Nach über einem Jahrzehnt: Jetzt hat der FC wirklich wieder eine Perspektive

So sollen bald alle Kabine im alten Gebäude des Geißbockheims der FC-Akademie aussehen. (Foto: Bucco)
So sollen bald alle Kabine im alten Gebäude des Geißbockheims der FC-Akademie aussehen. (Foto: Bucco)

Der Kölner Stadtrat hat den Antrag zum Satellitenplatz-Modell beschlossen und damit dem 1. FC Köln das erste Mal seit über einem Jahrzehnt eine echte Perspektive geliefert.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Eigentlich funktioniert in Köln nur noch sehr wenig. Die Stadt blockiert sich seit vielen Jahren selbst. Egal, welches Projekt: Entweder scheitern gute Ideen an Bürokratie, Ideologie oder politischen Machtkämpfen – oder die Kosten explodieren, ohne dass jemand dafür die Verantwortung übernimmt. Der 1. FC Köln kann von diesen Dramen ein Liedchen singen.

Ein Liedchen, das zwölf Jahre lang angedauert hat. Gebrochene Worte, leere Versprechungen, Wahlkampf-Lügen, politische Patt-Situationen, Bürgerinitiativen, Gerichtsverfahren: Die Liste an Hürden ist lang, die der FC nehmen musste, um eine Zukunft für das Geißbockheim zu schaffen. Doch nun ist eine Lösung gefunden. Das Ende der Hängepartien ist erreicht.

Alle profitieren und der FC zahlt – eigentlich genial

Die nun vom Stadtrat genehmigten Satellitenplätze sind ein großer Schritt für den FC, um die Heimat am Geißbockheim nicht auf Kosten sportlichen und infrastrukturellen Rückschritts zu erhalten. Jetzt kann es endlich losgehen – sofern den Verhinderern und Blockierern der letzten Jahre nicht noch weitere faule Tricks einfallen, um einer Entscheidung im Wege zu stehen, die schon seit vielen Jahren demokratisch legitimiert ist.

Es war längst an der Zeit, auch von der Politik Farbe zu bekennen. In dieser Woche ist dies geschehen, und es darf als wichtiger Schritt für die ganze Stadt gewertet werden. Der FC profitiert, DJK Südwest profitiert, Blau-Weiß Köln profitiert, Ballfieber Colonia profitiert. Fußball-Verückte, ob Alt oder Jung, profitieren. Und für all das muss die Stadt noch nicht mal zahlen, weil der FC die Rechnung übernimmt. Man kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln, dass es für diese Lösung Jahre gebraucht hat.

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