„Schwer, es nicht wahrzunehmen“: Darum ist das Derby kein Endspiel für Wagner

Vizepräsident Ulf Sobek und René Wagner. (Foto: Bucco)
Vizepräsident Ulf Sobek und René Wagner. (Foto: Bucco)

Während der Länderspielpause saß René Wagner beim 1. FC Köln noch sicher im Sattel. Nun berichtet Sky, die Stimmung kippe, noch ehe das Derby gegen Borussia Mönchengladbach gespielt ist. Was ist dran? Und was sagt der 38-Jährige?

Dass René Wagner es bei so manchen Fans des 1. FC Köln nicht leicht hat, ist kein Geheimnis. Auch deshalb würde den Geißböcken am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach ein Derbysieg im heimischen Müngersdorf gut tun. Es würde die Diskussionen rund um Wagner leiser werden lassen.

Die Verantwortlichen beim FC hatten dem 38-Jährigen zuletzt weiter den Rücken gestärkt, offiziell und inoffiziell. Umso überraschender meldete Sky am Donnerstag, dass Wagner im Fall einer Derby-Pleite wackeln könne. Nach GEISSBLOG-Informationen gab es am Freitag dafür aber keine Anzeichen. Wagner bliebe auch im Falle einer Niederlage FC-Trainer.

Wagner gibt vor: „Vollgas Richtung Derby!“

Nun sprach der Chefcoach am Freitag auf der Pressekonferenz über genau diesen Druck vor dem Derby und wie er damit umgeht. Schon in der Länderspielpause hatte der 38-Jährige im GEISSBLOG-Interview über die Bedeutung dieses Spiels auch für seine Person gesprochen. Nun sagte er: „Was drumherum passiert, nehme ich natürlich wahr. Es ist auch relativ schwer, es nicht wahrzunehmen. Nichtsdestotrotz: Wenn ich mich davon beeinflussen lassen würde, würde es meinen Job schwerer machen. Deshalb muss ich mich davon lösen und sagen: Vollgas Richtung Derby!“

Was dieses Spiel gegen den Erzrivalen für den FC bedeutet, muss niemand mehr Wagner erklären. Der gebürtige Dresdner ist in seinem fünften Jahr bei den Geißböcken. „Ich bin lange genug hier und habe schon einige Fans gehört, die sagen: Das ist das einzige Spiel in der Saison, das zählt. Für uns ist das Spiel genauso wichtig“, machte Wagner klar. „Wir werden dafür sorgen, dass alle Spieler die Wichtigkeit dieses Spiels verstehen, auch die, die neu dabei sind. Wir wollen dieses Spiel gewinnen, für die Stadt, für die Fans, für uns.“

„Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern habe mit den Menschen, die verantwortlich sind. Da gibt es diese Stimmen nicht.

René Wagner über die Kritik an seiner Person

Dann würde es auch für Wagner persönlich leichter. „Am Anfang einer Trainerlaufbahn ist es wichtig, Siege einzusammeln. Das versuchen wir jedes Spiel und gegen Gladbach noch ein bisschen mehr“, sagte Wagner und weiß sich der Unterstützung der FC-Bosse sicher. „Am Ende zählt die Kommunikation, die ich intern habe mit den Menschen, die verantwortlich sind. Da gibt es diese Stimmen nicht. Das ist mir ganz wichtig.“ Mit Rückendeckung also ins Derby – in der Hoffnung, dass es dann mit Rückendeckung der ganzen Stadt in die folgenden Spiele gehen kann.

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