Als Spitzenreiter in die Weihnachtspause! Ljubicic krönt FC zum Winterkönig

Der 1. FC Köln bejubelt das 1:0 von Dejan Ljubicic. (Foto: IMAGO / Eibner)
Der 1. FC Köln bejubelt das 1:0 von Dejan Ljubicic. (Foto: IMAGO / Eibner)

Der 1. FC Köln überwintert als Tabellenführer der 2. Bundesliga. Am Sonntag hat sich die Mannschaft von Gerhard Struber dank eines 1:0 (1:0)-Erfolgs beim 1. FC Kaiserslautern als Herbstmeister in die Weihnachtspause verabschiedet.

Aus dem Fritz-Walter-Stadion berichtet Sonja Gauer

Auf genau diese vorweihnachtliche Bescherung hatten die Geißböcke gehofft. Mit einem 1:0-Sieg auf dem Betzenberg hat der 1. FC Köln sich und seinen Fans zwei Tage vor Heiligabend die Herbstmeisterschaft geschenkt. Doch besinnlich ging es in Kaiserslautern, beim direkten Duell um die Tabellenspitze der 2. Bundesliga, natürlich nicht zu.

Spielverlauf und Tor

12. Minute: Nach der Schweigeminute für die Opfer des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt verwandelten knapp 50.000 Fans das ausverkaufte Fritz-Walter-Stadion in den erwarteten Hexenkessel. Sie sahen intensive Anfangsminuten, nach denen Max Finkgräfe die Führung auf dem Fuß hatte. Linton Maina blieb bei einem Konter im Strafraum der Roten Teufel hängen, so bot sich Strubers einzigem Startelf-Neuling die Schusschance – doch aus gut zehn Metern jagte Finkgräfe den Ball über das Tor. Dass der FC per Tempogegenstoß gefährlich wurde, war kein Zufall, Kaiserslautern hatte in den ersten 20 Minuten rund 70 Prozent Ballbesitz.

33. Minute: Eine ausgeklügelte Freistoßvariante sorgte für die Kölner Führung. Leart Pacarada, Florian Kainz und Linton Maina kombinierten sich nach einem Standard im Halbfeld über die rechte Seite durch. Nach einem doppelten Doppelpass flankte schließlich Maina über FCK-Keeper Julian Krahl hinweg an den langen Pfosten, wo Dejan Ljubicic aus spitzem Winkel zum 1:0 einköpfte.

58. Minute: Marvin Schwäbe verhinderte den Ausgleich. Nach einem feinen Pass von Luca Sirch tauchte Jannik Mause frei vor dem Kölner Torhüter auf. Das Ex-FC-Talent wollte Schwäbe umkurven, doch dieser streckte sich und parierte Mauses Abschluss aus spitzem Winkel.

77. Minute: Der Druck der von Markus Anfang trainierten Gastgeber nahm nun deutlich zu. Dennoch bot sich Maina innerhalb weniger Sekunden zweimal die riesige Chance auf das 2:0. Nach einer Vorlage des eingewechselten Steffen Tigges ging Maina zunächst ins Eins-gegen-eins-Duell mit Krahl und blieb an diesem hängen. Kurz darauf scheiterte der Vorbereiter des 1:0 aus halblinker Position erneut am früheren Kölner Keeper.

82. Minute: Auf der Gegenseite ließ Aaron Opoku mit einem Schuss aus 18 Metern noch mal Schwäbe fliegen – die Nummer eins parierte auch diesen Versuch.

90+4. Minute: Der FC überstand eine hektische Schlussphase und reckte nach 94 Minuten jubelnd die Arme in die Höhe. Nach dem vierten 1:0-Auswärtssieg in Folge (Vereinsrekord) schallte es aus dem Gästeblock „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“

Personal

So spielte der FC: Schwäbe – Hübers, Martel, Pacarada – Thielmann, Ljubcic (46. Waldschmidt), Huseinbasic, Finkgräfe (85. Bakatukanda) – Kainz (89. Uth) – Downs (74. Tigges), Maina

Zur Aufstellung: Im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Nürnberg nahm Gerhard Struber nur eine Änderung vor. Für den gelbgesperrten Dominique Heintz rutschte Max Finkgräfe in die Startelf. Während der Youngster die linke Außenbahn beackerte, rückte Leart Pacarada eine Position nach hinten in die Dreierkette. Torschütze Dejan Ljubicic musste in der Halbzeit gelb-rot-gefährdet raus. Der eingewechselte Luca Waldschmidt übernahm anschließend die Zehnerposition, Florian Kainz agierte als zweiter Sechser neben Denis Huseinbasic.

Fazit

Der Aufstieg in die Bundesliga führt nur über den 1. FC Köln, das dürfte nach 19 von 21 möglichen Punkten aus den letzten sieben Zweitliga-Partien des Jahres feststehen. Der Erfolg auf dem Betzenberg fiel mal wieder in die Kategorie Arbeitssieg. Die Geißböcke überließen den Roten Teufeln über weite Strecken den Ball und verteidigten konzentriert. Die eigenen Nadelstiche hätten für mehr Tore sorgen können, wobei der FC nach der Pause zu passiv agierte und sich in eine Abwehrschlacht hineinbegab. Dennoch stand letztlich das Kölner Lieblingsergebnis dieser Hinrunde – ein 1:0 – auf der Anzeigetafel des Fritz-Walter-Stadions. Und so führte die nach der Krise im Oktober auf Platz zwölf gestartete Ungeschlagen-Serie den FC pünktlich zu Weihnachten auf Rang eins. Die Mannschaft hat sich zum Winterkönig gekrönt, wie es in Gerhard Strubers Heimat Österreich heißt, und geht als Top-Favorit in die Rückrunde.

So lief das Spiel

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