Joel Schmied steht seit vier Spielen regelmäßig in der Startelf des 1. FC Köln. Auch gegen Bayer 04 Leverkusen dürfte der Verteidiger starten. Obwohl er eine (fast) weiße Weste hat, ist er vorsichtig beim Thema „Stammplatz“.
Als in der Kaderplanung des 1. FC Köln für die neue Saison über Joel Schmied nachgedacht wurde, dürfte man sich schnell einig gewesen sein: Der Schweizer, den in der Vorsaison Achillessehnenprobleme plagten, passte perfekt als Ersatzmann für das als Stammpersonal gedachte Duo Jamai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili. Ruhig, nicht fordernd, aber immer da, wenn er gebraucht wird, ob nun als Einwechselspieler oder von Beginn an.
Und es war auch so: Solange Schmied auf dem Platz stand, hielt der FC hinten den Kasten sauber. Auch dann, als plötzlich die Dreierkette ihn in die Startelf spülte. Dank des 28-Jährigen ist der FC plötzlich sattelfest. Gegen Frankfurt fiel der Gegentreffer nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung, zu Hause gegen Schalke und Union stand die Null. Erst in der Alten Försterei erlebte Schmied einen Gegentreffer auf dem Platz.
Schmied hat sich in der FC-Abwehr etabliert
Ein fast weiße Weste also. Und sicher ein Grund, warum Schmied sich inzwischen im Defensivverbund etabliert hat. Derzeit befeuern sich beim Schweizer die genutzten Chancen auf dem Feld und das Selbstverständnis gegenseitig: „Es ist normal, dass man mit einem breiteren Lächeln aufsteht, wenn man mehr Minuten sammelt, als wenn man weniger Minuten hat.“ Und da macht es auch nichts, wenn man auf der rechten Seite ein blaues Auge aus dem Auswärtsspiel bei Union mitnimmt und am Knöchel einen Wirkungstreffer aus einem Zweikampf mit Mikey Moore im Training abbekommt.
Schmied darf auch gegen Bayer Leverkusen mit einem Einsatz vom Start weg rechnen, einen Garantie dafür will er aber nicht für sich reklamieren. „Es wäre schlecht, wenn ich jetzt unzufrieden wäre. Ich würde nur gerne aufpassen, wenn es um den Begriff ‚Stammplatz‘ geht. Ich glaube, in den letzten Wochen ging es bei mir bergauf.“
Joel Schmied: Trainer gibt jedem eine Chance
Doch ein Selbstläufer sei das nicht. Nicht nur, weil eine Rückkehr zur Viererkette die Zahl der Innenverteidiger auf dem Feld reduzieren würde. Ach die Kollegen hängen sich im Kampf um die Plätze in der ersten Elf rein. Trainer René Wagner fördere das laut Schmied aktiv, in dem er immer wieder eine faire Beurteilung verspricht. „René gibt allen Spielern mit, selbst wenn man nicht spielt: ‚Hau dich jede Woche auch im Training rein.‘ Das habe ich gemacht und konnte meine Chance nutzen. Dann wird man auch vom Coach belohnt. Ich glaube, das gilt für alle Spieler. Keiner hat einen Stammplatz, deswegen ist der Konkurrenzkampf so hoch. So soll es auch sein“, sagt Schmied.
In den kommenden Wochen dürfte es nicht leichter werden, die (fast) weiße Weste zu behalten. Doch gerade zu Hause sei man auch gegen die Topteams für eine Überraschung gut. „Es genügen kleine Dinge und schon brennt das Stadion. Das macht uns stark.“








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