Said El Mala hat am Sonntag sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln gefeiert. Sein Bruder Malek hat unterdessen ein Ausrufezeichen in der Regionalliga gesetzt. Der Angreifer ist zusammen mit Torhüter Luis Hauer der Gewinner der U21-Krise.
Rund läuft es für die U21 des 1. FC Köln noch nicht. Fünf Spiele, vier Niederlagen lautet die enttäuschende Bilanz des Saisonstartes für die Mannschaft von Trainer Evangelos Sbonias. Am Wochenende setzte es dabei eine 1:2-Pleite gegen die Sportfreunde Lotte, die bis dato ebenfalls noch nicht die Sterne vom Himmel gespielt hatten.
Einer, der bei der Niederlage jedoch für ein Ausrufezeichen setzen konnte, war Malek El Mala. Zum zweiten Mal in Folge stand der Sommer-Neuzugang und Bruder von Bundesliga-Debütant Said für die U21 in der Startelf – und erzielte gleichzeitig sein zweites Tor in Folge. Hatte er in der Vorwoche einen Fehler der Siegener Hintermannschaft noch eiskalt ausgenutzt, bewies der 20-Jährige nun, dass er den Dribbling-Künsten seines Bruders in nur wenig nachsteht.
El-Mala-Tor sorgt für Begeisterung
Der Angreifer bekam den Ball an der Strafraumkante, ließ drei Gegenspieler stehen und vollendete ins kurze Eck zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. „Malek macht ein super Tor. Da sieht man seine Offensivqualitäten“, schwärmte auch Trainer Evangelos Sbonias nach dem Spiel im Gespräch mit dem GEISSBLOG.
Der groß gewachsene Stürmer kommt dabei zwischenzeitlich immer besser in Fahrt, nachdem er sich Ende März einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte und in der Folge nur noch ein Spiel für Viktoria Köln absolvieren konnte. „Er kommt aus einer langen Verletzung und ist noch längst nicht am Ende der Fahnenstange, was seine körperliche Entwicklung und die Einbindung in unsere Abläufe angeht“, erklärte Sbonias.
Entsprechend brauche es nun noch Zeit, „ihn in die körperliche Verfassung zu bringen, damit alle Rädchen ineinander greifen und er auch unter hoher Belastung in der Lage ist, seine Abschlussqualitäten in und um den Strafraum jederzeit abrufen zu können.“ Mit seinen beiden jüngsten Treffern konnte der Youngster jedoch bereits andeuten, warum der FC nicht nur seinen Bruder Said, sondern auch ihn aus Höhenberg verpflichtet hatte.
Hauer überzeugt als neue Nummer eins
Der Stürmer ist jedoch nicht der einzige Spieler, der sich positiv in der aktuellen Krise der U21 hervortut. Auch Luis Hauer im Tor weiß trotz 14 Gegentoren in fünf Spielen durchaus zu überzeugen. Gegen Lotte sorgte der Keeper dafür, dass die Mannschaft nicht schon deutlich früher auf die Verliererstraße geraten war und das Ergebnis am Ende nicht noch höher ausfiel. „Das hat er sehr gut gemacht“, sagte der Kölner Coach. „Es freut mich für ihn und für uns, weil wir einen solchen Rückhalt auch in unserem Spiel brauchen.“
Der 18-Jährige war im Sommer aus der U19 nach oben gerückt, hatte sich bei den A-Junioren aber bereits hinter Mikolaj Marutzki einordnen müssen. Trotzdem machte Sbonias den Youngster zur neuen Nummer eins bei der U21. Auch bei den Profis vervollständigt der gebürtige Leverkusener hin und wieder das Torhüter-Quartett, war unter anderem im Trainingslager in Bad Waltersdorf dabei gewesen. Mit Hauers Paraden im Kasten und El Malas Toren im Angriff sollen sich beim 1. FC Köln dann bald auch wieder die Ergebnisse einstellen.






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