Die U19 des 1. FC Köln gehört zu den acht besten Nachwuchsmannschaften in Deutschland. Am Sonntag kämpfen die Geißböcke gegen den Hamburger SV um den Einzug in das Halbfinale. Zu erwarten ist ein intensives Spiel auf Augenhöhe.
Mit diesem Viertelfinale haben wohl die wenigsten Kenner des deutschen Nachwuchsfußballs gerechnet. Wenn am Sonntag der 1. FC Köln und der Hamburger SV im Franz-Kremer-Stadion aufeinandertreffen, stehen sich zwei Teams gegenüber, die in ihrer Hauptrundengruppe den vierten Platz belegten und somit im Achtelfinale auf einen Gruppenersten trafen.
Doch sowohl die Geißböcke als auch die Rothosen setzten sich jeweils in hochdramatischen 120 Minuten durch. Der FC gewann mit 4:3 in Stuttgart, der HSV mit 2:1 beim Karlsruher SC.
Treffen der Favoritenschrecken
Für Trainer Stefan Ruthenbeck war der Einzug seiner Mannschaft ins Viertelfinale jedoch keine besonders große Überraschung. „Wir haben schon in der Hauptrunde gesehen, wie eng die Mannschaften leistungstechnisch zusammenliegen. Hier konnte jeder jeden schlagen. Häufig war die Tagesform entscheidend oder, wie in unserem Fall auch, welche Spieler wir zur U21 abgestellt haben, sodass diese bei uns nicht zum Einsatz kamen.“
Und auch den HSV misst Ruthenbeck nicht an der Platzierung der Hauptrunde: „Die Hamburger haben in der Hauptrunde viel mehr Punkte unglücklich liegen gelassen als glücklich mitgenommen. Insofern war es auch keine riesige Überraschung, dass sie sich in Karlsruhe durchgesetzt haben.“
Respekt vor dem Hamburger SV
Wenig verwunderlich also, dass Ruthenbeck vor dem Gegner aus der Hansestadt Respekt hat: „Der HSV hat in der Offensive viel Tempo und Körperlichkeit, also beste Voraussetzungen für ein schnelles Umschaltspiel. Trotzdem wollen sie in Drucksituationen immer wieder spielerische Lösungen finden. Da erwartet uns eine gute Mannschaft.“ Dennoch wird es wohl auf ein 50:50-Spiel hinauslaufen, vielleicht mit leichten Vorteilen für die Geißböcke – zumindest dann, wenn sie an die Leistung nach der Pause in Stuttgart anknüpfen können.
„In dieser Phase der Saison ist in einem Spiel immer alles möglich. Du kannst Bayern schlagen, du kannst Dortmund schlagen, du kannst Stuttgart schlagen, du kannst aber auch immer jedes Spiel verlieren. Uns ist völlig bewusst, dass wir noch weit kommen können. Uns ist aber auch klar, dass es am Sonntag vorbei sein kann“, schätzt Ruthenbeck die Chancen auf ein Weiterkommen realistisch ein.
Stapelmann wieder eine Option
Beim Spiel gegen den HSV wird Ruthenbeck auf die Spieler setzen können, die auch in Stuttgart einsatzbereit waren. Zudem wird höchstwahrscheinlich Luis Stapelmann, dessen Verletzung nicht so schlimm wie erwartet war, wieder zum Kader stoßen. Damit hat der FC in der Innenverteidigung eine Option mehr.
Der GEISSBLOG tickert das Viertelfinale des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV am Sonntag live ab 13.00 Uhr aus dem Franz-Kremer-Stadion.







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