Tigges-Hattrick sorgt für zweite Pleite – FC-Doppelpacker humpelt vom Platz

Luca Waldschmidt ging mit Schmerzen vom Feld. (Foto: GEISSBLOG)
Luca Waldschmidt ging mit Schmerzen vom Feld. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln hat auch das zweite Testspiel beim SC Paderborn verloren. Beim 3:4 (2:1) gegen den Aufsteiger traf mit Steffen Tigges ein alter Bekannter der Geißböcke dreifach. Kölns Doppelpacker Luca Waldschmidt musste derweil angeschlagen vom Platz.

Aus der Home Deluxe Arena berichtet Martin Zenge

Teil zwei der Generalprobe – und die zweite Niederlage für den 1. FC Köln. Nach dem 2:3 im Aufeinandertreffen der beiden A-Teams (hier geht’s zum Spielbericht) unterlagen die Geißböcke auch im zweiten Test. Der während seiner drei Jahre in Köln oft glücklose Steffen Tigges glänzte mit einem Hattrick.

Tore und Highlights

15. Minute: Wie im ersten Spiel gehörte die Anfangsphase Paderborn. Ein kapitaler Schnitzer lud den Aufsteiger zur Führung ein. Ex-FC-Stürmer Tigges schnappte sich einen viel zu kurzen Rückpass, umkurvte Ron-Robert Zieler und schob zum 0:1 ein.

16. Minute: Nach einem Eckball war es eine Kopfball-Kombination von Joel Schmied und Rav van den Berg, die den schnellen Ausgleich hätte bringen können. Aber SCP-Keeper Schubert parierte stark.

21. Minute: Dennoch ließ das 1:1 nicht lange auf sich warten. Rechtsaußen Youssoupha Niang spielte ins Zentrum, wo Luca Waldschmidt den Ball geistesgegenwärtig passieren ließ – Isak Johannesson schob zum Ausgleich ein.

30. Minute: Anders als in der ersten Partie drehte nun der FC das Spiel. Youngster David Fürst eroberte den Ball und flankte von der rechten Seite auf Waldschmidt, der zielgenau zum 2:1 ins lange Eck traf.

43. Minute: Es fehlte nicht viel, und der FC hätte eine noch höhere Führung mit in die Kabine genommen. Erst schoss Jonathan Friemel nach eigener Balleroberung knapp vorbei, dann scheiterte Waldschmidt an der Latte.

49. Minute: René Wagner wechselte zur Pause doppelt, brachte Julian Pauli für Jonathan Friemel und Torhüter-Neuzugang Martin James für Zieler. Schmied übernahm die Rechtsverteidiger-Position von Friemel und James war direkt gefragt. Bei einer Paderborner Doppelchance von Tigges und Okpala verhinderte der Franzose zweimal glänzend den Ausgleich.

50. Minute: Und apropos glänzend. Auf der Gegenseite gelang Waldschmidt der schönste Treffer des Nachmittags. Aus 18 Metern setzte der Spielmacher den Ball exakt in den linken oberen Winkel zum 3:1.

52. Minute: Aber Paderborn blieb dran. Nach einer Flanke von Müller war Tigges per Kopf zur Stelle, brachte den SCP auf 2:3 heran.

57. Minute: Der Ausgleich! Das ging viel zu einfach für Paderborn über die rechte Kölner Abwehrseite. Götze schlug einen Haken und schoss zum 3:3 ein.

61. Minute: Bitter für Waldschmidt. Der Doppelpacker hielt sich den rechten Oberschenkel und humpelte angeschlagen zur Bank. Mit einem Physiotherapeuten ging es für ihn direkt weiter in die Kabine. Bleibt zu hoffen, dass es sich lediglich um eine Zerrung und nicht um eine strukturelle Verletzung handelt.

68. Minute: Wieder Tigges! Erst retteten James und der Pfosten, dann auch noch Fürst auf der Linie. Doch Tigges, der in 81 Pflichtspielen für den FC zehnmal getroffen hatte, staubte mit seinem dritten Tor des Nachmittags zum 3:4 ab.

80. Minute: Bülter hatte aus spitzem Winkel die Chance zum Ausgleich, Schubert stand dem 4:4 aber im Weg. Wieder setzte sich Paderborn knapp und torreich durch.

Personal

So spielte der FC: Schwäbe (46. James) – Fürst, Schmied, van den Berg, Friemel (46. Pauli) – Kristal (81. Neves), Johannesson – Niang, Waldschmidt (61. Yacobi), Heskey (81. Akumu) – Bülter

Zur Aufstellung: Die Elf der vermeintlichen Herausforderer. Wagner hatte angekündigt, dass er auf eine Formation setzen wird, die so auch in Würzburg auflaufen könnte – das war jene aus dem ersten Spiel. Wobei der FC-Trainer noch ein, zwei neue Kombinationen ausprobieren wollte. So dürfte beispielsweise Johannesson ein Startkandidat für die A-Elf bleiben.

Fazit

Vor allem in der Defensive war es nicht der Nachmittag des 1. FC Köln. Bei allem Respekt für Paderborn: Sieben Gegentore in zwei Partien gegen einen Aufsteiger sind einfach viel zu viele. Wie schon im ersten Testspiel leisteten sich die Geißböcke eine Tiefschlaf-Phase, kassierten nun drei Gegentreffer in 16 Minuten. Keine Frage, vor dem ersten Pflichtspiel im Pokal in Würzburg und vor allem mit Blick auf den Bundesliga-Auftakt wartet noch viel Arbeit.

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