„Es gibt eigentlich nur einen Zehner“: Wie El Mala „ein richtig Guter“ wird

Sein erstes Spiel mit der 10 auf dem Rücken: Said El Mala in Würzburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Sein erstes Spiel mit der 10 auf dem Rücken: Said El Mala in Würzburg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Said El Mala trägt die Rückennummer 10 für den 1. FC Köln. Ein früherer Zehner der Geißböcke findet das gut, auch wenn er bei dem Youngster noch viel Entwicklungspotenzial sieht.

Die Nummer 10 ist beim 1. FC Köln die Nummer der Legenden. Den Grundstein dafür legte Wolfgang Overath, der als Spielmacher eine ganze Ära prägte. Nun übergab Lukas Podolski das Zepter an Said El Mala. Das nächste Kapitel dieser kölschen Geschichte kann geschrieben werden.

Ein Weltmeister von 1990, der die Nummer 10 ebenfalls lange trug, findet allerdings, dass es beim FC nur eine echte Nummer 10 gab und geben wird. „Egal ob Podolski das war oder ich – es gibt eigentlich nur einen Zehner beim FC, und das war Wolfgang Overath“, sagte Pierre Littbarski am Dienstagabend beim DuMont-Talk im Audi Zentrum Ehrenfeld. „Das war der, beim dem zehn andere Blinde hingeschaut haben und gesagt haben: Gib dem den Ball! Der weiß, wo er hin muss.“

El Mala die logische Nachfolge für die 10

Für Littbarski hatte „die Rückennummer nicht so viel Bedeutung“, der einstige offensive Mittelfeldspieler trug beim FC in einer Zeit der noch nicht fest zugeordneten Nummern auch mal die 7 oder die 11. Doch Litti ist sich freilich der Bedeutung bewusst, die mit der Verleihung der Nummer an Said El Mala zu Saisonstart einher ging.

Overath hatte eine Ära geprägt, bei Podolski gehörte die Nummer schon zum Personenkult um den kölschen Prinzen dazu. Bei El Mala ist die Nummer keine Auszeichnung jahrelanger Verdienste, sondern eine Ehrung, dass ein solcher Spieler lange nicht mehr im FC-Trikot aufgelaufen ist. Gab es einst neben Overath oder Littbarski auch andere Spieler internationaler Klasse, ist dies beim FC schon lange nicht mehr in dieser Form der Fall.

Er muss mit seinem Linken noch besser und weniger ausrechenbarer werden. Entscheidend wird aber auch sein, ob er vielseitiger einsetzbar wird.

Littbarski über El Mala

So soll El Mala nun mindestens noch ein Jahr beim FC die Entwicklung der letzten Monate fortsetzen und – wenn schon keine Ära prägen – dann die Nummer 10 würdig ausfüllen, Nationalspieler werden und dem FC zu neuen Erfolgen führen. „Der Junge hat ein klasse Gesamtpaket“, freute sich Littbarski. „Er muss mit seinem Linken noch besser und weniger ausrechenbarer werden. Entscheidend wird aber auch sein, ob er vielseitiger einsetzbar wird.“

Littbarski blickte dabei auch auf seine Rolle in Köln zurück, als er auch an der Seite von Thomas Häßler spielte. „Ich habe auch auf den Außen angefangen und dann in der Mitte gespielt. El Mala muss schauen, dass wenn er links mal abgemeldet ist, dass er dann auch woanders spielen kann. Dann kann er ein richtig Guter werden – und mit richtig gut meine ich, nicht nur eine Saison.“ Am Samstag gegen Werder Bremen will El Mala mit seinem zweiten Saisontor helfen, dass die Grundlage für eine gute Saison gelegt wird.

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