Eigentlich sollte das Vorhaben des 1. FC Köln klar sein: Der Klassenerhalt steht in dieser Saison über allem. Lukas Kwasniok aber hat vor dem ersten Pflichtspiel erklärt, warum er auf ein konkretes Ziel verzichtet.
Zum Saisonstart gehört ein Saisonziel, das war in der Vergangenheit auch beim 1. FC Köln so. Vor einem Jahr war es „der schnellstmögliche Wiederaufstieg“, wie es die Verantwortlichen ausdrückten, um die Formulierung „direkter Wiederaufstieg“ und den dazugehörigen Druck zu umschiffen. Lukas Kwasniok allerdings bevorzugt es, ohne konkrete Zielstellung in die Saison zu gehen.
„Ich habe das noch nie gemacht. Da bin ich viel zu sehr Praktiker und Pragmatiker, viel zu wenig Theoretiker“, sagt der FC-Trainer vor dem ersten Pflichtspiel in Regensburg und erzählt schmunzelnd: „In Schulungen wird dir beigebracht, etwas gemeinsam zu malen und zu zeichnen und das an die Wand zu tapezieren.“ Für ihn sind solche Workshops nichts – womöglich einer von vielen Unterschieden im Vergleich zu Vorgänger Gerhard Struber.
Kwasniok erklärt seine Herangehensweise
„Mit den Zielen ist es nicht ganz so einfach“, merkt Kwasniok an: „Du gehst ins erste Spiel und sagst: ‚Wir wollen unbedingt zu null spielen.‘ Was machst du, wenn nach zwei Minuten Feierabend ist?“
Der 44-Jährige setzt lieber auf einzelne Etappen als auf die ganz große Vision. „Wir haben 15 Spiele bis zum Winter und hoffentlich zwei Pokalrunden. Ich teile die Saison gerne von Länderspielpause zu Länderspielpause ein“, erklärt Kwasniok seinen Ansatz. „Dann können wir von Block zu Block Revue passieren lassen, was gut war und was wir daraus schließen können, um daraus wieder Stärke zu ziehen.“
Kwasniok: „Bin damit gut gefahren“
Der erste Block nach der Vorbereitung umfasst neben dem Pokal-Auftakt am Sonntag in Regensburg noch den Bundesliga-Start in Mainz und die Heimpremiere gegen Freiburg. „Wenn du dir vierwöchige Etappen vor Augen führst, wirkt ein Ziel nicht so weit weg. Ich bin damit gut gefahren und mache das auch hier beim FC“, sagt Kwasniok.
Wobei dennoch klar sein dürfte: In der Bundesliga geht es für die Geißböcke als Aufsteiger zunächst einmal um den Klassenerhalt, im DFB-Pokal will man naturgemäß so weit wie möglich in Richtung Berlin vordringen.








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