Satelliten-Modell nimmt Hürden: FC kann auf Teilerfolg im Stadtrat hoffen

Rasenplatz von Blau-Weiß Köln.
Noch umstritten: Der in die Jahre gekommene Rasenplatz am Fort Deckstein. Foto: 1. FC Köln

Hilft der Stadtrat dem 1. FC Köln in seiner Platznot? Der Antrag der Kölner SPD nimmt hinter den Kulissen die ersten Hürden. Eine Mehrheit für eine Teillösung zeichnet sich ab.

Nachdem der 1. FC Köln den Antrag der SPD über die Einrichtung der Satellitenplätze begrüßt hat, sind deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Oliver Seeck und seine Kollegen in den Gesprächen mit den anderen demokratischen Parteien weitergekommen.

Es zeichnet sich vor der Sitzung am 2. Juli 2026 zumindest für die Einrichtung eines modernen Kunstrasenplatzes am Fort Deckstein und für die Ertüchtigung des Trainingsplatzes zwei am Geißbockheim mit einem modernen Hybridrasen eine demokratische Mehrheit ab.

Kampfbahn-Umbau könnte im Rat scheitern

Dagegen scheint der Umbau des Rasenplatzes auf der sogenannten Kampfbahn im Vorfeld nicht die nötigen Stimmen zu finden. „Wir bleiben dabei: Es ist an der Zeit, verlässliche Lösungen für den 1. FC Köln zu finden“, sagt Seeck über die Maßnahmen, die von den Profifußballern finanziert werden würden. „Diese Lösung hilft auch dem Breitensport, weil die Plätze außerhalb der Nutzungszeiten durch den FC anderen Vereinen zur Verfügung stehen.“

Die Stärke der rechtsextremen AfD-Fraktion machen die Entscheidungsfindungen im Stadtrat schwierig – niemand will, dass sich Demokratiefeinde am Ende als Wohltäter des 1. FC Köln aufspielen können.

Daher wird hinter den Kulissen gerungen, die SPD hat alle demokratischen Kräfte eingeladen, sich hinter den Antrag zu stellen und führte konstruktive Gespräche mit Grünen, CDU, Volt und den Linken. Damit es den Umweltschützern erleichtert wird, einer Lösung zuzustimmen, sollen alle Maßnahmen – insbesondere die Flutlichtanlagen – einer Umweltprüfung unterzogen werden.

SPD zuversichtlich

Allerdings hatte sich keine Fraktion bis zum Antragsschluss am Montag dazu durchgerungen, sich offen mit hinter das „Satellitenmodell“ zu stellen. Trotzdem bleibt man bei der SPD zuversichtlich, zumindest für zwei der drei Plätze eine Mehrheit zu finden, was dem FC in seiner Platznot zumindest schon einmal einen kleinen Schritt weiterhelfen könnte. 

Seeck: „Die anderen demokratischen Fraktionen sind weiter herzlich eingeladen, sich unserem Antrag anzuschließen. Wir würden uns über eine breite Mehrheit für eine zukunftsfähige Lösung sowohl für den 1. FC Köln als auch den Breitensport freuen.“

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