Der erste Kwasniok-Kader steht. Welche 20 Profis der neue Trainer des 1. FC Köln mit zum Pokal-Auftakt beim SSV Jahn Regensburg genommen hat – und welche Spieler am Samstag eine böse Überraschung erlebten.
Lukas Kwasniok hatte Entscheidungen angekündigt, und nun sind die ersten Würfel gefallen: Als der 1. FC Köln am Samstagnachmittag zum Pokalspiel in Regensburg aufbrach, stiegen unter anderem Denis Huseinbasic, Leart Pacarada, Dominique Heintz und Julian Pauli nicht mit in den Mannschaftsbus, der den FC-Tross zum Flughafen chauffierte.
Von den 25 Feldspielern, die zuvor am Abschlusstraining teilnahmen, musste Kwasniok sieben aus seinem ersten Spieltagskader streichen. Dass es die zuletzt schon nicht berücksichtigten Imad Rondic und Jacob Christensen erwischen würde, war keine Überraschung. Ebenso wenig die Nicht-Nominierung von Luca Kilian, der sich nach seinem zweiten Kreuzbandriss zuletzt wieder im Individualtraining befunden hatte. Und auch mit Paulis Aus war nach dessen Bänderriss im Trainingslager zu rechnen gewesen.
Forcieren Huseinbasic und Pacarada jetzt Wechsel?
Vielmehr stellte sich die Frage, wen Kwasniok darüber hinaus zu Hause lassen würde. Mit Denis Huseinbasic traf es einen Akteur, der im Mittelfeld deutlich hintendran ist und vor einigen Wochen mit dem SC Braga in Verbindung gebracht wurde. Dazu mit Dominique Heintz und Leart Pacarada zwei Routiniers, die in der Aufstiegssaison noch zum Stammpersonal gezählt hatten. Gerade Pacarada, der bei Ex-FC-Trainer Gerhard Struber und Bristol City auf dem Wunschzettel stehen soll, sowie Huseinbasic könnten nun Wechsel forcieren.

Kwasnioks Aufgebot für das erste Pflichtspiel, dem alle elf Neuzugänge angehören, ist direkt ein richtungsweisendes. Schließlich hatte der Trainer bei der Pressekonferenz am Freitag angekündigt, dass es noch eine Reihe von Abgängen geben muss (der GEISSBLOG berichtete). „25 Feldspieler sind zu viel. Wir sind dabei, den Kader an der einen oder anderen Stelle einzuengen“, erklärte Kwasniok und verwies darauf, dass im 20er-Aufgebot für Regensburg „Tendenzen zu erkennen sein“ werden.
Man muss schauen, inwieweit eine Lösung möglich ist oder ob sich Spieler XY, der nicht im Kader war, wieder reinbeißt.
Lukas Kwasniok
Durch ihre Nicht-Berücksichtigung für den Pokal-Kader wissen Huseinbasic, Pacarada & Co. nun, dass ihnen eine schwere Saison bevorsteht – sollten sie beim FC bleiben. „Man muss schauen, inwieweit eine Lösung möglich ist oder ob sich Spieler XY, der nicht im Kader war, wieder reinbeißt“, so Kwasniok, der aber auch klipp und klar sagte: „Wir müssen den Spielern offen und ehrlich die Perspektive mit auf den Weg geben und über mögliche Leihen oder Vertragsauflösungen sprechen.“

Der erste Kader steht also – für die erste Startelf aber gibt es noch so einige Fragezeichen und reichlich Spielraum. „Ich liebe es, die Qual der Wahl zu haben“, sagte Kwasniok am Freitag und betonte wie schon nach der geglückten Generalprobe gegen Bergamo noch einmal: „Du wirst andere Spielertypen brauchen als gegen Atalanta. Wir brauchen auch Finesse im letzten Drittel, ohne dabei an Intensität einzubüßen.“
Die geforderte Finesse könnte für eine Startelf-Nominierung von Luca Waldschmidt sprechen, der über weite Teile der Vorbereitung in der Sturmspitze agiert hatte. Spannend wird neben der Besetzung des Angriffs auch Kwasnioks Wahl in der Dreierkette sowie auf der linken Seite. Hat Neuzugang Kristoffer Lund nach zwei Wochen schon die Nase vorn oder setzt der FC-Trainer doch auf Linton Maina?
Wer darf in Regensburg beginnen?
„Ich bleibe bei meiner Aussage, dass es eine Startelf und keine Stammelf geben wird“, sagte Kwasniok ganz generell, wobei er nachschob: „Natürlich wird es ein gewisses Maß an Stammspielern geben, einen Kern von vier, fünf Spielern, die jede Woche auflaufen werden, damit die anderen Spieler eine gewisse Orientierung haben. Aber wir wollen die Gegner trotzdem jede Woche wieder überraschen können.“
Diese vier, fünf Stammspieler dürften nach den Eindrücken der Vorbereitung zunächst mal Timo Hübers, Sebastian Sebulonsen, Eric Martel, Isak Johannesson und Jakub Kaminski sein. Das Quintett gilt genau wie Pokal-Torhüter Ron-Robert Zieler als gesetzt. Darüber hinaus bleibt bei der Kwasniok-Premiere vieles abzuwarten.
So könnte der 1. FC Köln spielen: Zieler – Schmied, Hübers, Krauß – Sebulonsen, Johannesson, Martel, Lund – Thielmann, Kaminski – Waldschmidt
Der Kader im Überblick
Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: Jusuf Gazibegovic, Sebastian Sebulonsen – Timo Hübers, Cenk Özkacar, Joel Schmied, Rav van den Berg – Kristoffer Lund
Mittelfeld: Isak Johannesson, Florian Kainz, Tom Krauß, Eric Martel – Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt
Verletzt/Krank/Aufbautraining: Luca Kilian, Julian Pauli
Nicht berücksichtigt/bei der U21: Sargis Adamyan, Jacob Christensen, Florian Dietz, Malek El Mala, Dominique Heintz, Denis Huseinbasic, Emin Kujovic, Leart Pacarada, Imad Rondic, Neo Telle







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