„Ein Riesenpotenzial“: Schafft FC-Talent, was seit 20 Jahren niemandem gelang?

Assad Kotya-Fofana bei seinem Testspiel-Debüt gegen Viktoria Köln. (Foto: Bucco)
Assad Kotya-Fofana bei seinem Testspiel-Debüt gegen Viktoria Köln. (Foto: Bucco)

Erst die Vertragsunterschrift, dann die ersten Schritte bei den Profis. Mit Assad Kotya-Fofana macht eines der – im wahrsten Sinne des Wortes – größten Talente des 1. FC Köln auf sich aufmerksam. Der 1,96-Meter-Riese will schaffen, was seit Lukas Sinkiewicz keinem Eigengewächs mehr so wirklich gelang.

Die Länderspielpause war lang, für ein Talent des 1. FC Köln aber besonders ereignisreich: Assad Kotya-Fofana unterschrieb seinen ersten Profivertrag bei den Geißböcken und debütierte im Testspiel gegen Viktoria Köln (2:2) für das Bundesliga-Team.

Genau wie Maik Afri Akumu, der sich in der Vorbereitung lange bei René Wagner präsentieren durfte, gehört der Innenverteidiger dem 2008er-Jahrgang an, könnte also noch U19 spielen. Dass er in diesem Sommer gemeinsam mit Akumu bereits zur U21 hochgezogen wurde, unterstreicht, dass die Verantwortlichen in ihm ein absolutes Top-Talent sehen.

Kotya-Fofana mit Debüt gegen Viktoria Köln

Das tut auch Profi-Coach Wagner, der nach Kotya-Fofanas Debüt gegen Viktoria sagte: „Assad hatte am Anfang ein, zwei Momente, wo er den Ball nicht so wegspielt, wie er das will. Aber der Junge ist U19-Spieler, war zum ersten Mal bei uns dabei. Er hat ein Riesenpotenzial.“

Mit diesem Riesenpotenzial könnte Kotya-Fofana etwas gelingen, das seit mehr als 20 Jahren niemand mehr schaffte: Der letzte Innenverteidiger aus dem eigenen Nachwuchs, der sich beim FC nachhaltig in der Bundesliga durchgesetzt hat, war Lukas Sinkiewicz. Dessen Debüt datiert vom 24. April 2004. Der dreimalige Nationalspieler und spätere Co-Trainer bestritt insgesamt 79 Pflichtspiele für die Geißböcke.

Pauli und Bakatukanda hoffen noch

Auf dieser Position scheint der Sprung aus der Jugend in den Profibereich besonders kompliziert zu sein. Wie Yann Aurel Bissecks Karriere nach den ersten drei Profispielen weiterging, ist bekannt. Sava Cestic absolvierte in der Saison 2020/21 immerhin elf Bundesliga-Partien, war aber schnell wieder abgemeldet. Julian Pauli war in der Aufstiegssaison 2024/25 bis zu seiner Kopfverletzung Stammkraft, wartet aber noch immer auf sein Bundesliga-Debüt und wurde genau wie Elias Bakatukanda zum zweiten Mal verliehen.

Pauli und Bakatukanda werden weiterhin Hoffnung haben, beim FC den Sprung auf die Bundesliga-Bühne zu schaffen. Und mit Kotya-Fofana hat nun der nächste Youngster seine ersten Schritte beim Profiteam gemacht, gegen Viktoria Köln an der Seite von Joel Schmied verteidigt, bevor er durch Luis Stapelmann – ein weiteres Eigengewächs – abgelöst wurde.

U21 ebenfalls vor Derby

Die nächsten Schritte gehen sowohl Kotya-Fofana als auch Stapelmann nun wieder bei der U21. Auf das Regionalliga-Team der Geißböcke wartet mit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbachs U23 (Sonntag, 15 Uhr) ebenfalls ein brisantes Duell. Der weitere Saisonverlauf wird zeigen, ob und wie schnell die Talente zu Optionen für die Profis werden. Ob sich in näherer Zukunft mal wieder ein Innenverteidiger aus dem eigenen Nachwuchs in der Bundesliga durchsetzen kann.

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