Am Freitagabend muss der 1. FC Köln einen Stürmer mit unrühmlicher Vergangenheit am Geißbockheim ausschalten. Greuther Fürths Top-Torjäger Noel Futkeu flog einst beim FC raus.
Die Erinnerungen an das bislang letzte Zweitliga-Spiel in Fürth könnten für den 1. FC Köln kaum besser sein. Am 6. Mai 2019 machten die Geißböcke mit einem klaren 4:0-Erfolg im Sportpark Ronhof den Aufstieg perfekt. Für solch eine Gewissheit kann die Mannschaft von Gerhard Struber am Freitagabend nun natürlich noch nicht sorgen – aber drei Punkte wären definitiv ein wichtiger Schritt in Richtung erneuter Bundesliga-Rückkehr.
Für einen Sieg beim Tabellen-14. sollte der FC einen Fürther im besonders im Blick haben: Noel Futkeu, der mit neun Saisontreffern bislang genauso erfolgreich war wie der Kölner Top-Torjäger Damion Downs. Wobei der 22-Jährige besonders gerne zu Hause zuschlägt, seine letzten fünf Tore erzielte er im heimischen Sportpark.
Fehltritt neben dem Platz
Für den FC ist Futkeu kein Unbekannter. Im Januar 2021 hatten die Kölner den gebürtigen Essener von RWE verpflichtet. In der Folge lief er 17-Mal für die U21 in der Regionalliga West auf (ein Tor) – unter anderem gemeinsam mit Marvin Obuz, Mathias Olesen, Florian Dietz, Jonas Urbig und Noah Katterbach. Futkeus Gastspiel am Geißbockheim war allerdings ein kurzes und endete unschön.
Im Frühjahr 2022 wurde der Angreifer plötzlich und ohne Rückkehr suspendiert. Die genauen Hintergründe wollte damals keiner der Beteiligten erklären. Es hieß lediglich, Futkeu habe sich abseits des Platzes ein Vergehen geleistet, das dem FC keine andere Wahl gelassen habe, als zu dieser drastischen disziplinarischen Maßnahme zu greifen.
Über Oberliga und Frankfurt nach Fürth
Im anschließenden Sommer verließ Futkeu, dessen Vertrag eigentlich bis 2023 gelaufen wäre, den FC und schloss sich Schwarz-Weiss Essen an. Mit 30 Treffern in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein empfahl sich der Stürmer für einen Wechsel zu Eintracht Frankfurts Zweitvertretung, bei der ihm wiederum 16 Tore (plus acht Vorlagen) in der Regionalliga gelangen.
Vor der aktuellen Saison holte Fürth Futkeu für eine geringe sechsstellige Ablöse als Nachfolger für den zuvor vom FC ausgeliehenen Tim Lemperle – angesichts seiner neun Treffer ein lohnenswertes Investment. Gerhard Struber warnt explizit vor dem Ex-Kölner und dessen Sturmpartner Felix Klaus: „Klaus und Futkeu haben eine hohe Dynamik, sie agieren sehr schnörkellos und geradlinig.“ Futkeu dürfte nach seinem einstigen Rauswurf bei den Geißböcken extramotiviert sein.






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