Einzelkritik: Hoffenheim-Held diesmal Totalausfall – keiner besser als Drei

Thijs Dallinga stand nach dem verschossenen Elfmeter im Spiel gegen Werder Bremen neben sich. (Foto: imago/beautiful sports)
Thijs Dallinga stand nach dem verschossenen Elfmeter im Spiel gegen Werder Bremen neben sich. (Foto: imago/beautiful sports)

Der 1. FC Köln tritt nach dem Remis gegen Werder Bremen auf der Stelle. Sturm-Neuzugang Thijs Dallinga – gegen Hoffenheim der Held – war nicht nur wegen des Elfer-Fehlschusses ein Totalausfall. Selbst Torschütze Linton Maina verdiente sich keine Top-Wertung. Die Noten und Zeugnisse in der GEISSBLOG-Einzelkritik.

Aus Müngersdorf berichten Alexander Haubrichs und Marc L. Merten

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Unnötig viel langer Hafer bei den Abschlägen. Als aber Moore in der Nachspielzeit der ersten Hälfte startete, verweigerte er den weiten Ball, was das Stadion mit Unverständnis kommentierte. Bei Dinkcis Lattentreffer noch im Glück, beim Gegentreffer machtlos.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Alessio Castro-Montes

Spielte auf Bewährung. Verlor gleich das erste Duell mit Grüll. Direkt danach der nächste Patzer. Fing sich dann aber, war auch nach vorne an ein paar guten Aktionen beteiligt. Erneut neben Licht auch viel Schatten beim Belgier.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Jahmai Simpson-Pusey

Etwas unsicher im Kombinationsspiel, spielte teilweise Bälle unbedrängt ins Aus. Klärte kurz vorm Pausenpfiff gegen Dinkci. Ging gegen Deman gleich nach Wiederanpfiff nicht wirklich hin, ließ ihn schießen, was glücklicherweise ungestraft blieb. Der Engländer legte beim Gegentor unfreiwillig Füllkrug den Ball vor die Füße. Eigentlich als Abwehrchef eingeplant, strahlte er erneut zu viel Unsicherheit aus.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Luka Lochoshvili

Wurde von Chuki plötzlich getunnelt, konnte aber den Ball zur Ecke klären. Als er sich kurz vor der Pause selbst an die Hand schoss, blieb einigen in der Südkurve kurz das Herz stehen – doch das war nicht strafwürdig. War nicht in der Lage, hinten Ruhe reinzubringen, und gewann zu wenige Zweikämpfe. Wenngleich er stabiler als in Stuttgart auftrat.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Gideon Mensah

Sein Spiel wirkte manchmal souveräner, als es war. In manchen Situationen mit zu viel Risiko in der Vorwärtsverteidigung. Aber immer wieder auch mit hoher Qualität im Passspiel. Musste kurz vor Schluss mit einem Foul an der Strafraumgrenze Schlimmeres verhindern, sah dafür die Gelbe Karte. Bester Abwehrspieler aufseiten des 1. FC Köln.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Sebastian Sebulonsen (ab 64. Minute)

Ersetzte Castro-Montes und gab sein Saisondebüt in einer schwierigen Phase, als der FC die Kontrolle über das Spiel verloren hatte. Ist mit seiner Körperlichkeit ein Gegenentwurf zu Castro-Montes. Dürfte ein paar Spiele brauchen, um wieder zu seiner Form aus der Vorsaison zu finden. Konnte auch nicht verhindern, dass über seine Seite die Ecke zum Ausgleichstreffer initiiert wurde.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Mittelfeld

Ellyes Skhiri

Erstmals in der Startelf leitete er gleich die Führung ein. Immer wieder mit starken langen Bällen. Sein Einsatz stabilisierte die FC-Zentrale anfangs, auch wenn er nicht frei von Fehlern in den Zweikämpfen war. Konnte den taumelnden FC gemeinsam mit Krauß ebenfalls nicht stabilisieren. Holte zum Abschluss der Nachspielzeit noch mal einen Freistoß aus dem Halbfeld heraus. Aber auch der brachte am Ende nichts mehr ein.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Tom Krauß

Eroberte den Ball zur Führung, hatte kurz danach selbst die Chance, auf 2:0 zu stellen, aber sein Abschluss war zu harmlos. Lief viele Meter, schaffte es aber auch nicht immer, alle Löcher zu stopfen, die sich in der Kölner Zentrale mit zunehmender Spieldauer auftaten. Musste in der 90. Minute vom Feld, laut eigener Aussage eine Vorsichtsmaßnahme wegen leichter Probleme im Oberschenkel.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Linton Maina

Sorgte für die wichtige Führung und auch anfangs für viel Alarm in der Werder-Defensive. Bekam aber mit Castro-Montes Bremens linke Seite kaum unter Kontrolle. Bekam deshalb auch ein paar Ansagen der Kollegen in der Anfangsphase der zweiten Hälfte. Weil er sich bei der Auswechslung zu viel Zeit ließ, musste Johannesson eine Minute auf seine Einwechslung warten.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Mikey Moore

In der fünften Minute setzte er zum ersten Solo an, blieb am fünften Gegenspieler hängen. Forderte die Bälle und verteilte sie. Der Engländer war nicht immer bereit, an der Defensivarbeit teilzunehmen, suchte stattdessen nach der Gelegenheit, vor dem gegnerischen Strafraum zu glänzen. In der 63. Minute war es beinahe so weit: Sein Schuss forderte Hein zu einer Glanzparade. Machte vor der Schlussviertelstunde Platz für El Mala.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Marius Bülter

Komplettierte mit Maina und Moore das Dreier-Mittelfeld hinter Dallinga, sollte auch körperliche Präsenz mitbringen. War vor allem bei gegnerischen Standards in der Defensive wichtig, steckte da einiges ein. Bediente Dallinga beim ersten (letztlich erfolglosen) Strafraum-Besuch in Halbzeit zwei. Toller Schuss in der 85. Minute, der Hein zu einer Glanzparade zwang.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Isak Johannesson (ab 64. Minute)

Nach einer Erkältung unter der Woche – und zugunsten von Moores Startelf-Debüt auf der Zehn – erstmals auf der Bank. Nach seiner Strafminute wegen Mainas verschlepptem Abgang schnappte er gleich mal Simpson-Pusey den Ball vom Fuß, um einen Konter einzuleiten – was nicht gelang. Probierte es kurz nach dem Ausgleich per direktem Freistoß.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Paul Okon-Engstler (ab 90. Minute)

Skhiri verdrängte ihn aus der Startelf, aber der Australier kam am Ende doch zu seinem dritten Einsatz im dritten Spiel, ersetzte Krauß in der Nachspielzeit.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Thijs Dallinga

Sein Schuss wurde mit der Hand abgewehrt. Elfmeter in der siebten Minute! Der Stürmer scheiterte aber an Hein. Danach war der Niederländer phasenweise sichtlich von der Rolle, gewann kaum noch einen Zweikampf. Nach seinem fantastischen Doppelpack gegen Hoffenheim machte er diesmal ohne Treffer für Sturmkonkurrent Ragnar Ache Platz.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Ragnar Ache (ab 64. Minute)

Erlöste den glücklosen Dallinga, den am Ende neben dem Mut auch die Kräfte verließen. Hatte seine besten Szenen kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit. Erst wurschtelte er sich im Strafraum an zwei Gegenspielern vorbei und legte den Ball noch mal auf El Mala ab, der ihn wiederfand. Aches Schuss wurde zur Ecke abgelenkt. Kurz darauf hatte er eine Schusschance von der Strafraumgrenze, verfehlte aber das Tor.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Said El Mala (ab 74.)

Nach seiner Erkrankung reichte es nur für eine Viertelstunde und so kam er spät, etwas überraschend für Moore statt für Bülter. Lief sich mit dem ersten Dribbling fest. Suchte danach einmal Kumpel Ragnar Ache, der aber nicht den Abschluss schaffte.
GEISSBLOG-Note: keine Note

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete