Bislang konnte Imad Rondic dem 1. FC Köln kaum helfen. Gegen Darmstadt konnte der Stürmer nun erstmals andeuten, dass er sehr wohl eine Hilfe sein könnte. Das muss sich zeitnah bestätigen, denn die Geißböcke brauchen den wuchtigen Angreifer – und seine Tore.
Als Imad Rondic am Samstagabend gegen den SV Darmstadt 98 zur zweiten Halbzeit für Steffen Tigges in die Partie kam, brauchte der Bosnier einige Minuten, ehe er ins Spiel fand. Der Winter-Neuzugang konnte dann aber zeigen, dass er dem 1. FC Köln in den kommenden Wochen noch helfen kann. Beinahe wäre ihm auch sein erstes Tor für die Geißböcke gelungen.
Die 73. Minute demonstrierte, wie er für den FC einen Unterschied ausmachen könnte. Tim Lemperle hatte auf der linken Seite mit Tempo den Ball nach vorne getragen, blickte in die Mitte und passte dann flach an den ersten Pfosten. Dort war Rondic eingelaufen, ein starker Laufweg aus der Tiefe und im Rücken seines Gegenspielers, ehe er sich nach vorne absetzte und mit seinem linken Fuß abschloss.
Sturmpartner von Lemperle gegen Paderborn?
Dass Rondic das Tor knapp verfehlte, war ärgerlich für den FC. Am Ende aber war der Fehlschuss nicht entscheidend, die drei Punkte blieben trotzdem in Köln. Sehr wohl aber waren Laufweg und Spielverständnis in diesem Moment entscheidend, dass der 26-Jährige andeuten konnte, womit bei ihm künftig zu rechnen sein wird. Und dass ein Zusammenspiel mit Lemperle sehr wohl klappen könnte.
Solange Damion Downs noch an den Folgen seiner Hand-OP laboriert, gelten nun Lemperle und Rondic als Sturm-Duo mit guten Chancen auf Startelf-Einsätze im Auswärtsspiel beim SC Paderborn. Nach der Länderspielpause beginnt die Schlussphase der 2. Bundesliga, und für diese braucht der FC vor allem eines: Durchschlagskraft. Da traf es sich gut, dass FC-Trainer Gerhard Struber am Samstag gegen Darmstadt beobachten konnte, dass Lemperle und Rondic durchaus gut zueinander passen könnten.
Man hat gesehen, dass er als Waldspieler für uns immense Wichtigkeit haben kann, auch im Bälle-sichern und darin, andere Spieler ins Tempo zu bringen
Gerhard Struber über Imad Rondic
Der Eine (Lemperle) mit viel Tempo und Tiefe im Spiel, der Andere (Rondic) mit einer starken Präsenz im Strafraum und als Wandspieler überaus geeignet. „Ich finde, dass Imad es richtig ordentlich gemacht hat. Man hat gesehen, dass er als Waldspieler für uns immense Wichtigkeit haben kann, auch im Bälle-sichern und darin, andere Spieler ins Tempo zu bringen“, lobte Struber. „Er hatte auch den einen oder anderen richtig guten Moment in der Box, um mit etwas mehr Glück das eine oder andere Tor zu machen. Er war für uns ein wichtiger Faktor, das Spiel in diese Richtung zu bekommen.“
In einer Situation holte sich der Bosnier gar einen Sonderapplaus vom Publikum ab, als er auf der rechten Seite gegen drei Gegenspieler zu einem Dribbling ansetzte, tatsächlich durchbrach und eine weitere Torchance für den FC einleitete. Dass er wenig später an der Mittellinie gar aus dem Nichts einen – wenn auch unnötigen – Hackentrick einstreute, darf als Zeichen gewertet werden, dass sich der Spieler erstmals richtig wohl fühlte im FC-Dress.
Noch kein Durchbruch, aber Hoffnung
Bislang konnte Rondic nicht überzeugen, auch seinen Trainer nicht. Nicht umsonst hatte Struber den Winter-Neuzugang beim Auswärtsspiel in Ulm eine Woche zuvor 90 Minuten auf der Bank gelassen. Der 45-minütige Auftritt gegen Darmstadt war also längst noch kein Durchbruch für Rondic. Dennoch: Es war eine Leistung, auf die der Angreifer aufbauen kann. Und genau das ist es, was der FC jetzt braucht. Inklusive der Tore, die damit einher gehen sollen, damit es für den Aufstieg reicht.







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