Marvin Schwäbe hat dem 1. FC Köln die Treue geschworen. Welche Ziele und Träume sich der Torhüter mit den Geißböcken noch erfüllen will.
Die Meldung kam überraschend und kann offenbar auch schnell wieder ad acta gelegt werden: Der Los Angeles FC soll sich mit Marvin Schwäbe beschäftigen (der GEISSBLOG berichtete). Der Torhüter des 1. FC Köln hat allerdings keinerlei Wechselabsichten, wie er nun im vereinseigenen Podcast kundgetan hat.
Auf die Frage, ob er auch in der kommenden Saison für den FC auflaufen wird, antwortet Schwäbe: „Ja. Davon gehe ich aus.“ Der 30-Jährige klingt nicht so, als mache er sich bezüglich anderer Optionen überhaupt Gedanken. Das LAFC-Gerücht ploppte zwar erst nach der Podcast-Aufnahme öffentlich auf, dürfte Schwäbe aber schon bekannt gewesen sein.
Schwäbe träumt vom Pokal-Finale mit dem FC
Kölns Nummer eins denkt bei seinen Zielen für die Zukunft nur an die Geißböcke. Was er sich vornimmt? „Den maximalen Erfolg mit dem 1. FC Köln, was in der nächsten Saison vielleicht erst mal der Klassenerhalt ist.“ Hinzu kommt ein Traum: „So ein DFB-Pokal-Finale wäre schon sehr reizvoll.“
In der vergangenen Saison war die Reise nach Berlin durchaus im Bereich des Möglichen, im Viertelfinale hatte der FC die hochfavorisierten Leverkusener an den Rande einer Niederlage gebracht. Das Spiel in der BayArena zählte gewiss zu den stärksten unter Gerhard Struber, auf dessen Köln-Engagement Schwäbe im Podcast ebenfalls zurückblickt.
Er hat mich als Mensch gesehen und Gespräche mit mir geführt, wo ich dachte: Richtig geil, wie du mit mir kommunizierst.
Marvin Schwäbe über Struber
„Ich habe ihn sehr geschätzt“, sagt der Torhüter und schiebt nach: „Ich hoffe, dass er seinen Weg weitergeht und so bleibt, wie er ist. Als Mensch und als Trainer war er super.“ Diese Meinung vertrat Schwäbe sogar in der Zeit, als er nur auf der Bank saß. „Er hat mich als Mensch gesehen und Gespräche mit mir geführt, wo ich dachte: Richtig geil, wie du mit mir kommunizierst.“
Nach Strubers Entlassung habe er den Österreicher angerufen und sich für die Saison bedankt – womöglich auch für dessen Entscheidung im vergangenen Herbst, als der Trainer Schwäbe wieder zur Nummer eins gemacht und Jonas Urbig auf die Bank gesetzt hatte.
„Solange ich hier bin, bin ich überglücklich“
„Ich habe auf meine Chance gewartet und gehofft, um dann ready zu sein“, erinnert sich der Keeper, der im Podcast – anders als von den Verantwortlichen damals dargestellt – noch einmal beteuert, nach dem Abstieg gar keinen Wechselwunsch hinterlegt zu haben.
„Es hatte für mich überhaupt keine Überzeugung gebraucht. Ich habe nicht gesagt, dass ich unbedingt weg will. Ich wollte auch nicht den Konkurrenzkampf scheuen. Aber das ist alles beiseitegelegt“, versichert Schwäbe im Rückblick und ergänzt: „Solange ich hier bin, bin ich überglücklich, meinen Teil beizutragen – auch wenn es mal Stress gab.“
Kein Bock auf Saudi-Arabien
Für die kommende Saison sollten die Verhältnisse mehr als klar sein: Der gebürtige Hesse kehrt als unumstrittene Nummer eins in die Bundesliga zurück. Sollte Los Angeles ihn auf dem Zettel haben, muss der US-Club zu einem späteren Zeitpunkt in Schwäbes Karriere noch einmal anklopfen.
Gar nicht melden brauchen sich derweil Vereine aus Saudi-Arabien. „Dafür bin ich nicht der Typ, das brauche ich nicht“, schließt der FC-Leistungsträger aus, jemals in die Wüste zu gehen. „Natürlich ist Geld lukrativ, aber Saudi-Arabien wird es auf keinen Fall“, so Schwäbe deutlich.








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