Souverän geht anders, aber die wichtigste Nachricht lautet: Der 1. FC Köln steht nach einem 2:1-Erfolg bei den Würzburger Kickers in der 2. Runde des DFB-Pokals. Auch für die Profis und die Verantwortlichen stand das Weiterkommen am Montagabend über allem. Die Stimmen zum Spiel.
Aus der Akon Arena in Würzburg berichtet Martin Zenge
Marvin Schwäbe
„Es war ein hartes Stück Arbeit, aber das war uns von vornherein klar. Würzburg ist eine gute Mannschaft. Sie hat sehr gute Konter- und Zielspieler. Ich glaube, dass wir dennoch gut gearbeitet und verdient gewonnen haben. Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir das bessere Team sind und ruhig bleiben müssen. Die Chancen waren auch in der ersten Hälfte da, die wollten wir dann gezielter zu Ende spielen. Das haben wir dann auch gemacht. Isak hat heute einen hervorragenden Tag gehabt – es kann so weitergehen, gerne mehr davon (lacht). Jedes Spiel ist ein Schritt nach vorne. Wir können das jetzt analysieren. Es ist klar, dass heute auch nicht alles schön war. Da müssen wir nicht drumherum reden.“
Isak Johannesson
„Ich bin sehr glücklich, dass ich der Mannschaft mit den beiden Toren helfen konnte. Die erste Runde im Pokal ist immer schwer, so war es auch letztes Jahr in Regensburg. Das Wichtigste ist, in die nächste Runde zu kommen.“
Thomas Kessler
„Wenn du im DFB-Pokal bei einem Drittligisten startest, weißt du immer, dass es eine harte Aufgabe wird. Ich glaube, wir sind gut ins Spiel gekommen und hätten in Führung gehen können. Dann kommt es aber manchmal an solchen Abenden so: Dann fliegt eine abgefälschte Flanke an Mann und Maus vorbei und geht rein. Wir haben bis zur Halbzeit gebraucht, um uns zu schütteln. Wir waren nicht mehr so zielstrebig. In der zweiten Halbzeit war es – souverän, wäre übertrieben – so, dass wir auf unsere Chancen gewartet haben, um uns durchzuspielen. Wir haben uns am Ende sehr verdient durchgesetzt. Natürlich wünscht man sich, so ein Spiel klarer zu gestalten, aber Kompliment an Würzburg, die uns das Leben hier schwer gemacht haben. Natürlich ist der DFB-Pokal für den FC ein total lukrativer Wettbewerb. Unser Wunsch ist, in der nächsten Runde ein Heimspiel zu bekommen, aber nicht direkt gegen die Bayern. Dann wollen wir natürlich auch in die dritte Runde kommen.“
René Wagner
„Das war das erwartet schwere Spiel für uns gegen einen gut verteidigenden Gegner. Wir haben ein unglückliches Gegentor bekommen. Trotzdem haben wir versucht, weiter nach vorne zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht, haben die Tiefe besser attackiert. Beim 1:1 hatten wir ein bisschen Glück, das gehört im Pokal aber dazu. Das 2:1 war schön herausgespielt über die rechte Seite. In der allerletzten Minute hatten wir natürlich wieder Glück mit dem Pfostentreffer. Am Ende haben wir aber nicht viel zugelassen. Ich glaube, es war mein fünftes Erstrunden-Spiel mit dem 1. FC Köln im Pokal, das erste als Cheftrainer. Es war nie einfach. Wir haben uns immer ein bisschen schwergetan – das gehört im Pokal dazu. Umso stolzer bin ich, dass wir es geschafft haben und in der 2. Runde stehen.“
Michael Schiele
„Wir sind riesig enttäuscht. Wir wussten, dass ein schwerer Gegner mit viel Power auf uns zukommt. Nach 15 Minuten konnten wir mal durchatmen, da hatten wir das nötige Glück. Der Druck war da und wir haben uns befreit. Aus einer kleinen Drangphase haben wir das glückliche 1:0 erzielt. In der zweiten Halbzeit haben wir genauso leidenschaftlich verteidigt. Das zweite Gegentor war top herausgespielt, aber wir müssen die Situation anders klären. Der Gegner hat das gnadenlos ausgenutzt. Wir haben alles probiert, haben viele Offensive gebracht. Es war schade, dass wir das 2:2 nicht gemacht haben. Dann wäre es für den FC schwer geworden, dann hätten wir einen Push gehabt. Wir sind trotzdem stolz, dass wir uns wacker verkauft und viel investiert haben.“







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