Selten war ein Trainingslager so wichtig für den 1. FC Köln

Der FC bejubelt das 3:1 gegen Leicester City. (Foto: GEISSBLOG)
Der FC bejubelt das 3:1 gegen Leicester City. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln hat das Trainingslager in Bad Waltersdorf genutzt, um die Spielidee des neuen Trainers Lukas Kwasniok zu verinnerlichen. Der Leistungssprung war für alle sichtbar – und war der dringend benötigte Schub für das Selbstbewusstsein.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Was für ein Unterschied in nur einer Woche: Vor dem Trainingslager des 1. FC Köln in Österreich hatte Lukas Kwasniok das 2:2 im Testspiel bei Fortuna Köln genutzt, seine Spieler in den Senkel zu stellen. Eine Woche später, nach dem 3:1 gegen Leicester City, sprach der FC-Coach von einem „Quantensprung“ in der Entwicklung seiner Mannschaft.

Fünf Trainingstage und eine Woche in Bad Waltersdorf haben ausgereicht, um die Spielidee derart voranzubringen, dass die Spieler gegen den englischen Premier-League-Absteiger gänzlich anders auftraten. Da war es auch egal, ob bei Leicester die A- oder B-Elf auf dem Platz stand. Entscheidend war, dass der FC erstmals klare Abläufe im Spiel mit dem Ball zeigte.

Der FC tritt wieder als Einheit auf

Immer wieder hatte Kwasniok im Training in Österreich den Spielaufbau aus der Dreierkette heraus trainieren lassen. Immer wieder hatte er die schnellen Seitenwechsel ebenso üben lassen wie die vertikalen Angriffe. Immer wieder hatte er das variable Positionsspiel den Spielern vor Augen geführt. All das sah man gegen Leicester fast über die gesamten 90 Minuten.

Nach drei Wochen ist der FC somit einen großen Schritt vorangekommen. Eine Entwicklung, die von enormer Wichtigkeit ist – und dem Trainingslager eine noch größere Bedeutung verleiht als in der Vergangenheit. Lukas Kwasniok verwies nicht umsonst auf die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der seine Spieler die Partie gegen Leicester angegangen waren. Eine Einheit, die schon im Training zu sehen gewesen war.

Spielidee verlangt einen Wandel von den Spielern

Zwei Jahre lang schmorte der FC im eigenen Saft. Nun ist ein großer Umbruch im Gange. Ein solcher Schnitt im Kader und auch im spielerischen Ansatz birgt auch immer die Gefahr, dass Spieler diesen Weg nicht mitgehen wollen. Denn eine solche Veränderung verlangt auch immer eine große Bereitschaft der Mannschaft. Doch die Spieler haben nun die richtige Antwort gegeben.

Kwasniok hat damit einen ersten Erfolg für sich und sein Trainerteam verbuchen können. Es brauchte mehrere Wochen, um die Spieler von dem Gegen-den-Ball-Ansatz der vergangenen Jahre in den Mit-dem-Ball-Ansatz zu überführen. Das scheint nun gelungen. Damit ist die Grundlage für die Bundesliga-Saison 2025/26 gelegt.

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