Liveticker-Nachlese: So lief die Pressekonferenz mit Wolf, Kessler und Funkel

Friedhelm Funkel bei seiner Vorstellung. (Foto: Bucco)
Friedhelm Funkel bei seiner Vorstellung. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat sich von Sport-Geschäftsführer Christian Keller und Trainer Gerhard Struber getrennt. Nun äußern sich Präsident Werner Wolf, Sportdirektor Thomas Kessler und Neu-Trainer Friedhelm Funkel. Der GEISSBLOG tickert die Pressekonferenz live.

15.35 Uhr: Das war’s. Die Pressekonferenz ist beendet. Morgen um 11 Uhr tritt Friedhelm Funkel das erste Mal mit seiner Mannschaft auf den Trainingsplatz.

15.33 Uhr: Wolf zur Verlängerung mit Christian Keller: „Ich sehe nicht, dass das ein Fehler war. Wir haben als Vorstand das so entschieden. Dann gibt es ein erweitertes Gremium, dass ist der Gemeinsamer Ausschuss. Der muss zustimmen und das ist passiert.“

15.32 Uhr: Wolf über die lange Treue zu Christian Keller: „Ich sehe das dramatisch anders. Wir waren in einer vor allem finanziell äußerst prekären Situation. Wir brauchten Geschäftsführer, die uns beim Re-strukturieren geholfen haben. Das ist uns in einer außergewöhnlichen Weise gelungen. Unsere Zahlen, die wir im Herbst präsentieren, werden beeindruckend sein. Der Verein ist voll handlungsfähig und kreditwürdig. Das war das primäre Ziel. Ich sehe auch nicht, dass es sportlich nur runter gegangen ist. Wir hatten die Transfersperre, mit der wir umgehen mussten, damit hatte Herr Keller nichts zu tun. In dieser schwierigen Zeit haben wir es geschafft, den Verein funktionsfähig zu halten. Es war eine sehr vertrauensvolle und menschlich gute Zusammenarbeit. Deswegen tut es mir leid, dass die Trennung nicht vermeidbar war.“

15.31 Uhr: Wolf weicht der Frage nach einer Keller-Nachfolge aus: „Es stehen im Herbst Wahlen an und der Vorstand wird in dieser Konstellation nicht mehr antreten. Aber der Vorstand ist voll handlungsfähig und wir werden vertrauensvoll und hochprofessionell zusammenarbeiten. Jetzt fokussieren wir uns auf die zwei nächsten Spiele und danach gucken wir weiter.“

15.30 Uhr: Am letzten Spieltag geht es gegen Funkels Ex-Clubs Kaiserslautern. „Über das Spiel denke ich noch nicht nach, weil das wichtigste ist jetzt am Freitag gegen Nürnberg. Danach habe ich Zeit, weil es eine lange Woche wird von Freitag bis Sonntag. Alles andere zählt nicht.“

15.28 Uhr: Würde Funkel auch noch eine Bundesliga-Saison mit dem FC spielen? „Jetzt haben wir erstmal über die zwei Spiele gesprochen. Alles andere zählt für mich nicht. Danach werden wir sehen, was passiert.“

15.27 Uhr: Wolf über den Zeitrahmen der Nachbesetzung von Keller und auch Markus Rejek: „Wir sind in der Nachfolge von Markus Rejek relativ weit fortgeschritten und hoffen, dass wir im nächsten Monat eine Lösung präsentieren können. Manchmal läuft es nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Dann muss man als Vorstand eine Entscheidung treffen und das haben wir konsequent macht. Man darf keine Probleme transferieren. Dem bin ich immer treu geblieben.“

15.25 Uhr: Funkel sorgt für den ein oder anderen Lacher. „Ich hatte überwiegend schöne Gedanken. Ich kam gerade vom Tennis spielen. Dann habe ich das Klingeln vom Handy gehört, ich hatte Thomas Nummer natürlich gespeichert. Ich wusste ja nicht, was Thomas wollte, ich hatte ja noch nichts in den Medien gesehen. Dann haben wir darüber gesprochen. Wenn der 1. FC Köln anfragt, kann man nicht nein sagen.“

15.22 Uhr: Funkel wird auf sein kritisches Interview vor einigen Wochen hinsichtlich Christian Keller angesprochen. „Natürlich wäre auch eine Zusammenarbeit möglich gewesen“, sagt der Trainer. „Man kann ja mal verschiedener Meinung sein. Mir ist zu wenig rübergekommen, dass ich ihn auch gelobt habe. Ich habe gesagt, dass er ein sehr schlauer und intelligenter Mensch ist, der den Club saniert hat. Was ich kritisiert habe, ist, dass ich nicht sicher bin, ob er auch genügend Ahnung im fußballerischen Bereich hat. Das habe ich in Frage gestellt. Deswegen würde man aber eine Zusammenarbeit nicht ablehnen.“

Werner Wolf, Thomas Kessler und Friedhelm Funkel bei der Pressekonferenz. (Foto: Bucco)

15.21 Uhr: Funkel nochmal zu seiner Rückkehr aus dem Ruhestand: „Als Thomas gestern angerufen hat, war für mich insgesamt sofort klar, dass ich das mache. Köln ist einfach etwas besonderes für mich. Ich hab dann schnell angerufen, nicht, dass Thomas noch einen anderen im Ärmel gehabt hätte. Hatte er natürlich nicht.“

15.17 Uhr: Bernd Eibler wurde wie Struber freigestellt. Thomas Hickersberger zählt allerdings noch zum Trainerteam. „Bernd war der Co-Trainer Nummer eins von Gerhard Struber, den er aktiv mitgebracht hat. Er ist eng verwurzelt mit Gerhard. Deswegen stellte sich für mich die Frage nicht. Thomas kommt auch aus Österreich, ansonsten haben sie aber noch nicht zusammengearbeitet. Ich habe ihn so kennengelernt, dass er unglaublich wertvoll für uns ist“, sagt Thomas Kessler zum Trainerteam und hebt vor allem die Standard-Stärke hervor, für die Hickersberger verantwortlich ist.

15.15 Uhr: Matthias Lust wird Co-Trainer von Funkel. Der Trainer sagt: „Ich habe mit Matthias in Kaiserslautern schon zusammengearbeitet. Ihn zeichnet aus, dass er ein großartiger Mensch ist. Das ist ganz wichtig und wird manchmal zu wenig bewertet. Aber er ist auch ein großer Fußball-Fachmann. Er hat viele eigene Erfahrungen gemacht. Deswegen war es für mich wichtig, dass ich Matthias mitnehmen kann. Der Wunsch ist mir sofort erfüllt worden.“

15.14 Uhr: Funkel über seine Arbeit: „Auf dem Platz müssen wir auch arbeiten, da führt kein Weg dran vorbei. Ich werde aber einige Gespräche führen ab morgen, um ein Gefühl für die Mannschaft und die Situation zu bekommen. Es sind einige erfahrene Spieler dabei, mit denen werde ich in erster Linie erstmal sprechen. Ich werde mir das Training genau überlegen, was wir genau machen. Das kann ich noch nicht genau sagen. Es gibt das ein oder andere, wo wir dran arbeiten müssen. Natürlich sind aber die Gespräche wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass wir im Trainerteam die richtigen Worte finden werden, damit die Mannschaft am Freitagabend in Nürnberg selbstbewusst auftritt und ein gutes Ergebnis erzielen wird.“

15.13 Uhr: Wolf über die Zielsetzung des Aufstiegs: „Wenn du zur Winterpause erster bist und jetzt zweiter bist, ist doch klar, dass du das Ziel erreichen willst. Das gilt immer noch unter schnellstmöglich. Es ist insgesamt eine sehr gute Arbeit abgeliefert worden. Wenn du dann nah dran bist, willst du es haben. Und das wollen wir. Ich will aufsteigen.“

15.12 Uhr: Der Unterschied zwischen Kesslers alter und neuer Funktion: „Die Struktur hat es vorher nicht hergegeben. Dadurch, dass wir aktuell keinen Geschäftsführer Sport zu haben, habe ich jetzt die Befugnis, Entscheidungen aus eigener Position zu treffen. Ich arbeite mit meinem Team und stehe diesem vor.“

15.11 Uhr: Es gibt ein Gerücht, dass Urs Fischer ab der kommenden Saison Trainer werden könnte. „Ich führe aktuell keine Gespräche darüber und werde viel Zeit mit unserem neuen Cheftrainer verbringen. Das ist Friedhelm Funkel“, will sich Kessler nicht dazu äußern.

15.10 Uhr: Kessler wird gefragt, wie es mit seiner Position nach der Saison weitergeht. Konkret darauf antworten will der Sportdirektor nicht. „Es geht um die nächsten zwei Spiele. Ich nehme die Aufgabe an.“

15.09 Uhr: Bisher hat Funkel noch nicht mit den Spielern gesprochen. „Ich weiß, dass es gute Spieler sind. Es ist eine erfahrene Mannschaft mit einigen jungen Spielern.“ Seine Eindrücke, die er bisher gesammelt hat, will er aber erst mit der Mannschaft bestreiten.

15.08 Uhr: Weiter sagt Funkel: „Ich werde alle mit der Mannschaft zusammen meine Kräfte bündeln. Mir geht es darum die Mannschaft und das Trainerteam auf das Spiel am Freitag in Nürnberg zu fokussieren. Wir wollen das Spiel gewinnen, es werden einige Gespräche mit den Spielern stattfinden. Ich will der Mannschaft eine gewisse Lockerheit und Leichtigkeit vermitteln. Auch ein gewisses Selbstvertrauen. Das ist mir in meinem bisherigen Stationen gut gelungen.“

15.07 Uhr: Nun äußert sich Funkel zu seiner erneuten Rückkehr. „Für mich ist das ein richtig, richtig gutes Gefühl, wieder beim 1. FC Köln zu sein. Ich habe nicht mehr damit gerechnet, aber im Fußball passieren Dinge, die niemand für möglich hält. Auch ich habe das bis gestern Nachmittag nicht für möglich gehalten. Dann kam der Anruf von Thomas, der gefragt hat, ob ich mir das vorstellen kann. 19-20 Uhr war er dann bei mir in Krefeld und wir haben zwei, drei Stunden gesprochen. Ich habe gesagt, dass ich mich heute früh melde. Ich musste aber nicht lange überlegen, ich habe gut geschlafen und bin mit einem guten Gefühl ins Bett gegangen. Dann habe ich Thomas angerufen und gesagt: ich mache das. Heute früh bin ich dann ans Geißbockheim gefahren und habe meinen Vertrag für die nächsten zwei – vielleicht auch vier – Spiele unterschrieben. Ich glaube es werden nur zwei.“

15.05 Uhr: Jetzt spricht Thomas Kessler. „Danke für das Vertrauen, das ihr mir mit auf den Weg gegeben habt. Ich bin sehr froh, dass ich hier mit Friedhelm zusammen sitze. Ich habe vom ersten Augenblick gespürt, dass Friedhelm der perfekte Partner ist, die Aufgabe anzunehmen. Das werden herausfordernde Wochen. Aber wir sind überzeugt, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt – und das schon jetzt in Nürnberg. Friedhelm hat gezeigt, dass er in kurzer Zeit einen Impact haben kann.“

15.03 Uhr: Wolf berichtet, dass Kessler gestern Abend noch nach Krefeld gefahren sei, um Friedhelm Funkel persönlich zu überzeugen.

15.02 Uhr: Wolf weiter: „Dann kommt das Aber: Während zunächst die Leistung und dann die Ergebnisse gut waren, war jetzt weder das eine noch das andere gut. Die Frage ist, ob wir den Personen noch vertrauen. Und wir haben das Vertrauen verloren. Wir haben gestern morgen zusammengesessen und gesagt: dann müssen wir handeln. Das haben wir auch getan. Es ist immer noch in unserer Hand. Wenn wir halbwegs vernünftig spielen mit guten Ergebnissen, haben wir das Schicksal in der eigenen Hand. Deshalb haben wir jetzt gesagt, dass wir einen Wechsel vornehmen. So leid mir das tut, mussten wir die Entscheidung treffen. Wir wollten einen Impuls auf der Trainerbank und Christian Keller war nicht bereit, diese Entscheidung mitzugehen. Deswegen mussten wir uns von ihm trennen.“

15.00 Uhr: Präsident Werner Wolf legt los. „Ich würde gerne ein Stück zurück gucken und Dankeschön an Christian Keller und Gerhard Struber sagen. Christian hat den Verein saniert und ihn langfristig gut aufgestellt. Es ist ihm gelungen, trotz der Transfersperre einen vernünftigen Kader zusammenzustellen. Wir standen im Winter auf Platz eins und jetzt auf Platz zwei. Gerhard Struber ist es gelungen, die jungen Spieler zu integrieren und die Mannschaft zu stabilisieren. Zudem wären wir fast ins Pokal-Halbfinale einzuziehen. Man sollte immer die Menschen im Blick haben und beiden gebührt dank.“

14.59 Uhr: Es geht mehr als pünktlich los. Wolf, Kessler und Funkel nehmen vorne Platz. Pressesprecherin Lil Zercher eröffnet die Pressekonferenz.

14.52 Uhr: Werner Wolf ist bereits seit einer Viertelstunde vor Ort. Auch der aktuell einzig verbliebene Geschäftsführer Philipp Türoff ist im Pressebereich des RheinEnergieStadions angekommen.

Hier nehmen gleich Werner Wolf, Thomas Kessler und Friedhelm Funkel Platz. (Foto: GEISSBLOG)

14.50 Uhr: Stimmt ab! Haben die Verantwortlichen mit der Trennung von Christian Keller und Gerhard Struber die richtige Entscheidung getroffen? Wie seht ihr Friedhelm Funkel als Aufstiegs-Retter?

14.45 Uhr: Herzlich Willkommen zur Pressekonferenz aus dem RheinEnergieStadion. In wenigen Minuten werden Präsident Werner Wolf, Sportdirektor Thomas Kessler und der neue Trainer Friedhelm Funkel auf dem Podium Platz nehmen und sich zum FC-Beben äußern.

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