis 34,4 km/h konnte von den Kölner Innenverteidigern in der vergangenen Saison lediglich Joel Schmied mithalten, mit seinen fünf Toren niemand – kein einziger FC-Verteidiger traf.
Lochoshvili freut sich auf „nächsten Schritt“
Lochoshvili bringt als potenzieller Nebenmann für Youngsters wie Jahmai Simpson-Pusey, Rav van den Berg und Julian Pauli zudem Erfahrung mit. Die deutsche Bundesliga ist für ihn zwar Neuland, das österreichische Oberhaus und die italienische Serie A kennt der 32-fache Nationalspieler aber. Mit Wolfsberg spielte er Europa League, mit der georgischen Nationalmannschaft bei der EM 2024 in Deutschland. Auf Clubebene ist der FC bereits sein achter Arbeitgeber.
„Als Fußballer möchte man immer so hoch wie möglich spielen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich beim 1. FC Köln in der Bundesliga meinen nächsten Schritt gehen kann“, fiebert Lochoshvili seinem persönlichen Aufstieg entgegen.
Ich freue mich auf einen großen Traditionsverein, die tollen Fans und mein neues Team.
Luka Lochoshvili
Nürnberg holte ihn vor einem Jahr für eine Million Euro vom italienischen Zweitligisten Cremonese. Mit einer konstanten Saison für den Club (fünftbester Notenschnitt aller Zweitliga-Verteidiger beim Kicker) konnte Lochoshvili seinen Marktwert vervielfachen, wurde zuletzt von mehreren Erstligisten aus Deutschland sowie dem Ausland umworben.
Warum er sich für den FC entschieden hat? „Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr positiv und haben mich von dem Weg überzeugt. Ich freue mich auf einen großen Traditionsverein, die tollen Fans und mein neues Team.“







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