Hinweis auf Durchbruch? Tottenham knackt die 400 – Moore knüpft FC-Kontakt

Sportchef Thomas Kessler mit Kaderplaner Tim Steidten. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Sportchef Thomas Kessler mit Kaderplaner Tim Steidten. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Während der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim schlug, spielte Mikey Moore erneut für Tottenham Hotspur. Lassen die Londoner den FC-Wunschspieler nach einem weiteren Top-Transfer endlich ziehen? Ein Profi der Geißböcke liefert womöglich einen Hinweis auf den nahenden Durchbruch.

Es war das vorerst letzte Mal, dass René Wagner auf einer Pressekonferenz Fragen nach möglichen Neuzugängen parieren musste. Am kommenden Mittwoch, wenn der Trainer des 1. FC Köln am Geißbockheim über das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart spricht, wird das Transferfenster bereits geschlossen haben. Am Samstag, nach dem 3:2-Sieg gegen Hoffenheim, wiegelte Wagner auf GEISSBLOG-Nachfrage erneut ab.

Welche Wünsche er kurz vor dem Deadline Day an Thomas Kessler habe? „Die kennt der Thomas, aber die sind nichts für hier“, lautete die kurze Antwort des Coaches. Kessler verfolgte die Pressekonferenz wie gewohnt vor Ort und schmunzelte, konnte am Samstag jedoch keinen neuen Stand verkünden.

1. FC Köln „nicht im Driver’s Seat“

Mit Anbruch der neuen Woche bleiben dem FC zwei Tage, um die noch gewünschten Transfers zu tätigen. Ein zweiter Linksverteidiger soll kommen, zudem eine Verstärkung für die Offensive. Vor Anpfiff der Hoffenheim-Partie hatte sich Kessler bezüglich weiterer Verstärkungen bei Sky „zuversichtlich“ gezeigt, jedoch auch durchblicken lassen: „Wir sind auf dem Transfermarkt nicht im Driver’s Seat.“

Letztere Aussage dürfte sich auf das seit Wochen anhaltende Werben um Tottenhams Mikey Moore bezogen haben. Das Portal Football Insider berichtete am Freitag, dass die FC-Verantwortlichen täglich bei den Spurs anrufen würden, um doch endlich die Freigabe für das Offensiv-Juwel zu erhalten.

Moore wurde allerdings auch am Samstag noch in London benötigt. Nach seinem starken Auftritt samt Traumtor im Ligapokal gegen Charlton wurde der 19-Jährige am zweiten Premier-League-Spieltag gegen Newcastle nach 68 Minuten eingewechselt. Nach dem 0:3 zum Auftakt in Brentford setzte es mit einem 0:2 die nächste Niederlage.

Tottenham holt auch Ndiaye

Womöglich hilft es dem FC, dass Moore die Pleite nicht verhindern konnte – sich nicht noch mehr in den Vordergrund spielte. Stattdessen sieht sich Tottenham weiterhin gezwungen, auf dem Transfermarkt nachzulegen. Iliman Ndiaye soll für kolportierte 70 Millionen Euro von Everton zu den Spurs wechseln. Damit würde Tottenham als vierter Club die 400-Millionen-Marke bei den Transferausgaben knacken. Für mehr als 350 Millionen Euro haben die Londoner bereits eingekauft.

Das Interessante aus FC-Sicht: Ndiaye ist Rechtsaußen, auf dieser Position hatte in den ersten beiden Pflichtspielen der Saison jeweils Moore begonnen. Mit Mohammed Kudus, Mathys Tel, Savinho und Ndiaye wären die Flügel des aktuellen Premier-League-Schlusslichts jeweils doppelt besetzt.

Moore hätte riesige Konkurrenz im Kampf um die für seine Entwicklung nötige Spielpraxis. „Ich würde ihn gerne behalten, weil er zwar noch jung, aber ein guter Spieler ist“, hatte Trainer Roberto De Zerbi zuletzt erklärt und nachgeschoben: „Wir dürfen keine falsche Entscheidung treffen, denn er muss auf jeden Fall spielen und Spielpraxis sammeln.“

Simpson-Pusey und Moore folgen sich

In Köln könnte er das an der Seite von Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey tun, zwei weiteren englischen Top-Talenten. Durchaus spannend: Moore und Simpson-Pusey folgen sich seit Sonntagabend auf Instagram. Nur ein Zufall zu diesem auf dem Transfermarkt brisanten Zeitpunkt – oder doch schon ein Hinweis, dass Tottenham endlich grünes Licht gibt? Spätestens am Dienstagabend, wenn um 20 Uhr das Wechselfenster schließt, herrscht Gewissheit. Zusammengespielt haben Moore und Simpson-Pusey bislang weder auf Vereins- noch auf Nationalmannschaftsebene.

René Wagner wiederholte am Samstag derweil, was er schon vor dem Sieg gegen Hoffenheim beteuert hatte: Der aktuelle Kölner Kader sei absolut konkurrenzfähig. „Wir haben jetzt zwei, drei Wochen darüber gesprochen, ob der Kader Bundesliga-tauglich ist. Das haben wir heute gesehen“, sagte der FC-Trainer und betonte: „Der Kader ist Bundesliga-tauglich – wir sind in der Lage, Spiele zu gewinnen gegen Mannschaften, die um Europa mitspielen.“

Er sei „stolz darauf, dass wir die ganze Zeit ruhig geblieben sind, dass wir uns auch nicht haben beirren lassen von einem vielleicht komplizierten Spiel in Würzburg“. Wagner erneuerte sein Versprechen: „Unser Kader ist gut genug, unser Kader wird uns in der Liga halten.“ Und dennoch soll dieser Kader noch verstärkt werden.

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