„Nichts!“ Kwasniok zwischen El-Mala-Hype und Lob für Toptalent

Said El Mala wurde für die deutsche U21-Nationalmannschaft nominiert. (Foto: Bucco)
Said El Mala wurde für die deutsche U21-Nationalmannschaft nominiert. (Foto: Bucco)

Said El Mala geht mit seiner Nominierung für die U21-Nationalmannschaft des DFB den nächsten Schritt. Das Toptalent des 1. FC Köln steht im Fokus. Recht ist das Trainer Lukas Kwasniok nicht.

Schon vor einer Woche hatte Lukas Kwasniok versucht, den Hype um Said El Mala etwas zu dämpfen. Auf die Frage eines Reporters, wie der Spieler und er damit umgingen, dass so viel über den 19-Jährigen diskutiert werde, antwortete der Cheftrainer des 1. FC Köln: „Indem ich Euch darum bitte, nicht so viele Fragen zu ihm zu stellen.“

Doch auch diese Woche musste Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder zu El Mala Stellung nehmen. Der Grund: Diesmal hatte der Deutsche Fußball-Bund den Youngster in den Fokus gerückt – durch die erstmalige Nominierung für die U21-Nationalmannschaft. Und das, nachdem der Youngster gerade erst im Sommer die U19-EM gespielt hatte.

Chance bekommen und nutzen

Was das mit dem Jungen machen würde? „Nichts“, sagte Kwasniok trocken. „Er wurde nominiert und muss in der U21 und bei uns liefern.“ Sehr wohl zeige die Nominierung aber, dass „wir in Deutschland nicht die meisten Dribbler auf der Welt haben. Da sind uns andere Nationen voraus. Das führt dazu, dass du einen Jahrgang überspringst und die Chance bekommst.“

El Mala war zum Saisonauftakt beim FC in Regensburg und in Mainz jeweils als Joker zum Einsatz gekommen. Der Youngster war sofort auffällig und suchte in beiden Spielen mehrere Eins-gegen-Eins-Situationen. „Er weiß, die Chance zu bekommen, ist eine Sache, sie auch zu nutzen, die andere“, sagte Kwasniok. „Er ist zweifelsohne mit sehr viel Talent und Geschwindigkeit gesegnet. Um ein kompletter Bundesliga-Spieler zu werden, gehören aber viele Attribute dazu.“

Zwischen Kritik und Lob

Kwasniok versuchte einmal mehr den Spagat zwischen der nötigen Bodenhaftung bei dem Youngster, der gerade erst sein Bundesliga-Debüt gefeiert hat, und der offensichtlichen Begeisterung für dessen Qualitäten, die auch Kwasniok schätzt. „Er ist step by step auf dem richtigen Weg“, sagte der 44-Jährige. „Die U21 wird ihm bei der Entwicklung gut tun, da muss er nochmal ein bisschen mehr beißen, um sich auf Herrenniveau zu adaptieren.“

Jedoch zeige El Mala im Training, dass er durchaus „sehr schnell adaptieren kann“. Daher traut nicht nur Kwasniok dem Außenbahnspieler den nächsten Schritt sehr bald zu. Auch die FC-Verantwortlichen wissen um das Ausnahme-Talent in den eigenen Reihen. Nicht umsonst verlängerten die Geißböcke erst kürzlich mit beiden El-Mala-Brüdern bis 2030 – ohne Ausstiegsklausel.

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