Selber Kader, andere Startelf – Neuzugang „in seiner Paradedisziplin“

Wieder in der Startelf? Paul Okon-Engstler und Joel Schmied überzeugten im DFB-Pokal. (Foto: Bucco)
Wieder in der Startelf? Paul Okon-Engstler und Joel Schmied überzeugten im DFB-Pokal. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln ist am Samstagnachmittag mit einem unveränderten Kader in die Hauptstadt gereist. Die Startelf allerdings soll trotz des 5:0-Erfolgs gegen Union Berlin im DFB-Pokal nicht unangetastet bleiben.

Eigentlich war für den Samstag eine Geheimeinheit angekündigt. Wer dennoch ans Geißbockheim pilgerte, hatte Glück: Da die Frauen am Mittag im DFB-Pokal RB Leipzig empfingen (hier geht’s zum Spielbericht), war das Franz-Kremer-Stadion besetzt – die Männer des 1. FC Köln waren gezwungen, ihr Abschlusstraining vor dem Gastspiel bei Union Berlin (Sonntag, 15.30 Uhr) öffentlich zu bestreiten.

Die Zaungäste, zu denen unter anderem der frühere FC-Keeper und jetzige DFB-Torwarttrainer Stefan Wessels zählte, sahen keine personellen Überraschungen. René Wagner hatte bereits angekündigt, im Vergleich zur Pokalgala am Dienstag keinerlei Kader-Änderungen vornehmen zu wollen. Gegen 15 Uhr, als der FC-Tross vom Geißbockheim aus zum Flughafen aufbrach, bewahrheitete sich dies.

Wagner: „Es wird Anpassungen geben“

Stürmer Ragnar Ache, der zwar wieder mit der Mannschaft trainiert, aber noch Rückstand hat, fehlt weiterhin (der GEISSBLOG berichtete). Thijs Dallinga, Timo Hübers, Imad Rondic, Ellyes Skhiri und Rav van den Berg sind ohnehin keine Optionen. Anders als Malek El Mala, der zum dritten Mal in Folge für den Profikader nominiert wurde.

Keine Änderungen im 20-köpfigen Aufgebot also. Seine Startelf allerdings will Wagner trotz des deutlichen Pokalerfolgs gegen Union nicht unberührt lassen. „Es wird Anpassungen geben für Union, weil wir glauben, dass andere Sachen wichtiger sind in diesem Spiel. Die Unioner werden sich viele Dinge vornehmen.“ Der FC wiederum müsse schauen, „dass wir die richtigen Dinge anpassen und die richtigen Wechsel vornehmen“, sagt der Trainer.

Samstag am Geißbockheim: Ellyes Skhiri absolviert seine Reha und fehlt dem 1. FC Köln noch einige Monate. (Foto: Bucco)
Samstag am Geißbockheim: Ellyes Skhiri absolviert seine Reha und fehlt dem 1. FC Köln noch einige Monate. (Foto: Bucco)

Mit allzu vielen Änderungen ist aufgrund des starken Auftritts am Dienstag natürlich nicht zu rechnen. „Viele Jungs haben sich das Recht erarbeitet, dass es jetzt schwerer wird, sie rauszunehmen“, so René Wagner, der Joel Schmied bereits eine Startgarantie ausgesprochen hat (der GEISSBLOG berichtete).

Auch Sommer-Neuzugang Paul Okon-Engstler betrieb im Pokal bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit dem zweiten Spieltag mächtig Eigenwerbung. „Wir haben Paul zum ersten Mal in seiner Paradedisziplin gesehen als Mittelfeldstrategen, was er überragend gemacht hat“, klingt Wagner nicht, als würde er den Australier wieder auf die Bank setzen.

Wo will Wagner wechseln?

Gleiches gilt für das Offensivquartett, bestehend aus Said El Mala, Linton Maina, Marius Bülter und Mikey Moore. „Die Jungs performen und geben Gas.“ Denkbar sind Wechsel auf den Außenverteidiger-Positionen. Gideon Mensah, zu Saisonbeginn einer der stabilsten Kölner, könnte mal wieder eine Chance erhalten. Womöglich vertraut Wagner auch wieder auf Sebastian Sebulonsen, der am Dienstag nach seiner Einwechslung für Alessio Castro-Montes erstmals für die Geißböcke traf.

El Maina auf dem Weg zur Abfahrt. (Foto: Bucco)
El Maina auf dem Weg zur Abfahrt. (Foto: Bucco)

Ein hübscher Nebeneffekt des Achtelfinal-Einzugs: Durch die überzeugenden Auftritte von bisherigen Reservisten wie Schmied und Okon-Engstler hat sich der Konkurrenzkampf merklich verschärft. „Wir haben im Training schon gemerkt, dass Spieler, die sich vorher etwas sicherer gefühlt haben, ein bisschen mehr Gas geben mussten, weil sie gemerkt haben: Okay, das ist vielleicht ein anderer Spieler in der Position, der auch gut spielt“, berichtet Wagner und nimmt das erfreut zur Kenntnis: „Das ist genau der Wettkampf, den wir im Kader brauchen. Wenn alle Jungs Gas geben und alle frisch sind, haben wir die Qual der Wahl.“

So könnte der 1. FC Köln beginnen: Schwäbe – Schmied, Simpson-Pusey, Krauß – Sebulonsen, Okon-Engstler, Mensah – Maina, Moore – Bülter, S. El Mala

Der Kader im Überblick

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler

Abwehr: Alessio Castro-Montes, Sebastian Sebulonsen – Luka Lochoshvili, Jahmai Simpson-Pusey, Joel Schmied – Gideon Mensah, Borna Sosa

Mittelfeld: Isak Johannesson, Tom Krauß, Paul Okon-Engstler – Said El Mala, Reigan Heskey, Linton Maina, Mikey Moore, Jan Thielmann

Sturm: Marius Bülter, Malek El Mala, Luca Waldschmidt

Verletzt/Krank/Aufbautraining: Ragnar Ache, Thijs Dallinga, Timo Hübers, Imad Rondic, Ellyes Skhiri, Rav van den Berg

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