Der nächste Neustart beim DFB – und lukrative Aussichten für den 1. FC Köln. Warum die Geißböcke vom Umbruch unter dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp finanziell profitieren könnten.
Während die Weltmeisterschaft in die heiße Phase geht, arbeitet der DFB am nächsten Umbruch. Jürgen Klopp ist auf dem besten Weg, der künftige Bundestrainer zu werden. Laut einer Mitteilung des Verbands wurde bereits „eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt“. So bitter das frühe Ausscheiden in Amerika auch war: Aus Sicht des 1. FC Köln könnte der nun folgende Neustart unter Klopp durchaus lukrativ sein.
Noch bevor Julian Nagelsmann entlassen war, sprach sein designierter Nachfolger Klopp bei MagentaTV über die Gesichter der Zukunft – und erwähnte umgehend Said El Mala. Ohnehin scheint für jeden Experten klar zu sein, dass an dem Kölner Shootingstar kein Weg mehr vorbeiführt. Auch Christoph Kramer und Per Mertesacker waren sich im ZDF sofort einig, dass El Mala künftig „auf jeden Fall dabei“ ist.
Geht El Mala erst als Nationalspieler?
So darf der FC, der nach dem geplatzten Brentford-Wechsel und ausbleibenden weiteren Angeboten aktuell fest mit El Mala für die kommende Bundesliga-Saison plant (der GEISSBLOG berichtete), auf eine erneute Wertsteigerung seines Juwels hoffen. Sorgt der 19-Jährige künftig auch im DFB-Dress für Furore und bleibt er tatsächlich ein weiteres Jahr in Köln, winken im kommenden Sommer womöglich noch mehr als die derzeit angepeilten 50 Millionen Euro Ablöse.
El Mala selbst gab sich am Samstag bei Sky gelassen. Bislang habe er keinerlei Verbindungen zu Klopp gehabt. „Wenn er mich ruft, freue ich mich. Wenn nicht, ist es so. Ich warte einfach.“ Fakt ist: Nach dem WM-Debakel benötigt der DFB zwingend frische Gesichter, die Lust auf die Zukunft machen. Sollte El Mala zum Liga-Start an die Leistungen seiner Debüt-Saison anknüpfen, wird er bei den ersten Klopp-Länderspielen in der Nations League definitiv dabei sein. Ende September und Anfang Oktober geht es gegen die Niederlande, Serbien und zweimal Griechenland.
Auch Urbig und Bisseck lassen den FC hoffen
Teil des Kaders dürften dann auch Jonas Urbig und Yann Aurel Bisseck sein. Zwei Kölner Eigengewächse, die dem FC ebenfalls noch die eine oder andere Überweisung einbringen könnten. Im Zuge von Urbis Bayern-Transfer wurden diverse Bonus-Zahlungen ausgehandelt – darunter auch welche, die sich auf die Nationalmannschaft beziehen.
Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, würde der FC für Urbigs erstes Pflichtspiel bei der A-Nationalmannschaft mehr als eine Million Euro kassieren. Die Partien in der Nations League gelten als Pflichtspiele und es ist nicht ausgeschlossen, dass der 22-Jährige Deutschlands künftige Nummer eins wird, auch wenn bei den Bayern vorerst noch Manuel Neuer die Mehrzahl der Spiele erhält. Weltmeister Christoph Kramer tippte nach dem WM-Aus auf Urbig als Nummer eins, da unter den deutschen Torhütern „noch keiner dabei ist, der die absolute Weltklasse ist“.
Bissecks Bundesliga-Rückkehr verschoben?
Bei Bisseck wiederum war es ähnlich wie bei El Mala: Viele Fans und Experten hätten sich ihn schon im WM-Kader gewünscht. Schließlich war der gebürtige Kölner in der Rückrunde Stammspieler beim italienischen Meister Inter Mailand.
In Bissecks Fall würde der FC bei einem internationalen Transfer durch den FIFA-Solidaritätsbeitrag mitverdienen. Zuletzt wurde der 25-Jährige mit Bayern München in Verbindung gebracht, laut der Gazzetta dello Sport ist Bisseck aber zunächst weiter bei Inter eingeplant. Langfristig gesehen soll er von einer Rückkehr in die Bundesliga träumen – dann womöglich als Nationalspieler mit einer noch höheren Ablöse als den aktuell kolportierten 40 Millionen Euro, die dem FC etwa eine Million Euro bescheren würden.
Wir haben den Vertrag aber so gestaltet, dass der FC noch länger dabei bleibt, wenn er sich gut entwickelt – und das tut er zum Glück.
Philipp Türoff über Urbig
Philipp Türoff bestätigte im GEISSBLOG-Interview jüngst, dass man bei den abgewanderten Eigengewächsen je nach Vertragsgestaltung „durchaus noch geraume Zeit beteiligt sein“ könnte. „Bei Jonas Urbig sind wir das, und bei Yann Bisseck auch schon lange Zeit“, so der FC-Geschäftsführer.
Urbigs Nominierung als Trainingstorhüter bei der WM und sein Kaderplatz bei den Testspielen gegen Finnland und die USA im Vorfeld des Turniers zählten „nicht für das, was wir mit dem FC Bayern München vereinbart haben“, verriet Türoff zudem. Doch: „Wir haben den Vertrag so gestaltet, dass der FC noch länger dabei bleibt, wenn er sich gut entwickelt – und das tut er zum Glück.“








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