Imad Rondic fehlt im Trainingslager des 1. FC Köln. Der Stürmer trainiert individuell und sucht einen neuen Verein. Der Stürmer lässt sich nichts zu schulden kommen. Der FC aber hat ein Problem.
Als der 1. FC Köln im Januar 2025 einen neuen Mittelstürmer suchte, geriet Christian Keller irgendwann unter Druck. Es war klar: Würde der Ex-Sportchef keinen neuen Neuner verpflichten, könnte unter Umständen das Ziel Aufstieg in Gefahr geraten. Erst platzte der Wechsel von Ivan Prtajin, dann sagte Fisnik Asllani einen spektakulären Tausch-Deal mit Tim Lemperle in letzter Sekunde ab.
So kam es, dass der FC auf den letzten Drücker Imad Rondic von Widzew Lodz verpflichtete. Die Geißböcke überwiesen 1,5 Millionen Euro nach Polen – und zur allgemeinen Überraschung erhielt der Bosnier einen Viereinhalb-Jahres-Vertrag bis Sommer 2029. Und genau dieser Vertrag, den Keller dem heute 27-Jährigen gab, wird nun zum Problem.
Rondic arbeitet vorbildlich
Denn Rondic ist längst aussortiert. Schon in der 2. Liga funktionierte der Mittelstürmer nicht, selbst Keller wusste bald, dass er keinen Bundesliga-tauglichen Stürmer verpflichtet hatte. Schon Gerhard Struber konnte kaum etwas mit dem bulligen Angreifer anfangen, Friedhelm Funkel ließ ihn auf der Bank und nach dem personellen Schnitt im Sommer 2025 mit dem Keller-Aus war klar: Für Rondic ist in Köln kein Platz mehr.
Ein Jahr später sieht das Bild genauso aus. Zwei Leihen später, erst nach Rakow und dann nach Münster, arbeitet Rondic in Köln individuell, während seine vermeintlichen Teamkollegen im Trainingslager in Kitzbühel schwitzen. Wie man hört, lässt sich Rondic nichts zu schulden kommen. Der 27-Jährige arbeitet hart an sich, verhält sich professionell und so, dass er für seinen nächsten Club sofort bereit ist. Das Problem: Es gibt aktuell keinen nächsten Club.
Aktuell keine Verhandlungen
Denn Rondic hat in Köln einen hoch dotierten Vertrag, ihm stehen noch über drei weitere Jahre auf Bundesliga-Niveau jeweils hohe sechsstellige Summen zu. Ein Paket, das nur mit großem Entgegenkommen des FC und einem halbwegs zahlungskräftigen Club auf der anderen Seite zu lösen scheint. Oder mit einer weiteren Leihe, sodass die Personalie erneut um ein Jahr verschoben würde.
Nach GEISSBLOG-Informationen gibt es aktuell keine Interessenten, mit denen der FC verhandelt. Es scheint auch unklar, in welche Richtung sich Rondic entwickeln möchte, ob 2. Bundesliga oder Ausland. Nur eines ist klar: Beim FC sind die Türen für ihn verschlossen, eine Rückkehr in die Mannschaft undenkbar. Der FC sucht einen neuen Neuner und hätte nichts dagegen, den alten Neuner abzugeben. Doch diese Aufgabe dürfte auf dem Transfermarkt eine der schwersten werden für den FC in diesem Sommer.








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