Die Stimmen zum Auftaktsieg – „Dann hast du das Gefühl: Wir sind wieder da!“

Marius Bülter und Luca Waldschmidt nach dem Sieg über Mainz 05. (Foto: IMAGO /Eibner)
Marius Bülter und Luca Waldschmidt nach dem Sieg über Mainz 05. (Foto: IMAGO /Eibner)

Der 1. FC Köln ist mit einem Sieg beim 1. FSV Mainz 05 in die neue Saison gestartet. Nach einem harten Abnutzungskampf waren die Kölner hinterher Erleichtert über die ersten drei Punkte. Die Stimmen zum Spiel.

Aus der MEWA-Arena berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Tom Krauß

„Es fühlt sich schön an, vor allem auch gegen den Verein, bei dem ich noch unter Vertrag stehe. Ein bisschen Genugtuung ist für mich auch dabei. Es ist erst der erste Spieltag, aber so in die Saison reinzustarten, geht nicht besser. In den ersten Minuten haben wir sie schon ein bisschen ins Spiel kommen lassen. Da haben wir gemerkt, dass es anders ist als in der 2. Liga und sie mit viel Wucht kommen. Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt. Der Ball von Luca auf Bülti geht nicht besser. Es war ein Abnutzungskampf und ein Spiel, in dem die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor macht. Zum Glück waren wir das.“

Marvin Schwäbe

„Es ist ein super Gefühl, mit den drei Punkten nach Hause zu fahren. Dass es ein harter Kampf würde, war klar. Am Anfang haben wir eine Einfindungsphase gebraucht. Danach wurde es besser und besser. Hintenraus war es eine enge Kiste. Die Rote Karte war natürlich positiv für uns. Wir haben das Tor super herausgespielt, Lucas Ball war erste Sahne. Wir haben es uns heute hart erarbeitet gegen einen Aspiranten, der international spielen will. Wir haben sehr gut verteidigt, es waren einige Blocks meiner Vorderleute. Es ist schön zu sehen, wenn sich alle Spieler reinhauen. Darauf lässt sich jetzt aufbauen. Die Euphorie mitzunehmen, tut uns extrem gut.“

Marius Bülter

„Es war eine super Flanke von Luca, ich musste gar nicht viel machen und habe den Ball glaube ich auch gar nicht viel berührt. Wir haben es heute nicht perfekt gespielt, wir haben viele Einwürfe und Freistöße zugelassen. Es war unser erstes Spiel in dieser Konstellation, für ein paar Spieler auch das erste Bundesliga-Spiel. Dafür haben wir es sehr gut gemacht und defensiv richtig gut gestanden. Es war klar, dass es heute intensiv und viel Mann gegen Mann gespielt wird. Da versucht man, sich in den Zweikämpfen aufzureiben. Wir haben uns die zwei Siege erarbeitet und es spricht für die Mannschaft, auch heute weiter daran geglaubt zu haben. Das gibt uns wie letzte Woche einen Push und schweißt die Mannschaft zusammen. Der Trainer sagt es auch immer wieder: Die Spieler, die von der Bank kommen, entscheiden häufig das Spiel. Das war heute auch wieder so.“

Luca Waldschmidt

„Joker zu sein nervt manchmal, kann aber auch gut tun, weil sich dann Räume ergeben. Die Überzahl hat geholfen, um einen Tick mehr Ruhe am Ball zu haben, um die Dinger vorne reinzubekommen. Bei Überzahl wird man schnell ungeduldig. Wir haben es aber vernünftig weitergespielt und auf die eine Chance gewartet. Es war extrem wichtig mit einem Sieg zu starten. Du kommst aus der 2. Liga. Wenn du dann den ersten Spieltag gewinnst, hast du das Gefühl: Wir sind wieder da.“

Lukas Kwasniok

„Wir sind natürlich happy. Du fährst nach Mainz und weißt, dass du erstmal in der Bundesliga ankommen musste. Sie haben uns den ersten Ball gleich hinter die Kette geknüppelt. Wir waren fahrig, nicht ganz so mutig. Das ist Bundesliga, es geht um Punkte, du hast was zu verlieren. Da ist erstmal Saftey first angesagt. Mainz war oft in der Nähe unseres Tores, ohne es richtig zu bedrohen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit das Abkippen von Amiri höher kontrollieren, um mehr Druck auf den Ball zu bekommen. Sicherlich war die Rote Karte spielverändernd – aber nicht spielentscheidend. Mit den Wechseln haben wir versucht, andere Fußballer aufs Feld zu bekommen, die technisch vielleicht etwas versierter sind. Die Mainzer haben es sehr gut gemacht in Unterzahl. Auch im zehn gegen elf war es ein Pari-Spiel. Am Ende sind wir der etwas glückliche, aber sicher nicht unverdiente Sieger am heutigen Tag. Wir fahren jetzt glücklich nach Hause.“

Bo Henriksen

„Glückwunsch zum Sieg. Es war ein okayes Spiel von uns. Die ersten 60 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Ich habe keine Chance von Köln gesehen außer den Schuss aus 13 Metern. Die Rote Karte war entscheidend für das ganze Spiel. Der nicht gegebene Elfmeter ist auch ein Teil dieses Erlebnisses. Wir haben alles probiert, ich bin stolz auf die Jungs. Im letzten Drittel müssen wir mit dem Ball etwas besser werden. In Unterzahl wird es gegen jeden Gegner schwierig. Köln war sehr gut vorbereitet.“

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