Plötzlich wichtig! Nächste Episode des verrücktesten FC-Comebacks

Imad Rondic feierte mit Said El Mala die drei Derbypunkte. (Foto: Bucco)
Imad Rondic feierte mit Said El Mala die drei Derbypunkte. (Foto: Bucco)

Selbst im Derby gegen Borussia Mönchengladbach bekommt Imad Rondic in der Schlussphase eine wichtige Rolle beim 1. FC Köln zugesprochen. Sein Comeback nimmt immer verrücktere Züge an.

Eine der schon jetzt kuriosesten Geschichten der Saison ist um ein Kapitel reicher: Der längst aussortierte Imad Rondic hat sich nicht nur zurück ins Mannschaftstraining des 1. FC Köln gekämpft – er darf sich seit Sonntag auch mit Fug und Recht als Derbysieger fühlen.

Zu Beginn der Vorbereitung wurde der Stürmer aus dem Training verbannt, sechs Wochen später nach seiner gescheiterten Vereinssuche begnadigt. Am zweiten Spieltag in Stuttgart feierte Rondic sein Bundesliga-Debüt, nun gegen Gladbach seine Premiere im RheinEnergieStadion.

Anders als in Stuttgart: Rondic im Derby gebraucht

Doch anders als beim 1:4 in Stuttgart, als das Spiel bereits verloren war, war die Einwechslung des 27-Jährigen diesmal kein Geschenk für den Trainingsfleiß. Als Rondic am Sonntag nach 85 Minuten Mikey Moore ablöste, galt es für René Wagner, der Gladbacher Schlussoffensive standzuhalten und den wichtigsten Sieg seiner noch jungen Cheftrainer-Karriere ins Ziel zu bringen.

Der Kölner Coach scheute sich nicht, dabei auf Rondic zu vertrauen. Mit dessen 1,90 Metern brachte Wagner mehr körperliche Wucht für die gegnerischen Standards und tatsächlich gewann der Bosnier noch zwei von zwei Kopfballduellen. In dieser Situation war der eigentlich ausgemusterte Rondic plötzlich wichtiger als Luca Waldschmidt, der erst in der Nachspielzeit eingewechselt wurde, oder die auf der Bank verbliebenen WM-Teilnehmer Gideon Mensah und Paul Okon-Engstler sowie Reigan Heskey.

Nach Abpfiff zeigte sich dann, wie hoch Rondics Ansehen in der Mannschaft ist, wie sehr er dazugehört. Der Angreifer jubelte Arm in Arm mit Said El Mala und in vorderster Front vor der Südkurve. Als es galt, für die Club-Kanäle eine Grußbotschaft an den verletzten Ellyes Skhiri aufzunehmen, griff Rondic zum Handy, sprach aufmunternde Worte.

Unter anderem: „Wir hoffen, dich bald wieder mit uns auf dem Platz zu sehen. Wir brauchen dich!“ Doch aktuell braucht der FC auch Rondic. Eine Entwicklung, die im Sommer wohl selbst der Stürmer nicht für möglich gehalten hätte. Zumindest solange Ragnar Ache (Muskelverletzung) noch ausfällt, dürfte er zu weiteren Kurzeinsätzen kommen.

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