Nach der deutlichen Kritik am Auftritt gegen Schalke 04 schlägt Pierre Littbarski nun ganz andere Töne an. Der Weltmeister von 1990 zeigt sich vom 5:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Union Berlin begeistert. Gleichzeitig richtet die FC-Legende aber auch eine klare Forderung an Trainer René Wagner.
„So ein Mist!“ Mit diesen Worten beginnt Pierre Littbarski sein neuestes Video in den sozialen Medien. Doch anders als noch nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Schalke 04 ist es diesmal nicht die Leistung des 1. FC Köln, die den Weltmeister von 1990 ärgert. Ganz im Gegenteil. Littbarski bedauert vielmehr, dass er beim 5:0-Spektakel der Geißböcke gegen Union Berlin am Dienstagabend nicht selbst im RheinEnergieStadion dabei sein konnte. Denn was der FC im DFB-Pokal auf den Rasen zauberte, hatte dem ehemaligen Kölner Profi offensichtlich großen Spaß gemacht.
Dabei hatte Littbarski nur wenige Tage zuvor noch deutliche Kritik an der Mannschaft und insbesondere an Trainer René Wagner geübt (der GEISSBLOG berichtete). Nach der Gala gegen Union sieht die Welt für den 66-Jährigen nun aber schon wieder ganz anders aus. Vor allem die offensive Spielfreude des FC hat es dem ehemaligen Dribbelkünstler angetan. „Wenn der Trainer es schafft, diese Offensivkraft auch in der Liga zu aktivieren, dann mache ich mir um den FC gar keine Sorgen“, erklärt Littbarski in seinem Video. Besonders große Hoffnungen setzt die Vereinslegende dabei auf die beiden Unterschiedsspieler aus dem Pokal: „Wenn dann das Turbo-Duo Maina und El Mala genauso zündet, dann werden wir auch die entsprechenden Punkte einfahren.“
Littbarski: „Lieber mal ein Spiel vergeigen“
Dass der deutliche Pokalerfolg keine einmalige Angelegenheit bleiben darf, ist Littbarski allerdings ebenfalls bewusst. Bereits am Sonntag steht für die Kölner das nächste Duell mit Union Berlin an, diesmal in der Bundesliga und auswärts. Für den Weltmeister die perfekte Gelegenheit, die starke Vorstellung aus dem Pokal zu bestätigen. „Da kann man schon mal zeigen, dass das keine Eintagsfliege war“, fordert er.
Auch vor den anschließenden schweren Aufgaben hat der ehemalige FC-Profi keine Angst. „Danach, klar, da kommen die ganzen Granaten, aber das macht doch so richtig Spaß, die Großen zu ärgern“, sagt Littbarski voller Vorfreude auf die anstehenden Duelle mit Bayer Leverkusen und dem FC Bayern. Vor allem aber richtet der Weltmeister einen eindringlichen Appell an Wagner. Der Coach solle seiner Mannschaft auch künftig den nötigen Freiraum für mutigen Offensivfußball geben: „Trainer, lass die Jungs raus, die wollen offensiv spielen, die können offensiv spielen.“
Dabei nimmt der 66-Jährige sogar mögliche Rückschläge in Kauf: „Dann lieber mal ein Spiel vergeigen, aber so ein Fußballfest wie gestern, das macht allen Spaß.“ Nun liegt es an Wagner und seiner Mannschaft, die offensive Spielfreude aus dem Pokal auch in die Bundesliga zu übertragen. Schon am Sonntag bietet sich an der Alten Försterei die nächste Gelegenheit.








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