Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln hatten am Sonntagabend gegen Eintracht Frankfurt keine Chance. Die Carlson-Elf unterlag der Eintracht mit 0:4 (0:2), ist nun aber auch rechnerisch gerettet.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Juline Mittag
Bei traumhaftem Wetter strömten am Sonntagabend 2.430 Fans ins Franz-Kremer-Stadion, um die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln zu unterstützen. Auch zahlreiche Anhänger der Gäste aus Frankfurt hatten die Reise aus Hessen angetreten und sollten für ihre Mühen belohnt werden. Der FC stemmte sich mit großem Einsatz gegen die spielstarken Frankfurterinnen, was von den Zuschauern auf den Rängen mit viel Applaus honoriert wurde.
Tore und Highlights
6. Minute: Frankfurt startete druckvoll in die Partie und setzte den FC früh unter Druck. Die Kölnerinnen fanden in der Anfangsphase überhaupt keinen Zugriff, während sich die Eintracht die Geißböcke regelrecht zurechtlegte. So fiel auch der frühe Führungstreffer: Nach einem Fehlpass von Janina Hechler landete der Ball bei Carlotta Wamser, die gedankenschnell agierte und Laura Freigang bediente. Allein vor FC-Torfrau Aurora Mikalsen behielt Freigang die Nerven, hob den Ball über die herauseilende Keeperin und brachte Frankfurt mit 1:0 in Führung.
15. Minute: Erneut kamen die Gäste über die rechte Seite gefährlich vor das Kölner Tor. Eine punktgenaue Flanke von Lara Prasnikar fand Nicole Anyomi, die im Strafraum völlig unbedrängt agieren konnte. Sie nahm den Ball an, drehte sich und schob die Kugel abgeklärt ins rechte untere Eck – 0:2. Die FC-Abwehr wirkte dabei völlig passiv und konnte dem Abschluss nur hinterherschauen.
40. Minute: Nach dem zweiten Treffer schaltete Frankfurt einen Gang zurück und überließ Köln phasenweise das Spiel. Mitte der ersten Hälfte fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie und kamen zu ersten Offensivaktionen – ein Abschluss auf das Tor von Stina Johannes blieb allerdings aus. Kurz vor der Pause bekam der FC noch mal einen Freistoß zugesprochen. Laura Vogt konzentrierte sich aber nicht, sodass der Ball gegen eine Frankfurterin prallte, die den Konter einleitete. Nicole Anyomi lief alleine auf Mikalsen zu, traf jedoch nur den Pfosten. Trotz leichter Nachlässigkeiten hatte die Eintracht die Partie weiterhin weitgehend unter Kontrolle und ging mit einer verdienten Führung in die Pause.
53. Minute: Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: Die Eintracht präsentierte sich spritziger, zweikampfstärker und ballsicherer. Es dauerte nicht lange, bis die Gäste erneut gefährlich vor das Tor kamen. Nach einer Ecke von Nina Lührßen brachte Wamser den Ball präzise in den Strafraum, wo Freigang am höchsten stieg und per Kopfball zum 0:3 vollendete.
90. Minute: Im weiteren Verlauf stemmte sich der FC mit großem Kampfgeist gegen die drohende Klatsche und versuchte, die Frankfurterinnen so gut es ging vom eigenen Tor fernzuhalten. Die Geißböcke warfen sich in jeden Zweikampf, doch die individuelle Klasse und Dominanz der Gäste waren letztlich zu groß, um noch auf eine Wende hoffen zu dürfen. Frankfurt blieb offensiv gefährlich und erspielte sich weitere hochkarätige Chancen. Eine davon nutzte die Eintracht schließlich zum 0:4: Nach einem Abstoß kombinierten sich die Gäste schnörkellos durchs Mittelfeld auf die rechte Seite, wo Wamser viel Platz hatte. Ihre Hereingabe fand im Strafraum Elisa Senß, die völlig frei stand und mühelos zum Endstand einschieben konnte.
Personal
So spielte der FC: Mikalsen – Gerhardt, Bohnen, Hechler, Wiankowska (62. Argez) – Vogt (62. Schmidt) – Donauser, Feiersinger, Bienz (73. Schiffrath) – Achinska (83. Cordes), Ziemer
Zur Aufstellung: Im Vergleich zum Rheinderby bei Bayer Leverkusen gab es zwei Veränderungen in der Startelf. Vanessa Leimenstoll war nach dem Abschlusstraining angeschlagen stand dem FC gegen Frankfurt nicht zu Verfügung. Stattdessen rückte Laura Donhauser in die Anfangsformation. Sara Argez machte für Amelie Bohnen in der Innenverteidigung Platz und saß zunächst auf der Bank.
Fazit
Der FC warf alles in die Waagschale und kämpfte bis zur letzten Minute, was von den Fans immer wieder mit Beifall belohnt wurde. Doch der Klassenunterschied war an diesem Abend unübersehbar: Frankfurt war in allen Belangen überlegen. Die Carlson-Elf lauerte auf Fehler der Eintracht, konnte diese jedoch nie wirklich nutzen. Frankfurts Torhüterin erlebte einen weitgehend ruhigen Abend, denn nennenswerte Strafraumszenen des FC waren Mangelware. Insgesamt war es ein hochverdienter Sieg für die Gäste aus Frankfurt. Dennoch ist der Kölner Klassenerhalt seit diesem Wochenende auch rechnerisch perfekt, der Vorsprung auf Schlusslicht Potsdam (1:3 gegen Leverkusen am Freitag) beträgt zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin sieben Punkte.







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