Der 1. FC Köln ist zum Saisonstart mit einer kuriosen Anstoß-Variante aufgefallen. Trainer Lukas Kwasniok hat hinterher die Idee erklärt und berichtet, von wem er sich das Vorgehen abgeschaut hat.
Viele Zuschauer dürften sich am Sonntag gewundert haben, wie der 1. FC Köln zum Start in die zweite Halbzeit seinen Anstoß gegen den 1. FSV Mainz 05 ausgeführt hatte. Isak Johannesson stand im Mittelkreis bereit und schlug den Ball mit seinem linken Fuß tief in der gegnerischen Hälfte schlichtweg ins Seitenaus.
Der lange Ball war jedoch nicht missglückt, sondern genauso geplant gewesen. Schon im DFB-Pokal gegen den SSV Jahn Regensburg hatte der FC seinen Anstoß mit derselben Variante ausgeführt. Eine klare Vorgabe von Trainer Lukas Kwasniok, wie dieser hinterher am Mikrofon bei DAZN erklärte.
Die Idee hinter der Anstoß-Variante
„Beim Einwurf kannst du einfach zustellen und mit dem Anstoß bist du schon in der gegnerischen Hälfte. Da muss der Gegner erstmal rauskommen“, sagte der 44-Jährige. Schon während seiner Zeit als U19-Trainer beim Karlsruher SC hatte der Trainer diese Variante praktiziert. „Irgendwann habe ich das aber wieder eingestampft“, sagte Kwasniok.
Unter anderem der SC Freiburg hatte sich über die Art und Weise des Anstoßes beschwert und auf die fußballerische Entwicklung im Nachwuchsfußball verwiesen, berichtete der Kölner Coach. Inzwischen hat Kwasniok das Vorgehen beim Anstoß aber wieder beim FC implementiert. Auch, weil der Trainer des amtierenden Champions-League-League-Siegers Luis Enrique diese Methode bei Paris Saint-Germain ebenfalls praktiziert.
Als ich es dann bei der besten Mannschaft der Welt wieder gesehen habe, habe ich gesagt: Okay, dann können wir es auch wieder machen.
Lukas Kwasniok
„Als ich es dann bei der besten Mannschaft der Welt wieder gesehen habe, habe ich gesagt: Okay, dann können wir es auch wieder machen“, sagte Kwasniok. Die Mainzer hatten sich derweil am Sonntag mit ihrem frühen Einwurf in Durchgang zwei aus der eigenen Hälfte befreien können. Bislang war die Variante für den FC also noch nicht von Erfolg gekrönt. Den ein oder anderen Versuch bei eigenem Anstoß wird es für die Kölner aber wohl noch geben.








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