Uth kämpft mit den Tränen: „Ein kleines Märchen“ und Schuhputzer Lemperle

Mark Uth wurde nach seinem 4:0 auf Händen getragen. (Foto: Bucco)
Mark Uth wurde nach seinem 4:0 auf Händen getragen. (Foto: Bucco)

Mark Uths Karriere hat einen perfekten Abschluss gefunden. Tor, Aufstieg, Meisterschaft – ein schöneres letztes Spiel hätte sich der Offensiv-Star des 1. FC Köln nicht wünschen können. Während der Aufstiegsfeier kämpfte er mit den Tränen.

Dieses Happy End wirkte wie aus einem kitschigen Hollywood-Film: Mark Uth wird im letzten Spiel seiner Karriere nach 82 Minuten eingewechselt, trifft fünf Minuten später zum 4:0-Endstand gegen den 1. FC Kaiserslautern und feiert anschließend mit seinem Herzensverein, dem 1. FC Köln, Aufstieg und Meisterschaft.

„Das ist ein kleines Märchen“, staunte Sportdirektor Thomas Kessler. Und selbst Friedhelm Funkel, der in seiner langen Karriere schon alles gesehen hat, war sichtlich gerührt. „So eine Geschichte schreibt nur der Fußball. Fantastisch“, freute sich der Trainer mit dem Kölner Publikumsliebling, der 14 Jahre nach der erstmaligen Berufung in den Profi-Kader des FC – ebenfalls gegen Kaiserslautern – seine Karriere beendet hat.

FC-Profis feiern Uth – Lemperles besondere Geste

Uths Leidensgeschichte ist hinlänglich bekannt, in den vergangenen drei Saisons konnte er aufgrund von diverser Verletzung nur noch sporadisch zum Einsatz kommen. Sein bis dato letztes Tor hatte er im Oktober 2023 im DFB-Pokal auf dem Betzenberg erzielt. Nun verabschiedete sich der 33-Jährige in den letzten Minuten seiner aktiven Laufbahn mit einem Treffer aus Müngersdorf.

Seine Mitspieler waren nach dem 4:0 völlig aus dem Häuschen, freuten sich nicht nur über den Aufstieg, sondern auch über diesen besonderen Uth-Moment. Nahezu die komplette Mannschaft rannte zu dem Ex-Nationalspieler, herzte und feierte Uth vor der Nordkurve. Jan Thielmann trug ihn auf den Schultern, Tim Lemperle putzte symbolisch Uths Schuhe.

Tim Lemperle widmete sich Mark Uths begnadetem linken Fuß. (Foto: Sky)
Tim Lemperle widmete sich Mark Uths begnadetem linken Fuß. (Foto: Sky)

„Mit dem Tor, mit dem Sieg, mit dem Aufstieg hat Mark den Abschied bekommen, den er sich mit solch einer Karriere verdient hat“, strahlte Leart Pacarada nach Abpfiff und bekräftigte: „Er hat es wirklich verdient, auch mit seiner Art und Weise.“

Uth: „Es gibt nichts Schöneres“

Als zweiter Profi nach Kapitän Timo Hübers durfte Uth die Zweitliga-Schale in den Müngersdorfer Himmel recken, sprach dann über das Stadion-Mikrofon zu den Fans: „Ich will nicht viel sagen, ich will mich nur bedanken bei euch. Ich hatte eine unfassbar schöne Karriere. Mit dem Aufstieg zu gehen – es gibt nichts Schöneres.“ 

Nach seiner Rede bekam Mark Uth eine Bierdusche ab, (Foto: IMAGO / Nordphoto)

Bei seiner kleinen Abschiedsrede wirkte der Porzer noch gefasst. Doch als kurz darauf ein Videoclip mit Szenen aus seiner Karriere über die Leinwände lief und sich anschließend alle Spieler sowie die Fans auf dem Rasen zu AnnenMayKantereits „Tommi“ in den Armen lagen, kämpfte auch Uth mit den Tränen. Es war der Abschluss, von dem er im Vorfeld geträumt hatte. Fast zu schön, um wahr zu sein.

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