Nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache gibt es beim 1. FC Köln keinen Panikkauf. Das dürften erst einmal eine gute Nachricht sein. Denn der letzte Versuch scheiterte kläglich: 2018 stieg man mit Claudio Pizarro sang- und klanglos ab.
Es ist nicht verbrieft, aber dennoch einigermaßen wahrscheinlich, dass die Liaison zwischen dem 1. FC Köln und Claudio Pizarro im Presseraum des Rhein-Energie-Stadions ihren Anfang nahm. Der FC befand sich bereits im freien Fall, hatte gerade mit 0:1 gegen Eintracht Frankfurt verloren.
Weder der Rekordeinkauf Jhon Cordoba noch der junge Serhou Guirassy trafen das Tor und die Ratlosigkeit über den Absturz des Europa-League-Teilnehmers ans Tabellenende der Fußball-Bundesliga ließ die Kölner Journalisten Namen und Ideen durchspielen.
Pizarro neben Cordoba und Guirassy beim 1. FC Köln
Ein Name davon stand am Montag darauf im Kicker: Claudio Pizarro. Neun Tage später, 48 Stunden vor der Auswärtsaufgabe gegen RB Leipzig, nahm FC-Manager Jörg Schmadtke den ablösefreien, immerhin schon 38-jährigen Peruaner, dessen Kontrakt bei Werder Bremen nicht verlängert worden war, unter Vertrag.
Eine Situation also, die nicht unähnlich der jetzigen ist, nachdem sich Thijs Dallinga mit einem Kreuzbandriss schwer verletzt hat und auch Ragnar Ache mehrere Wochen ausfällt. Doch wie der GEISSBLOG am Montag exklusiv berichtet hat, verzichtet der 1. FC Köln auch auf die Verpflichtung eines ablösefreien Altstars, will sich erst für den Winter nach Lösungen umschauen.
Pizarro traf nur einmal für den 1. FC Köln
Wahrscheinlich dürfte man gut daran tun, nicht wie damals einen „Panikkauf“ (O-Ton Schmadtke über den Pizarro-Deal) zu tätigen. Schließlich war Pizarros Handicap beim Golf damals längst besser als seine Durchschnittsnoten in der Bundesliga. Sein erstes Tor für Köln erzielte der zweittorgefährlichste ausländische Stürmer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga erst im März. Sowohl Geschäftsführer Schmadtke als auch Trainer Peter Stöger waren da längst Geschichte.
Der FC muss also erst einmal andere Lösungen finden. Denn wenn ein Stürmer jetzt noch keinen Verein gefunden hat, dann dürfte das seine Gründe haben. Am Geißbockheim können sie aber nicht noch mehr Integrationsarbeit leisten. Der Kader und sein Trainer müssen sich ohnehin noch finden – und dabei ohne echte Neun auskommen.







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